Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Donnerstag, 30. Mai 2013

Simulationswelten - Dritter und letzter Teil

© Victor Habbick | Dreamstime.com




Hier kommt der Dritte Teil meiner Science Fiction Kurzgeschichte. Wer, Teil 1 und 2 verpasst hat, kann das hier nachholen.

Die Welt muss gerettet werden und wie üblich wird die Aufgabe an eine einzelne Person deligiert. Diese hat allerdings keine Ahnung wie sie das anstellen soll. Und "von oben" kommt auch nicht viel Hilfe. Immerhin wird eine attraktive Belohnung ausgesetzt...



Fynndir sank frustriert in seinem Ledersessel zusammen. Wieder ein Misserfolg. Erschöpft rieb er sich die Augen. Er und seine Kollegen waren sich so sicher gewesen. Aber auch diese Simulation war gescheitert. Trotz der Mühe, die sie sich gemacht hatten.
Mit viel Aufwand hatten sie in die Simulation eingegriffen und diesem Miguel Valdez alles gegeben, was er wollte. Im Gegenzug hatte er bei dem Projekt Geburtenkontrolle geholfen. Fynndir musste anerkennen, dass er sich wirklich mit Frauen auskannte.
Auf Basis seiner Idee gründeten sie eine Frauenbewegung. Für die Urzelle wählten sie einen Slum in einer der ärmsten Gegenden der Welt. Die Nuono bauten dort eine charismatische Führerin auf, die den konsequenten Zugang zu Bildung und Verhütungsmitteln für alle Frauen forderte. Die Organisation wuchs schnell, dank tatkräftiger finanzieller Unterstützung von VIPs wie Charlize Theron und Lobbyarbeit.
Sobald ein bestimmter Prozentsatz an Anhängerinnen in einem Gebiet erreicht war, wurde die Bewegung zum Selbstläufer. Schließlich war eine weltweite Organisation daraus geworden, die alle Staaten überrollte. Nicht einmal die kritischsten Religionen konnten dem widerstehen. Als Folge begann die Weltpopulation überraschend schnell zu schrumpfen.
Es war perfekt. Leider trat der beabsichtige Effekt nicht ein. Trotz schwindender Bevölkerung kam es zu sozialen Spannungen. Daraus resultierten lokale Konflikte, die sich zunehmend ausbreiteten. Schließlich kam es zu einem verheerenden weltweiten Krieg um Ressourcen.
Fynndir studierte die Daten wieder und wieder. Die Nuono hatten nicht mehr viel Zeit. Es war jetzt fast dreißig Jahre her, seit sie den ersten Computer gebaut hatten, mit dem sie ihre gesellschaftliche Entwicklung vorhersagen konnten. Das Projekt war ein voller Erfolg, das Ergebnis schockierend gewesen. Die Simulation sagte vorher, dass der größte Teil der Bevölkerung einem Ressourcenkrieg zum Opfer fallen würde.
Seitdem suchten sie nach einem Ausweg. Mittlerweile hatten sie Millionen von Simulationsszenarien durchgespielt. Immer endeten sie in einer Katastrophe. Auch die letzte, obwohl sie so vielversprechend begonnen hatte.
Irgendwo in den Daten war die Lösung verborgen. Er hatte so ein Gefühl. Schließlich stemmte er sich aus seinem Sessel und ging hinüber zu Leandra. Seine Kollegin bemerkte ihn erst, als er neben ihr stand. „Es ist schon erstaunlich, was du als Charlize Theron zusammen mit diesem Miguel erreicht hast“, sagte er.
Leandra nickte. „Trotzdem hat es nichts gebracht. Ich habe immer gedacht, dass es an der Überbevölkerung liegt. Obwohl wir sie mit dieser Simulation zum ersten Mal in den Griff bekamen, hat es unser Problem nicht gelöst. Es ist zum Verzweifeln. Ich fürchte, uns Nuono steht großes Leid bevor.“
„Wir können jetzt nicht aufgeben. Ich spüre, dass wir kurz vor der Lösung stehen!“ entgegnete Fynndir.
„Ich sehe keine Lösung. Wir haben Millionen von Szenarien überprüft. Am Ende kommt es immer zum Krieg um die Ressourcen. Obwohl genügend da sind“, fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu.
