Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Dienstag, 1. Januar 2013

Omnisophie - Unterscheidung verschiedener Temperamente bei Menschen



Bevor ich anfing mein Buch zu schreiben, habe ich mir unter Anderem auch Gedanken darüber gemacht, welche Motivation meine Protagonisten haben könnten und was sie antreibt, welche Charaktereigenschaften oder Temperamente sie haben sollen und wie man es einigermaßen glaubhaft und konsistent hinkriegt, dass sie sich gerade so verhalten und nicht anders.

Dabei hat mir das Buch „Omnisophie“ von Prof. Dr. Gunter Dueck sehr viel geholfen. Es ist ein Philosphiebuch über die Verschiedenartigkeit des Denkens. Hinter Omnisophie steckt die Idee, dass wir Menschen unterschiedliche Denkungsarten haben, die grundverschiedene Handelsleitlinien bewirken. Die einen haben es lieber geordnet und denken mehr in Listen und Terminen. Die anderen haben Ideen Visionen und Träume. Und wieder andere denken gar nicht so viel, sondern handeln aus der Situation heraus instinktiv.

In diesem Blog möchte ich einen kurzen Einblick in das Konzept der 3 Basisdenkformen, der „Wahren“, „Richtigen“ und „Natürlichen“ Menschen geben, auf denen Omnisophie basiert.


Jeder von Euch kennt sicher die Stresskurve. Man kann diese Kurve grob in 3 Teilbereiche unterteilen.

Bild: Roy O'Finnigan



Wenn der Stresslevel, bzw. die Stimulation im linken Drittel liegen, fühlen wir uns gelangweilt sind frustriert, unterfordert und unzufrieden. Es ist einfach zu wenig los.

Im Mittleren Drittel fühlen wir uns am wohlsten. Hier ist der Stresslevel genau richtig, wir sind kreativ, arbeiten rational Problem- und Lösungsorientiert und sind zufrieden. Unsere Produktivität ist hier am höchsten.

Im rechten Drittel ist der Stresslevel zu hoch. Er wird als Bedrohung empfunden und wir sind mehr damit beschäftigt den Irrsinn und unrealistische Anforderungen zu bekämpfen, als uns auf die Arbeit zu konzentrieren. Dementsprechend sinkt die Produktivität.

Kurz zusammengefasst wird also, bis zu einem gewissen Punkt, zunehmende Stimulation als positiv empfunden und steigert die Produktivität, Leistung und das Selbstbewusstsein. Danach als negativ. Weiter zunehmende Stimulation wird als negativer Stress wahrgenommen und ist kontraproduktiv. Bei noch weiterer Steigerung führt es zu frühzeitiger Erschöpfung, mindert das Selbstwertgefühl und kann schlimmstenfalls sogar krank machen.

Das ist eigentlich alles bekannt und nichts Neues. Auch nichts Neues ist, dass die Stresskurve für alle Menschen praktisch gleich aussieht.

Obwohl das alles bekannt ist, wird erstaunlich wenig Rücksicht darauf genommen. Woran kann das liegen?

Vielleicht liegt es daran, dass allgemein angenommen wird, dass das Optimum, also die Spitze der Kurve, für verschiedenen Menschen, bei dem gleichen Wert für die Stimulation liegt.

Dem ist aber nicht so. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das so sein muss. Im Gegenteil. Ich bin überzeugt davon, dass jeder von Euch schon oft selbst erlebt hat, dass er oder sie eine Situation total entspannt sieht, während jemand anderes, allein bei der Vorstellung davon, schon halb in Panik gerät.
Die umgekehrte Situation gibt’s natürlich auch. 

Ein klassisches Beispiel dafür ist der Stürmer, der in der 91. Minute die letzte Chance nutzt und das Spielentscheidende Tor schießt. Wie oft haben wir aber auch schon gesehen, dass ein Fußballer, in so einer Situation, aus 5 Metern Entfernung, den Ball, weit über das leere Tor, hinaus geschossen hat. Er hat einfach zu lange nachgedacht und unter dem Druck der Situation die Nerven verloren.

Genauere Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Stresskurven von Menschen in 3 Hauptkategorien einteilen lassen.

Diesen Kategorien kann man auch bestimmte Eigenschaften zuordnen.


