Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Donnerstag, 28. März 2013

Akkurat Verpackt - Mord im Cyberspace





Mit diesem Krimi habe ich am BookRix Schreibwettbewerb "Verdacht auf Mord" teilgenommen und den 3. Platz belegt.


Klappentext:


Eine vollautomatisch arbeitende Fabrik für Akkumulatoren hat eigentlich nur eine Aufgabe. Umso größer ist die Überraschung, als eines Tages ein dort vollautomatisch gefertigter Akkupack für ein Elektrofahrzeug, keine Akkus sondern eine Leiche enthält. Kommissar Reyni hat sehr schnell eine Hauptverdächtige. Alles scheint gegen sie zu sprechen, aber nach einer genaueren Analyse der Indizien, führt die Spur ins Netz. Nur ein absoluter Meister im Cyberspace wäre in der Lage, den Mord zu begehen und solche Spuren zu legen, wie Kommissar Reyni sie finden sollte.
Erst als er seine Suche auf den Cyberspace ausdehnt, gelingt es ihm den Mörder zu überführen.



Teil 1



„Auf Wiedersehen, Dr. Breise.“ Runi Danielssen beendete die Konferenz im Cyberspace und seufzte. Es war keine Katastrophe passiert, aber es war doch peinlich. Noch nie war einer der Akkupacks von FAU als Totalausfall reklamiert worden. Ja, es gab gelegentlich Einheiten, die kurz nach Inbetriebnahme im Fahrzeug ausfielen aber das waren wenig. Drei bis vier im Monat. Höchstens. Und in den meisten Fällen konnte falsche Handhabung nachgewiesen werden. Bei vierzig Million Einheiten pro Monat war das praktisch zu vernachlässigen. Bei „Färöer Akkupack Unlimited“ waren sie stolz auf die Qualität. Diesen hohen Standard verdankte man nicht zuletzt einer vollautomatisierten Fertigung. Insgesamt gab es nur 48 Angestellte und für eine Fertigungsschicht wurden lediglich 11 Personen benötigt. Der Rest wurde von Robotern und Maschinen erledigt.
Aber jetzt hatten sie es mit einem Akkupack zu tun, der von Anfang an nicht funktionierte! Nach Auskunft von Dr. Breise lieferte er nicht mal ein Milliwatt Leistung. Selbst nach 12 Stunden laden nicht. Wenn Dr. Breise das sagte, musste es stimmen. Schließlich war Dr. Breise oberster Leiter der Qualitätssicherung des Automobilherstellers in Deutschland, an den der Energiespeicher geliefert worden war. Dr. Breise unterstand direkt dem Vorstand. Es gab für Runi Danielssen keinen Grund an der Aussage zu zweifeln. So unwahrscheinlich es auch erscheinen mochte.

Runi hatte zur Vorbereitung der Cyberspace-Konferenz noch einmal alle Fertigungsdaten überprüft. Der Akkupack war vor der Auslieferung getestet worden, so wie alle anderen auch. Das Protokoll sagte klipp und klar, dass alle Werte perfekt innerhalb der Toleranzen lagen.

Trotzdem funktionierte er nicht. Nun gut, dachte Runi. Ich kann jetzt nicht mehr machen als zu warten, bis der Ausfall in drei Tagen zurückkommt.


Wider Erwarten kam er bereits nach zwei Tagen an. Der Automobilhersteller hatte ihn per Flugzeug zurückgeschickt. Er wurde von Runi und seinem Assistenten Jonas Dalgaard persönlich in Empfang genommen.
Sobald der Akkupack in ihrem Labor war, schlossen sie ihn an ihr Testgerät an und starteten das Diagnoseprogramm. Das Ergebnis war niederschmetternd. Die Einheit bestand keinen einzigen der zahllosen Tests.

Donnerstag, 21. März 2013

"Beam me up, Scotty!" - Nicht ganz


© Phil Saunders | Space Channel Ltd.




In meiner Blog Serie zu Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit darf ein Post über Teleportation natürlich nicht fehlen. Damit meine ich das Beamen, wie es alle Science Fiction Fans von Star Trek bzw. Raumschiff Enterprise her kennen. Käpt’n Kirk und Co. Verwenden die Technologie, um mal schnell einen Abstecher zur Planetenoberfläche zu machen. Oder sie besuchen ihre Kollegen in einem anderen Raumschiff auf eine Tasse Kaffee.