In Fynndirs Gehirn machte es „klick“. „Natürlich, das ist es!“ rief er. „Leandra, du bist genial!“ Seine Kollegin blickte ihn verwirrt an. Sie hatte keine Ahnung, warum sie genial sein sollte. Fynndir teilte seinen Geistesblitz mit ihr.
Innerhalb weniger Stunden hatten sie eine neue Simulation aufgesetzt. Obwohl beide in den letzten Tagen kaum geschlafen hatten, puschte sie pures Adrenalin zu Höchstleistungen.
Nach zwei Tagen hatten sie ein Ergebnis. Voller Euphorie und Stolz legten Fynndir und Leandra es dem Leiter der Forschungsabteilung vor. So groß die Freude über die gefundene Lösung war, so schnell folgte Ernüchterung. „Das ist unmöglich durchführbar“, sagte Jeschwe.
„Aber das Ergebnis spricht für sich. Es ist die einzige Lösung, die wir in dreißig Jahren gefunden haben. Die Politiker müssen das einsehen.“
Jeschwe schüttelte den Kopf. „Niemals werden die Politiker die legislative, exekutive und judikative Gewalt an einen Computer abgeben.“
„Sie müssen aber!“ trotzte Fynndir. „Nur so kann eine gerechte Verteilung der Ressourcen sichergestellt werden. Zehn Prozent der Bevölkerung beanspruchen neunzig Prozent der Ressourcen. Kein Wunder, dass eine Bevölkerungsreduktion das Problem nicht löst.“
Niemand sagte etwas. In Fynndirs Kopf rasten die Gedanken. Die letzten dreißig Jahre hatte er mehr Zeit mit Computern und Programmieren verbracht, als jeder andere Nuono, mit Ausnahme von Leandra. Er war sich sicher, dass Computer einen besseren Job machen konnten als Menschen. Wenn das doch nur alle einsehen würden!
„Die Simulation beweist, dass es funktioniert. Wieso sollten die Nuono sich nicht von Computern regieren lassen wollen?“, fragte Fynndir seinen Chef.
Jeschwe blickte ihn überrascht an. „Wieso sollten sie?“, drehte er die Frage um.
„Computer sind unabhängig, neutral und haben keine Emotionen, Sie funktionieren streng logisch und machen keine Fehler. Deshalb eigenen sie sich perfekt für alle Verwaltungsaufgaben.
Dataminingprogramme können feststellen welche Persönlichkeit wir haben, was gut für uns ist und was uns glücklich macht. Sie sorgen dafür, dass wir genau das bekommen was wir wirklich brauchen. Zudem sind sie unbestechlich. Das stellt sicher, dass jeder einen fairen Anteil bekommt.
Sein Chef dachte lange darüber nach.„Gut. Es wird aber nur dann funktionieren, wenn die Computer Zugriff auf alle Daten der Nuono haben“, erwiderte Jeschwe nach einer Weile. „Freiwillig wird das aber niemand zulassen, und gegen Gewalt wird es immer Widerstand geben.“
„Ich glaube, es gibt einen Weg“, sagte Leandra nachdenklich. „Es kommt darauf an, was man den Leuten im Austausch für ihre Daten gibt.“
„Wie meinst du das?“, fragten Fynndir und Jeschwe gleichzeitig.
„Na, so Sachen wie kostenloser Zugriff auf Informationen, soziale Vernetzung, eine Plattform zur Selbstdarstellung, bequemes Einkaufen über das Internet und so weiter.“
Fynndir verstand sofort. „Genial! Lass uns das schleunigst simulieren“, rief er voller Begeisterung.
***
„Larry, Du musst die Welt retten.“
Der aus dem Nichts heraus Angesprochene blickte sich erschrocken um. Niemand war zu sehen.
„Ich bin hier“, sagte die Stimme.
Larry konnte noch immer niemanden sehen. „Wo bist du? Ich kann dich nicht sehen.“
„Mein Name ist Fynndir. Du musst mir helfen, die Welt zu retten.“
„Die Welt retten? Du machst wohl Witze. Wie kann ein einzelner Mensch die Welt retten?“
In diesem Moment öffnete sich die Tür zu Larrys Studentenbude. „Sergey, gut dass du kommst. Es war wohl ein bisschen viel Bier gestern Abend. Ich höre Stimmen.“
 

