Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Mittwoch, 10. April 2013

Akkurat verpackt - Mord im Cyberspace


© Amanda Tromley | Dreamstime.com


Es geht weiter mit dem 2. Teil meines Kurzkrimis. Der dritte und letzte Teil kommt nächste Woche.
Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat kann das hier nachholen: 
http://royofinnigan.blogspot.de/2013_03_01_archive.html 
 
Teil 2



Während er das Fahren dem Auto überließ, informierte sich Kommissar Reyni über FAU. Dazu ließ er sich die Informationen über seine Datenbrille anzeigen.
FAU war von Grimur Jakobsen gegründet worden. Dieser hatte als Student eine geniale Idee, um die Kapazität und Anzahl der Ladezyklen von Lithium Akkus um den Faktor 10 zu verbessern. Grimur Jakobsen hätte von Wagniskapitalgebern beliebig viel Geld einsammeln können, um seine Idee zu vermarkten. Aber seine Familie hatte genügend Geld, um eine Fabrik auf Färöer einzurichten, wo die Akkus produziert werden. Grimur Jakobsen wollte unabhängig sein. Die Lage der Insel im Nordatlantik erlaubte es, beliebig viel Energie aus Windkraft zu gewinnen, um die Fabrik zu betreiben. Da er von vornherein geplant hatte, die Akkus vollautomatisch zu fertigen, war seine Heimatinsel dafür so gut geeignet, wie jeder andere Standort auf der Erde. Zudem war die geographische Lage der Färöer Inseln als logistisches Zentrum ideal für den weltweiten Vertrieb. Aufgrund der Klimaerwärmung war die Arktis das ganze Jahr eisfrei, und es konnte von hier aus fast jeder Hafen der Erde auf kürzester Strecke erreicht werden.


Da FAU den weltweiten Bedarf nicht selbst decken konnte, hatte Grimur Jakobsen Produktionslizenzen vergeben. Er gehörte zu den reichsten Menschen und hätte auch einer der mächtigsten sein können, wenn er gewollt hätte. Aber offensichtlich lag ihm nichts daran. Nur selten trat er in das Licht der Öffentlichkeit und wenn, dann meist, um sich für wohltätige Zwecke zu engagieren. Da er selbst keine Kinder hatte, würde seine Nichte Malan Videro nach seinem Tod alles erben. 


Nichts von alledem, was er soeben erfahren hatte, überraschte Kommissar Reyni. Die Färöer Inseln waren klein genug, dass jeder hier über FAU und die Jakobsens Bescheid wusste. Er hatte gehofft, etwas Neues über FAU in Erfahrung zu bringen. Nun gut, dafür würde er mehr Zeit investieren müssen.


Kurz vor dem Anwesen von Edward Hansen erreichte ihn ein Anruf. Es war Grimur Jakobsen persönlich. Sie hatten die Versiegelung des Akkupacks aufgelöst und die Leiche identifiziert. Nachdem der Anrufer zögerte weiterzusprechen, nahm Kommissar Reyni an, dass er die Leiche kannte. Vermutlich war es einer seiner Mitarbeiter. „Machen Sie es nicht so spannend.“, sagte er. Um wen handelt es sich?“
„Es ist Edward Hansen. Wir…, wir sind alle fassungslos.“
Kommissar Reyni war nicht wirklich überrascht. „Hatte er in letzter Zeit Streit mit jemandem?“
„Edward Hansen ist…, ich meine, war ein schwieriger Mensch. Fast jeder hatte mit ihm schon mal Streit. Entweder man machte etwas genauso, wie er es wollte oder man hatte ein Problem mit ihm. Eigentlich dulde ich solche Menschen nicht in meiner Firma aber bei Edward habe ich eine Ausnahme gemacht. Er ist ein begnadeter Programmierer. Er gehört zu den besten der Welt. Manche sagen, er ist der Beste.“
„Mit wem hatte er denn zuletzt Streit?“ fragte der Kommissar.
„Mit Malan. Das ging schon eine ganze Weile. Die beiden hatten immer wieder Streit aber keiner verstand so recht, um was es genau ging.“
„Gut, ich werde der Sache später nachgehen. Ich schicke einen Gerichtsmediziner vorbei. Der soll die Leiche abholen und die genaue Todesursache feststellen.“
Dann rief er die Spurensicherung an, um das Anwesen von Edward Hansen zu untersuchen. Kommissar Reyni wartete vor der Tür, um dann mit der Spurensicherung gemeinsam das Gebäude zu betreten. Für die Polizei war es kein Problem, die elektronisch gesicherte Tür zu öffnen.


Das Anwesen von Edward Hansen war groß, luxuriös eingerichtet und perfekt aufgeräumt. Kommissar Reyni fand das ungewöhnlich. Nach seiner Erfahrung waren solche Computer-Nerds wie Hansen totale Chaoten.