Wie immer blogge ich nur über Technologien zu schreiben, die zumindest nicht im Widerspruch zu bestehenden physikalischen Theorien stehen. Deshalb muss ich leider all diejenigen enttäuschen, die sich das Beamen so vorstellen wir bei Star Trek. Obwohl die „Quantenteleportation“ in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat, wird das Blitzschnelle Fernübertragen von Materie nie möglich sein. 

Ich habe „Quantenteleportation“ bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil dabei genau genommen keine Teilchen übertragen werden, sondern nur Quantenzustände. Bisher ist es den Forschern lediglich gelungen durch eine ausgeklügelte Versuchsanordnung den Zustand eines Photons zu messen und dann auf ein praktisch beliebig weit entferntes anderes Photon zu übertragen. Zugegeben, quantentechnisch gesehen macht das keinen Unterschied. Es entsteht ein identisches Teilchen an einer anderen Stelle und quantenphysikalisch gesehen spielt es keine Rolle, wie es da hin gekommen ist. 

Auch möchte ich hiermit keinesfalls die außergewöhnlichen Leistungen der Forscher klein reden. Aber Photonen sind Überträger des Elektromagnetischen Feldes und keine Teilchen aus denen Materie besteht.

Um Materie zu „teleportieren“ müsste man den Quantenzustand eines Atoms bzw. der subatomaren Teilchen, aus denen das Atom besteht (Protonen, Neutronen und Elektronen), messen und übertragen. Das ist im Prinzip möglich, die Forscher sind davon allerdings noch weit entfernt. 

Einen echten Science Fiction Autor stört das aber nicht. Unsere Geschichten spielen sowieso in der Zukunft. Auch, wenn die manchmal sehr fern ist.

Donnerstag, 14. März 2013

Vilcas Test - Bidirektionales Gehirn-Computer Interface

© Cornelius20 | Dreamstime.com




Wer an einer leistungsfähigen Gehirn-Computer Schnittstelle arbeitet, muss sehr genau aufpassen was er da tut. Mit leistungsfähig meine ich eine Schnittstelle, die den Anwender so tief in die virtuelle Welt eintauchen lässt, dass er sie nicht mehr von der realen unterscheiden kann.
Wenn man bei der Zuordnung der Empfindungen da einen Fehler macht, kann das unter Umständen großen Schaden anrichten. Ich hatte ja in meinem letzten Blog Eintrag dazu schon eine Andeutung gemacht.
Es mag ja noch angehen, wenn eine Berührung am Arm irgendwo am Fuß wahrgenommen wird. Was aber, wenn nicht nur solche Tastempfindungen falsch „verdrahtet“ sind, sondern der ganze Körperbau? Und dazu vielleicht noch die Sinne vertauscht?
Ungeachtet solcher Risiken haben meine Protagonisten sich nicht beirren lassen und das „Bidirektionale Brainware Interface“ (BBI) fleißig weiterentwickelt. Dabei ist ihnen ein grober Fehler passiert. Die Leidtragende ist Vilca.



Nanobots - Vilcas Test


„Vilca, was ist passiert“, fragten Sam und Aya fast gleichzeitig.
Vilca war noch immer nicht ganz bei sich und das Sprechen fiel ihr schwer.
„D…d…das war das Schlimmste w..was ich je…. er…erlebt habe. Da war alles fa…falsch. Alle meine Sinne wa…waren durcheinander und mein K…Körper völlig unp… unproportional zusammengebaut aber es fühlte sich so fu…furchtbar real an. Und ich h…hatte s..s..so schreckliche Schmerzen“.
Sie blickte Sam in die Augen.
„Sam, was war das? W… was ist mit mir passiert? Wieso hat es bei euch funktioniert und bei mir n…nicht?“
Ihr Blick berührte ihn auf seltsame Weise tief im Innersten. Er konnte nicht genau sagen, was mit ihm passierte, aber er spürte auf einmal wieder längst vergessene Gefühle in sich.
„Vilca, ich habe keine Ahnung, was bei diesem Versuch schiefgelaufen ist, aber wir werden das restlos aufklären und analysieren. So etwas darf uns nie wieder passieren.