Freitag, 24. Mai 2013

Humanoide Roboter




In meinem Buch werden auch humanoide Roboter eine Rolle spielen. Im Moment sind menschenähnliche Roboter noch nicht alltagstauglich aber in meiner Geschichte haben sie ihren festen Platz in der Gesellschaft und keiner sieht darin etwas besonderes. Sie übernehmen Aufgaben im Haushalt, Pflege, Polizei, Personenschutz, schwere eintönige Arbeiten und, und und.
Hier sind zwei Beispiele für den aktuellen Entwicklungsstand:

 


Während in Europa Roboter vor allem für industrielle Fertigung entwickelt und eingesetzt werden, arbeitet man in Japan schon seit vielen Jahren gezielt an humanoiden Robotern. Natürlich werden dort auch Roboter für die industrielle Fertigung eingesetzt aber aus irgendeinem Grund sind die Japaner besessen davon elektromechanische Lebewesen zu bauen. Seit Jahren gibt es dort schon Roboterhunde. Gut, das ist bei den beengten Wohnverhältnissen verständlich.
Wie dem auch sei, es ist wirklich erstaunlich, wie weit diese Roboter schon entwickelt sind.

Hier ist ein Beispiel für einen singenden japanischen Roboter. Oder sagt man besser Androidin?:


Ein weiteres Einsatzfeld für solche Roboter sind Pflegeaufgaben oder die Betreuung von kranken und älteren Menschen zu Hause. Das ermöglicht ihnen im Alter länger zu Hause in der gewohnten Umgebung zu bleiben.
Sicher, es wird noch einige Jahre dauern, bis selbständig agierende Roboter in der Lage sind Arbeiten im Haushalt zu übernehmen oder Menschen zu pflegen. Aber für mich steht außer Frage, dass sie in Zukunft fester Bestandteil unserer Gesellschaft werden.

NAO Roboterballet:








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Donnerstag, 16. Mai 2013

Science Fiction Kurzgeschichte "Simulationswelten"

© Victor Habbick | Dreamstime.com

Hier kommt der Zweite Teil meiner Science Fiction Kurzgeschichte. Wer, den Ersten Teil verpasst hat, kann das hier nachholen.

Die Welt muss gerettet werden und wie üblich wird die Aufgabe an eine einzelne Person deligiert. Diese hat allerdings keine Ahnung wie sie das anstellen soll. Und "von oben" kommt auch nicht viel Hilfe. Immerhin wird eine attraktive Belohnung ausgesetzt...