Bild: Roy O'Finnigan


In der Linken Gruppe dominiert das ganzheitliche denken. Computertechnisch gesehen könnte man das am ehesten mit einem neuronalen Netzwerk vergleichen. Solche Netzwerke treffen gute Entscheidung aber es ist sehr schwer zu begründen warum. Deshalb verlassen diese Menschen sich oft und zu Recht auf ihre Intuition bzw. das, was sie als „Wahr“ empfinden.
„Wahre“ Menschen sind oft von einer Idee beseelt, die sie dann mit Leidenschaft verfolgen.

Die Menschen, die zur mittleren Gruppe gehören, kann man am besten mit einem klassischen Computer vergleichen. Bei ihnen dominiert das Analytische Denken mit Logik, Struktur und Ordnung.
Für diese Menschen geht es darum Systemkonform zu sein und das „Richtige“ zu tun, indem sie die Regeln befolgen und sich der Mehrheit bzw. dem allgemeinen Trend anpassen.

Und dann gibt es noch Menschen, die zur rechten Gruppe gehören. Bei denen dominiert das sensorische Nervensystem. Diese Menschen entscheiden situativ ohne groß darüber nachzudenken. Sie reagieren meist instinktiv auf bestimmte Reize. Für die „Natürlichen“ Menschen zählt die Aktion des Augenblicks. Regeln und Grenzen sind eher dazu da sich daran zu messen und im Wettbewerb zu probieren ob man die eigenen Leistung und Fähigkeiten, nicht noch weiter steigern kann. Sie brauchen einen hohen Stresslevel um sich wohl zu fühlen.

Hier ein Beispiel:
In einem Park ist eine Rasenfläche mit Blumen bepflanzt und eingezäunt. Von jeder Seite her, ist gut sichtbar, ein Schild aufgestellt „Betreten verboten“.

Wahre Menschen brauchen so ein Schild nicht. Sie sehen die Blumen und wissen intuitiv, dass die Rasenfläche geschont werden muss, da sonst die Blumen beschädigt werden können.

Richtige Menschen brauchen nicht weiter darüber nachzudenken. Sie lesen das Schild, wissen Bescheid was man von ihnen erwartet und halten sich daran.

Natürliche Menschen beachten weder das Schild noch den Zaun. Sie sehen nur eine Grenze, die es zu überwinden gilt. Für sie ist das Ganze eine Herausforderung. Wie komme ich am besten über den Zaun und auf den Rasen ohne erwischt zu werden?

Mir hat diese Einteilung beim Schreiben schon sehr viel geholfen, wenn es zum Beispiel, um die Entscheidung ging ob sich einer meiner Protagonisten nun kopfüber in den Kampf stürzt oder erst einmal überlegt und einen Plan macht.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die 3 Gruppen nicht gleichmäßig verteilt sind. Zur Gruppe der Wahren Menschen gehören ca. 5 bis 10%, zu den Richtigen die Mehrheit von ca. 50% und zu den Natürlichen die restlichen ca. 40%.

Vielleicht fragt ihr Euch nun auch noch was das Ganze mit Science Fiction zu tun hat?

Sehr viel, finde ich. Das Problem heute ist, wie gehen Organisationen, in denen unterschiedliche Menschen zusammenfasst sind, damit um?

Zum Beispiel stellt sich hier die Frage, welcher Stresslevel soll „eingestellt“ werden, damit alle optimal stimuliert bzw. motiviert werden? Z. B.: in der Schule, in Unternehmen, im Kindergarten, in der Familie, in Wohngemeinschaften, Unis, Vereinen, usw., usw.

Leider sind heutzutage die bestehenden Organisationen nicht oder nur sehr beschränkt in der Lage, den Stresslevel für ihre Mitarbeiter bzw. den ihnen anvertrauten Menschen oder Kindern individuell anzupassen. Um optimale Leistung von allen Menschen zu bekommen, müsste man mit mehreren (mindestens 3) Stimulationsstufen oder Stressleveln arbeiten. Denn nach oben ist die Leistungsfähigkeit bei allen Menschen in etwa gleich. Nur bei falsch eingestellter individueller Stimulation liegt sie darunter.


Individuell eingestellte Stimulation ist heute in unserer Gesellschaft leider nur Science Fiction.


Links:
Omnisophie 


Prof. Dr. Gunter Dueck bei TEDxRheinMain über „Building your identity“:




Prof. Dr. Gunter Dueck bei TEDxRheinMain über „Komfortzone Zukunft oder Wider die Gewöhnung“: 









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