In diesem Moment kam Ivanna ins Labor. Nach Vilca’s Schreien war sie sofort losgelaufen, aber das Anwesen war so groß, dass sie trotzdem eine ganze Weile ins Labor gebraucht hatte. Mit einem Blick hatte sie die ganze Szene eingefangen.
Vilca saß auf der Liege, daneben Sam, beide hatten sich umarmt, auf der anderen Seite Stand Aya und blickte besorgt auf Vilca, Pietro saß vor dem 3D-Bildschirm und wühlte hektisch gestikulierend in irgendwelchen Daten und Diagrammen herum.
„Was ist hier los? Vilca, warum hast du so geschrien“, fragte Ivanna streng.
Vilca wusste sofort, welche Gefahr hier lauerte. Dafür kannte sie ihre Mutter zu gut. Wenn Ivanna zu dem Schluss kam, dass das BBI gefährlich für Vilca war, würde sie ihr ein für alle Mal verbieten es zu benutzen. So schlimm der Horrortrip soeben war, Vilca wusste, dass es bei Sam, Pietro und Aya funktioniert hatte. Sie vertrauten den Dreien. Ganz besonders Sam. Die Chance, die Bühnenshow damit zu steuern, wollte sie so schnell nicht aufgeben. Obwohl ihr noch immer hundeelend war riss sie sich zusammen so gut sie konnte und lächelte ihre Mutter tapfer an.
„Mama, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich bin nur ein bisschen darüber erschrocken, wie real sich das BBI anfühlt. Es ist einfach fantastisch. Du k… kannst dir gar nicht vorstellen wie wirklichkeitsgetreu einem damit die Virtuelle Realität vorkommt. Das vermittelt eine völlig neuartige körperliche Präsenz im Cyberspace“
Ivanna blickte skeptisch auf ihre Tochter.

„Deine Schreie haben sich aber nicht gerade nach nur ein bisschen Schrecken angehört. Eher nach einem Horrortrip. Du siehst auch ein wenig blass aus. Bist du sicher, dass alles okay ist“?





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Samstag, 9. März 2013

Zeitmaschinen und wie man immer einen Parkplatz findet

© Philcold | Dreamstime.com




In einem meiner letzten Blogs hatte ich bereits angekündigt, dass Wurmlöcher auch als Zeitmaschine eingesetzt werden können. Wie immer beschränke ich mich auch bei diesem Thema auf Methoden, die zumindest nicht im Widerspruch zu den etablierten physikalischen Theorien stehen. Natürlich kann man als Science Fiction Autor einfach annehmen, dass Zeitreisen möglich sind. Ich find aber, dass man es sich damit zu einfach macht. 

Ich muss aber auch zugeben, dass die Theorie über Wurmlöcher noch nicht ausgereift ist. Da gibt es noch ein paar offene Punkte, die noch nicht gelöst sind. Ein Schwachpunkt der Theorie ist zum Beispiel, ob man sie überhaupt herstellen kann. Dazu braucht man eine riesige Menge negativer Energie, die schwer zu gewinnen ist.
Wer sich für die Hintergründe interessiert, dem empfehle ich das Buch „Black Holes und Time Warps von Kip Thorne:

Wurmlöcher verbinden verschiedene Raumregionen miteinander. Diese können unmittelbar nebeneinander liegen oder Lichtjahre voneinander entfernt sein. Hier ist ein Bild, wie so etwas aussehen könnte. 


Von David W. (Übersetzung von :Bild:Worm3.jpg) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons


Graphisch ist das nur schematisch darstellbar, da man für Wurmlöcher 4 Dimensionen bräuchte. Das grüne Gitter muss man sich als die 4-dimensionale Raumzeit denken. Das Wurmloch verbindet zwei Bereiche davon. Es befindet sich dabei im sogenannten „Hyperraum“, von dem jeder Science Fiction Fan schon mal gehört hat.