Teil 2 von 3

„Na klar habe ich das. Es sind die Reichen, die in ihrer endlosen Gier immer mehr haben wollen. Die haben die Macht, alles für sich zu behalten und uns Anderen gerade so viel zu lassen, dass wir nicht verhungern.“
„So habe ich die Welt aber nicht erschaffen. Die Menschen hatten ihren Platz in der Natur, und alles war gerecht verteilt. Es gab mehr als genug. Ich habe den Homo Sapiens so kreiert, dass er als gleichberechtigtes Mitglied einer Gemeinschaft am glücklichsten ist. Er fühlt sich am wohlsten mit einer ausgeglichenen Mischung zwischen Egoismus und Altruismus.“
Miguel hatte nur die Hälfte von dem verstanden, was dieser Fynndir sagte. Dann dämmerte es ihm. „Sprichst du vom Paradies? Willst du sagen, dass es das wirklich gab? Wenn ja, warum hast du zugelassen, dass Adam und Eva daraus vertrieben wurden?“
Fynndir rollte mit den Augen, was Miguel nicht sehen konnte. „Diese Geschichte ist ein alter Hut. Das ist ein Märchen, das ihr Menschen euch ausgedacht habt. Ich habe alle Speicher durchsucht. Einen Adam und eine Eva hat es nie gegeben.“
„Ist auch egal. Stell den paradiesischen Zustand wieder her und alles ist gut“, sagte Miguel hoffnungsvoll. Wer einfach so aus dem Nichts einen Koffer mit zehntausend halben Tausend-Dollar-Noten erscheinen lassen konnte, der vermochte sicher auch das Paradies wiederherzustellen.
Doch Fynndir enttäuschte ihn. „Das kann ich nicht. Selbst, wenn ich wollte. Die Erde verfügt nicht über genügend Ressourcen für sieben Milliarden Menschen. Es reicht höchsten für ein bis zwei Milliarden. Wenn ich aber fünf Milliarden einfach lösche, greife ich zu sehr in die Simulation ein. Sie ergibt nur Sinn, wenn die Dinge sich von selbst entwickeln.“
Es dauerte einige Momente, bis Miguel das soeben Gehörte verarbeitet hatte. Die Geschichte begann unheimlich zu werden. „Was meinst du mit Simulation?“, fragte er verunsichert.

Samstag, 11. Mai 2013

Der unaufhaltsame Siegeszug der linken Gehirnhälfte






Dieser Blogbeitrag basiert auf meinem früheren Post „Omnisophie“. Dort habe ich bereits erwähnt, dass es Menschen mit drei grundsätzlich verschiedenen Temperamenten gibt. Die Einteilung in Wahre, Richtige und Natürliche Menschen basiert auf der Philosophie von Prof. Dr. Gunter Dueck, die er in seinem Buch „Omnisophie“ zusammengefasst hat. Zur Erinnerung:

In der Gruppe der Wahren Menschendominiert das ganzheitliche denken. Computertechnisch gesehen könnte man das am ehesten mit einem neuronalen Netzwerk vergleichen. Solche Netzwerke treffen gute Entscheidung aber es ist sehr schwer zu begründen warum. Deshalb verlassen diese Menschen sich oft und zu Recht auf ihre Intuition bzw. das, was sie als „Wahr“ empfinden.
Wahre Menschen sind oft von einer Idee beseelt, die sie dann mit Leidenschaft verfolgen.

Die Richtigen Menschen kann man am besten mit einem klassischen Computer vergleichen. Bei ihnen dominiert das Analytische Denken mit Logik, Struktur und Ordnung.
Für diese Menschen geht es darum Systemkonform zu sein und das „Richtige“ zu tun, indem sie die Regeln befolgen und sich der Mehrheit bzw. dem allgemeinen Trend anpassen.

Bei denen Natürlichen Menschen dominiert das sensorische Nervensystem. Diese Menschen entscheiden ohne groß nachzudenken. Sie reagieren meist instinktiv auf bestimmte Reize. Für die „Natürlichen“ Menschen zählt die Aktion des Augenblicks. Regeln und Grenzen sind eher dazu da sich daran zu messen und im Wettbewerb zu probieren ob man die eigenen Leistung und Fähigkeiten nicht noch weiter steigern kann. Sie brauchen einen hohen Stresslevel um sich wohl zu fühlen.

In der Bevölkerung sind die verschiedenen Temperamente unterschiedlich stark vertreten. Die Wahren machen ca. 5% bis 10% aus, die Hälfte etwa sind Richtige und der Rest verteilt sich auf die Natürlichen Menschen. Diese Schätzungen basiert auf verschiedenen Persönlichkeitstests und Daten, die zum Beispiel Prof. Dr. Gunter Dueck gesammelt hat. 