Während die Spurensicherung sofort an die Arbeit ging, machte sich der Kommissar auf die Suche nach dem Arbeitszimmer. Zu seiner Überraschung war der Computer eingeschaltet. Von Computer zu sprechen war allerdings eine gewaltige Untertreibung. Was da im Zimmer stand, musste viel eher mit Großrechenzentrum tituliert werden. Sobald er sich mit seinen Rechten als Polizist eingelogged hatte, war er sich sicher, dass er nur die Spitze eines Eisberges sah. Der ganze Keller des Hauses musste voll mit Rechnern sein.
Er rief die letzten Aktivitäten auf und stellte fest, dass Herr Hansen von Frau Videro über Cyberspace angerufen worden war. 


Es dauerte eine Weile, bis er die Aufzeichnungen der letzten Stunden durchgesehen hatte. Das Ergebnis konnte durchaus als Überraschung bezeichnet werden.
Malan Videro war von Edward Hansen erpresst worden. Es gab ein Video, das zeigte, dass er von Frau Videro massiv sexuell belästigt worden war. Mit diesem Video hatte er sie erpresst und es gab drei Einzahlungen auf sein Konto, mit 3, 4 und 5 Millionen Euro.
Bei ihrem letzen Anruf hatte Frau Videro Herrn Hansen gesagt, er müsse wegen eines Steuerungsproblems in die Firma kommen. Sie hätte schon alles versucht, könne das Problem aber nicht lösen. Ein Versuch von Herrn Hansen, es von zu Hause aus zu beheben, scheiterte. Von da an schien die Sache klar. Herr Hansen war in die Firma gefahren und dort hatte Frau Videro ihn in Empfang genommen, ordentlich eingepackt und nach Deutschland verschickt.


Frau Videro hatte also ein Motiv. Es gab zwar keine Aufzeichnung von der Tat, aber als Assistentin der IT Abteilung hatte sie genügend Kenntnisse und die dafür erforderlichen Zugriffsrechte, um das gespeicherte Video entsprechend manipulieren zu können.
Für Kommissar Reyni war das zu glatt. Und es gab zu viele Widersprüche. Frau Videro war nicht der Typ Frau, die Männer wie Herrn Hansen sexuell belästigen würden. Trotz der Aufzeichnung war es objektiv gesehen eher unwahrscheinlich, dass eine zierliche Person wie sie einen 1,89 Meter großen Mann mit 116 Kilo Lebendgewicht irgendwie in Bedrängnis bringen konnte. Das sagte ihm seine Erfahrung. Schon eher hatte Herr Hansen das Video mit der sexuellen Belästigung erfunden, um an ihr Geld zu kommen. Aber hatte Herr Hansen das wirklich nötig?


Dann erinnerte er sich, dass er für die erste Befragung von Herrn Blak den Cyberspace von FAU verwendet hatte. Frau Videro konnte die Übertragung so manipuliert haben, dass der Verdacht auf Herrn Blak fiel. Das würde auch erklären, warum er sich dann beim Verhör im Polizeirevier nicht erhärtet hatte. Wenn aber Frau Videro das wirklich Herrn Blak anhängen wollte, hätte ihr doch klar sein müssen, dass spätestens beim Verhör im Cyberspace der Polizei sich das Ganze wieder in Luft auflösen musste. So dumm konnte sie doch gar nicht sein. 


Auf den ersten Blick sah es nicht gut aus für Frau Videro. Nach dem zweiten blieben eine Reihe von Ungereimtheiten. Bis jetzt hatte er nur die Videoaufzeichnungen. Diese würden als Beweise vor Gericht nicht ausreichen.


Auf der Fahrt zurück zum Polizeirevier überprüfte er alle Banktransaktionen von Frau Videro. Keines ihrer Konten wies ungewöhnliche Überweisungen auf. Schon gar nicht in Millionenhöhe.
Danach rief er einen Kollegen in Dänemark an. Jens Petersen war der beste Cyberspace Spezialist, den er kannte. Er erklärte ihm den Stand der Ermittlungen und stellte einige Fragen. Interessant war vor allen Dingen, dass der Experte Petersen sich ganz sicher war: die beschriebenen Manipulationen der Videos waren niemals von einer einzelnen Person und ganz sicher nicht in Echtzeit zu machen. 


Kommissar Reyni dachte lange nach und je länger er nachdachte, umso wütender wurde er. Er hatte das Gefühl, der Lösung nahe zu sein, und doch entglitt sie ihm immer wieder. Jemand spielte ein Spiel mit ihm. Eines in der Art, wie er sie überhaupt nicht mochte. Es war nicht das erste Mal. Mit der Zeit hatte er seine eigene Methode entwickelt und perfektioniert damit umzugehen. Seitdem hatten alle seine Gegner verloren. Er wusste was zu tun war. Für ihn galt immer noch der alte Grundsatz. Wenn Du das Spiel nicht magst, ändere die Regeln. 


Fortsetzung folgt...




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