Um aus einem Wurmloch eine Zeitmaschine zu machen, nimmt man am besten eines, dessen Öffnungen eng beieinander liegen. Eine Öffnung können wir zum Beispiel in unserem Wohnzimmer lassen. Das Labor, Arbeitszimmer oder Schlafzimmer geht natürlich auch. Mit der anderen Öffnung machen wir eine kleine Reise. Dazu nehmen wir unser Familienraumschiff, das vor dem Haus parkt und sich eh‘ gerade langweilt. Wer mag kann vorher noch testen ob das Wurmloch auch funktioniert. Einfach mal durchgehen. Wer schon im Raumschiff sitzt und was vergessen hat, kann ja mal schnell durchs Wurmloch zurück ins Wohnzimmer und den Lippenstift oder die Sonnenbrille holen. 

Noch schnell ein Blick auf die Uhr. Es ist Sonntag, der 10. März 2013, 9 Uhr. Und schon geht’s los. Angenommen wir fliegen für 6 Stunden mit annähernd Lichtgeschwindigkeit. 12 Stunden später sind wir zurück. Auf der Erde sind dann allerdings 10 Jahre vergangen. Wer meinen Ersten Blog zum Thema „Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit gelesen hat, ist jetzt nicht überrascht.  

Aufgrund der unterschiedlichen Zeitverläufe der beiden Öffnungen des Wurmlochs hat es sich durch diese Reise in eine Zeitmaschine verwandelt. Es überbrückt nicht nur den Raum sondern auch die Zeitdifferenz von 10 Jahren (genau genommen sind es 10 Jahre minus 12 Stunden) zwischen den Öffnungen. Wer also von der Wohnzimmeröffnung hindurchtritt reist 10 Jahre in die Zukunft und wer von der Öffnung im Raumschiff hineingeht reist 10 Jahre in die Vergangenheit.
So einfach ist das. Natürlich ist klar, dass man mit dieser Zeitmaschine nicht weiter als bis zum 10. März 2013 zurückreisen kann.

Sonntag, 3. März 2013

Leseprobe aus „Nanobots“ - Bidirectional Brainware Interface



© Nenad Cerovic | Dreamstime.com


Die bidirektionale Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer (BBI) spielt in meinem Science Fiction Roman „Nanobots“ eine entscheidende Rolle. Mit dem BBI können nicht nur Audiovisuelle Sinneseindrücke übertragen werden, sondern auch Gerüche, Geschmack, Berührungen, Schmerzen und alle anderen körperlichen Eindrücke. Damit erfahren meine Protagonisten die virtuelle Welt (VR oder Cyberspace) so wirklichkeitsgetreu, dass sie den Cyberspace nicht mehr von der realen Welt unterscheiden können.
Als mir die Idee zu meinem Buch kam, dachte ich etwas wie die Realisierung des BBI würde weit in der Zukunft liegen. Die Entwicklung auf diesem Gebiet macht aber so rasante Fortschritte, dass ich manchmal schon befürchte, das Ganze wird Realität, bevor ich mit meinem Buch fertig bin.
Die Idee meines Protagonisten Sam beruht auf Sensoren, die um den Kopf herum angeordnet werden. Damit kann er die Gehirnströme dreidimensional mit extrem hoher räumlicher und zeitlicher Genauigkeit messen. Mit dieser Methode lassen sich allerdings nur Gehirnströme auslesen. Was allerdings auch heute schon zu erstaunlichen Resultaten führt. Zumindest unter Laborbedingungen und mit entsprechender Vorbereitung, ist es bereits möglich festzustellen, was jemand denkt.
Um die Schnittstelle bidirektional zu machen, modifiziert Sam die Sensoren so, dass sie umgekehrt das Gehirn auch punktgenau stimulieren konnten. Das ermöglicht ihm Informationen und Feedback direkt in das Gehirn einzuspeisen und eine völlig neue Methode zur Interaktion mit Computern zu eröffnen.
Ob das wirklich funktioniert weiß ich nicht aber in meiner Geschichte ist Vilcas Vater Marek auf jeden Fall von der Idee begeistert und finanziert das Projekt. Mit seiner großzügigen Unterstützung macht die Entwicklung einer leistungsfähigen bidirektionalen Schnittstelle zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern riesige Fortschritte. Sam und seine Freunde haben mittlerweile mehrere Prototypen hergestellt, mit denen sie nun herumexperimentieren.
Hier ist zu diesem Thema ein Auszug aus meinem Buch, welche Erfahrungen meine Protagonisten damit machen…

Virtual Space Composition

Virtual Space Composition
© Agsandrew | Dreamstime.com