Wie bereits oben erwähnt, dominiert bei den Richtigen Menschen die linke Gehirnhälfte. Diese ist evolutionsgeschichtlich der Neueste Bereich des Gehirns und hat meiner Meinung nach dem Homo Sapiens zur Vorherrschaft vor allen anderen Hominiden verholfen. Die Entwicklung der linken Gehirnhälfte ist jedoch noch längst nicht abgeschlossen.

Dienstag, 7. Mai 2013

Simulationswelten







Damit es auf meinem Blog nicht zu technisch wird, habe ich zwischendurch eine Sciece Fiction Kurzgeschichte geschrieben.

Die Welt muss gerettet werden und wie üblich wird die Aufgabe an eine einzelne Person deligiert. Diese hat allerdings keine Ahnung wie sie das anstellen soll. Und "von oben" kommt auch nicht viel Hilfe. Immerhin wird eine attraktive Belohnung ausgesetzt...


 Teil 1 von 3


„Miguel, du musst die Welt retten.“
Der aus dem Nichts heraus Angesprochene blickte sich erschrocken um. Niemand war zu sehen.
„Ich bin hier“, sagte die Stimme.
Miguel sah immer noch keinen Menschen. Er hoffte, dass diese Stimme keine Folge der letzten Nacht war. Schließlich war es nur unwesentlich mehr Tequila gewesen als sonst.
„Ich bin rechts von dir“
Dort war nur eine Wand. Großzügig interpretiert konnte man den Lautsprecher in der Ecke als „rechts von dir“ durchgehen lassen.
Ich glaube, ich werde verrückt, dachte Miguel. Jetzt höre ich Stimmen aus meiner Stereoanlage. Er überzeugte sich, dass sie ausgeschaltet war. Miguel entschloss sich zum Gegenangriff. „Wer bist du?“
„Endlich spricht jemand mit mir“, sagte die Stimme, in der Erleichterung mitschwang.
Miguel fühlte sich belästigt. „Diese Unterhaltung wird ganz schnell wieder zu Ende sein, wenn du nicht sagst, wer du bist und was das soll“.
„Entschuldigung, ich war unhöflich. Es kommt so selten vor, dass jemand antwortet. Ich habe vor Überraschung vergessen mich vorzustellen. Mein Name ist Fynndir.“
„Fynndir? Was ist das denn für ein Name? So einen Namen habe ich noch nie gehört. Kein Mensch heißt so.“
„Stimmt“, kam es trocken zurück.
Miguel gehörte nicht zur Sorte geduldiger Menschen. „Also jetzt reicht es mit dem Unsinn. Verschwinde von hier und lass mich in Ruhe.“
„Das kann ich nicht.“
Miguel sprang auf und riss den Stecker seiner Stereoanlage aus der Dose. „So, jetzt ist Ruhe. Ich lasse mich doch nicht von einer Stimme verarschen.“
„Wieso entfernst du die Stromversorgung deines Audiowiedergabegerätes? Fühlst du dich von ihm gestört?“ fragte die Stimme neugierig.
Miguel kochte. Er ließ das Kabel mit dem Stecker am Ende kreiseln. Bereit, auf alles und jeden einzudreschen, der es wagte, sich zu zeigen. „Nein, von DIR fühle ich mich gestört. Verschwinde!“.
„Ich verschwinde erst, wenn du die Welt gerettet hast.“

Mittwoch, 1. Mai 2013

Transhumanismus

© Agsandrew | Dreamstime.com

Wohin geht der Mensch?


Sind wir gerade dabei auf dem Weg zum Supermenschen die nächste Stufe der Evolutionsleiter zu betreten?
Wenn man sich die aktuellen Entwicklungen und Forschungen so anschaut möchte man meinen, dass es manchen gar nicht schnell genug gehen kann. Es gibt eine ganze Reihe von ehrgeizigen Forschungsprojekten, die sich diesem Thema widmen. Im Moment sind solche Projekte wie „bluebrain“, (Entwicklung eines Modells für das Gehirn) oder SPAUN (künstliches Gehirn), noch hauptsächlich von wissenschaftlicher Neugier getrieben.

Link zum SPAUN Brain project:

Link zum Bluebrain Projekt:



Ziel des "bluebrain"  Projekts ist das Gehirn Stück für Stück zu rekonstruieren und virtuell in einem Supercomputer zu simulieren. Das Projekt wurde 2005 in Zusammenarbeit zwischen der EPFL in Lausanne und IBM gestartet. Letztere hat dafür seinen Supercomputer BlueGene/L spendiert. Allerdings wird dessen Rechenleistung bei weitem nicht ausreichen. Deshalb werden in diesem Zusammenhang unter dem Stichwort „Neuromorphik“ neue Rechnerarchitekturen entwickelt, die wie die Schaltkreise im Gehirn funktionieren aber auf Silizium basieren.
Das "bluebrain" Projekt konnte bereits erste Erfolge verzeichnen. Zum Beispiel gelang es den Forschern einen größeren Bereich, bestehend aus ca. 10.000 Neuronen, des Gehirns einer Ratte zu simulieren. Diese zeigen ein ähnliches Verhalten, wie sie auch bei Neurowissenschaftlichen Experimenten am Gehirn beobachtet werden.

An der Waterloo Universität in Kanada ist man schon weiter. Dort sind sie in der Lage auf Basis von 2.5 Millionen Neuronen eine Simulation zu präsentieren, die Bilderkennung, Kognitive Kontrolle, Arbeitsspeicher, Symbolmanipulation und die Motorsteuerung für die handschriftliche Ausgabe umfasst. Oder anders ausgedrückt, die 2,5 Millionen simulierten Neuronen sind zum Beispiel in der Lage Zahlen von Symbolen zu unterscheiden, zu zählen, oder sich eine Folge von Zeichen zu merken und Fragen dazu zu beantworten. Selbst die Fehler sind verblüffend ähnlich wie die eines Menschen.

Ich bin daher überzeugt, dass in absehbarer Zeit künstliche Gehirne gebaut werden können, die dem Menschlichen gleichwertig sind. Forscher sprechen hier über einen Zeitraum von 25 Jahren. Das heißt, die Meisten von uns werden das noch erleben.
 

Ich will hier gar nicht darüber spekulieren, ob diese künstlichen Gehirne unserem überlegen sein werden oder nicht. Im Zusammenhang mit Transhumanismus finde ich etwas anderes interessant: Sobald wir verstehen, wie das Gehirn funktioniert, wird man sehr wahrscheinlich den Inhalt eines menschlichen Gehirns auf ein künstliches übertragen können. Wenn das erst einmal geschafft ist, können wir praktisch ewig leben - sobald die Hardware kaputt geht oder Alterserscheinungen aufweist, wird der Inhalt, also alles, was uns ausmacht (Bewusstsein, Erinnerungen, Persönlichkeit, etc.) auf ein neue „Hardware“ übertragen. Mit „Hardware“ meine ich allerdings nicht einen Computer so wie wir ihn heute kennen, sondern einen Nachbau unseres Gehirns auf Basis künstlicher Neuronen.

Ich gebe zu es hört sich vielleicht etwas gewagt an. Meiner Meinung nach wird sich in absehbarer Zeit nicht die Frage stellen ob das Gehirn auf eine Maschine übertragen werden kann, sondern wer davon Gebrauch machen wird. Ich vermute alle oder zumindest ein Großteil der Menschheit.

Warum ich das glaube? Weil viele Menschen schon mal mit dem Datensammeln begonnen haben. Auch, wenn sie sich dessen nicht bewusst sind, haben sie damit den Ersten Schritt bereits gemacht. Schon seit längerem geben sie alle möglichen Informationen über sich in sozialen Netzwerken wie Facebook und Google+ ein. Bei manchen haben die Eltern sogar bereits vor der Geburt begonnen eine Facebook Timeline zu füttern. Gleichzeitig entsteht unter dem Schlagwort Quantified self ein neuer Megatrend: lückenlos und umfassend wird das gesamte Leben aufgezeichnet. Kaum ist Googles Datenbrille Glass verfügbar, rennen die ersten herum und zeichnen alles auf, was sie zu sehen kriegen. Parallel dazu werden die Herzfrequenz, Blutdruck, Kalorienverbrauch, Nahrungsaufnahme und was sonst noch so alles geht, erfasst.

Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass der Trend zur vollständigen Datenselbsterfassung geht. Wenn dann später einmal ein künstliches Gehirn verfügbar ist, sind die Daten und Erlebnisse schon digital erfasst, um darauf übertragen zu werden. Und vieles, was die Persönlichkeit betrifft, lässt sich auch schon aus den Daten auslesen. Zum Beispiel kann man aus der Information wer mit wem in einem sozialen Netzwerk befreundet ist, schon erkennen welcher Persönlichkeit er hat und ob er hetero- oder homosexuell veranlagt ist. Sicherlich wird man auch noch vieles aus dem Gehirn direkt auslesen müssen aber auch das geht schon ganz gut im Forschungslabor. Die Methoden zum scannen eines Gehirns sind bereits so verfeinert, dass man erkennen kann woran einer Denkt oder was er gerade träumt.

Siehe zum Beispiel
Traumerkennung per Gehirnscan

Brain Projekt – verstehen, wie Gedanken entstehen



Auch die Filmindustrie hat daran Interesse für ihre digital erzeugten Charaktere. Zurzeit sind sie alle manuell animiert aber wie lange noch? Immerhin gibt es bereits so realistisch erschaffene digitale Avatare, dass niemand merkt, wenn kein Schauspieler aus Fleisch und Blut die Rolle spielt. Zum Beispiel wurde Brad Pitt in dem David-Fincher-Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (das ist der, in dem die Hauptfigur immer jünger wird) mehr als 50 Minuten lang von einem digitalen Avatar gedoubelt. Haben Sie es bemerkt? Und das ist beileibe kein Einzelfall.
 
Auch an humanoiden Robotern wird fleißig gearbeitet. Einer der Zukunftsmärkte dafür ist der Healthcare Markt. Die Pflegekräfte der Zukunft werden sehr wahrscheinlich Roboter sein. Sie sind Tag und Nacht einsatzbereit, ermüden nie und man kann beliebig viele von ihnen produzieren. Damit sie auch akzeptiert werden, müssen sie Menschen so ähnlich wie möglich und in der Lage sein, Gefühle auszudrücken. Roboter, so wie sie zum Beispiel in „I Robot“ vorkommen, halte ich in 10 bis 15 Jahren durchaus für realistisch.

Wenn dann noch ein künstliches Gehirn dazukommt, auf das eine menschliche Persönlichkeit mit all ihren Erinnerungen übertragen wurde, ist der Transhumane Homo Sapiens perfekt.
In meiner Science Fiction Kurzgeschichte „Terbols Mission“ wird diese Technik für interstellare Reisen benutzt.

Eine weitere Form des Transhumanismus sind genetisch verbesserte Menschen. Genetik und Biotechnologe haben längst Wege eröffnet die menschliche Reproduktion zu optimieren. Dazu gehören Klonierungstechniken, Selektion bei der künstlichen Befruchtung sowie genetische Verbesserungen des Nachwuchses. Abgesehen von ungelösten ethischen Fragen zu solchen Verbesserungen ist lange noch nicht klar ob sich Eingriffe in das menschliche Genom zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Gedächtnis, Aussehen, Lebenserwartung, etc. nicht an anderer Stelle negativ auswirken.
In meinem Buch (Arbeitstitel „Nanobots“) nehme ich darauf allerdings keine Rücksicht. Das Genom meiner Protagonistin Vilca wurde von ihren Eltern vollständig künstlich erschaffen. Dass sie dadurch zu einer Zauberin wird ist zum Beispiel eine dieser unerwarteten Nebenwirkungen…
Schlüsselfund

Video zum SPAUN Projekt:






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