Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Dienstag, 7. Mai 2013

Simulationswelten







Damit es auf meinem Blog nicht zu technisch wird, habe ich zwischendurch eine Sciece Fiction Kurzgeschichte geschrieben.

Die Welt muss gerettet werden und wie üblich wird die Aufgabe an eine einzelne Person deligiert. Diese hat allerdings keine Ahnung wie sie das anstellen soll. Und "von oben" kommt auch nicht viel Hilfe. Immerhin wird eine attraktive Belohnung ausgesetzt...


 Teil 1 von 3


„Miguel, du musst die Welt retten.“
Der aus dem Nichts heraus Angesprochene blickte sich erschrocken um. Niemand war zu sehen.
„Ich bin hier“, sagte die Stimme.
Miguel sah immer noch keinen Menschen. Er hoffte, dass diese Stimme keine Folge der letzten Nacht war. Schließlich war es nur unwesentlich mehr Tequila gewesen als sonst.
„Ich bin rechts von dir“
Dort war nur eine Wand. Großzügig interpretiert konnte man den Lautsprecher in der Ecke als „rechts von dir“ durchgehen lassen.
Ich glaube, ich werde verrückt, dachte Miguel. Jetzt höre ich Stimmen aus meiner Stereoanlage. Er überzeugte sich, dass sie ausgeschaltet war. Miguel entschloss sich zum Gegenangriff. „Wer bist du?“
„Endlich spricht jemand mit mir“, sagte die Stimme, in der Erleichterung mitschwang.
Miguel fühlte sich belästigt. „Diese Unterhaltung wird ganz schnell wieder zu Ende sein, wenn du nicht sagst, wer du bist und was das soll“.
„Entschuldigung, ich war unhöflich. Es kommt so selten vor, dass jemand antwortet. Ich habe vor Überraschung vergessen mich vorzustellen. Mein Name ist Fynndir.“
„Fynndir? Was ist das denn für ein Name? So einen Namen habe ich noch nie gehört. Kein Mensch heißt so.“
„Stimmt“, kam es trocken zurück.
Miguel gehörte nicht zur Sorte geduldiger Menschen. „Also jetzt reicht es mit dem Unsinn. Verschwinde von hier und lass mich in Ruhe.“
„Das kann ich nicht.“
Miguel sprang auf und riss den Stecker seiner Stereoanlage aus der Dose. „So, jetzt ist Ruhe. Ich lasse mich doch nicht von einer Stimme verarschen.“
„Wieso entfernst du die Stromversorgung deines Audiowiedergabegerätes? Fühlst du dich von ihm gestört?“ fragte die Stimme neugierig.
Miguel kochte. Er ließ das Kabel mit dem Stecker am Ende kreiseln. Bereit, auf alles und jeden einzudreschen, der es wagte, sich zu zeigen. „Nein, von DIR fühle ich mich gestört. Verschwinde!“.
„Ich verschwinde erst, wenn du die Welt gerettet hast.“


Das war zu viel für Miguel. Er begann mit dem Kabel wild durch die Luft zu peitschen. Dabei ging jede Menge Glas und Porzellan zu Bruch. Immerhin bewahrte er noch so viel Vernunft, seine geliebte Stereoanlage und den Fernseher zu verschonen. Dabei schrie er immer wieder „Verschwinde!“ und „Lass mich in Ruhe!“, begleitet von diversen Schimpfwörtern. Diesbezüglich war sein Sprachschatz so unerschöpflich wie die Bibliothek von Amazon. Schließlich hatte er sich so weit abreagiert, dass er erschöpft auf seiner Couch niedersank.
„Fühlst du dich jetzt besser?“, fragte die Stimme besorgt.
Miguel seufzte. Zu einem erneuten Wutausbruch fehlte ihm die Energie. „Sag jetzt endlich, was du von mir willst“, antwortete er resigniert.
„Das sagte ich schon“.
Miguel musste einen Moment nachdenken. Dann fiel es ihm wieder ein. „Du willst Unmögliches“, protestierte er. „Ich bin allein und es gibt so viel Schlechtes auf der Welt. Wo soll ich anfangen?“
„Das wüsste ich auch gerne“, sympathisierte die Stimme. „Du musst mir helfen herauszufinden warum alles schief läuft, damit ich es korrigieren kann.“
Miguel blickte sich misstrauisch um. „Bist du Gott?“
Es dauerte einen kurzen Moment, bis er eine Antwort bekam. „Das kommt ganz auf den Standpunkt an. Aus meiner Sicht bin ich kein Gott. Aus deiner Sicht verfüge ich über alle Eigenschaften, die man von Göttern erwartet. Ich bin allwissend und allmächtig. Ich kann gütig sein und grausam. Ich verbreite Liebe und Hass. Ich bestimme über das Schicksal der Menschheit.“
Miguel war nicht sonderlich beeindruckt. „Na, soweit kann es damit auch wieder nicht her sein. Wozu brauchst du Hilfe, wenn du wirklich allwissend und allmächtig bist?“
„Selbst Götter unterliegen der Fügung“, wich Fynndir einer direkten Antwort aus. „Ich muss herausfinden, warum der Wohlstand und die Ressourcen so ungleich verteilt sind.“
Miguel zuckte mit den Schultern. „Das sieht doch ein Blinder. Weil die Reichen und Mächtigen alle anderen ausbeuten. Wenn du wirklich allmächtig bist, brauchst du bloß das zu ändern und alles wird gut. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen. Und wenn du gerade dabei bist, hätte ich gerne noch zehn Millionen US-Dollar, eine dicke Yacht in Miramar, und dass sich Beyoncé Knowles in mich verliebt und mir alle Wünsche von den Augen abliest. Oder bist du kein Gott und kriegst das nicht hin?“
„Wenn du mir hilfst kannst du die zehn Millionen und die Yacht haben. Das mit Beyoncé geht allerdings nicht. Die ist eine Nuono. Als Alternative könnte ich dir Charlize Theron oder Eva Longoria anbieten.
Miguel war verwirrt. Bisher hatte er Beyoncé für eine US-Amerikanerin gehalten. Schließlich siegte seine angeborene Skepsis. „Das sind doch nur leere Worte. Wenn ich dir helfen soll, musst du schon etwas Konkretes bieten.“
„Mach den Koffer auf und schau nach“, sagte Fynndir.
Miguel blickte sich suchend um. „Welchen Koffer?“
„Oh, entschuldige. Ich habe vergessen, dass du mich nicht sehen kannst. Sieh nach im Schrank.“
Während sich Miguel aufmachte seinen Koffer zu holen, fuhr Fynndir fort. „Das ist wirklich zu dumm. Es wäre leichter für uns beide, wenn du mich sehen könntest. Kannst du dich nicht etwas mehr öffnen?“
Miguel hatte keine Ahnung wie er das anstellen sollte. Noch mehr Tequila trinken wollte er nicht. Deshalb entschied er sich für das Einfachere und öffnete den Koffer. Er betrachtete den Inhalt für ein paar Sekunden. Schließlich griff er hinein, holte ein Bündel heraus und hielt es in die Höhe.
„Willst du mich verarschen?“, rief er aufgebracht. „Was soll der Unfug, mir lauter halbe Tausend-DollarNoten zu geben? Damit kann ich nichts anfangen!“
„Betrachte es als Vorschuss“, sagte Fynndir geduldig. „Du bekommst eine Hälfte jetzt und die andere, wenn du mir geholfen hast.“
Miguel ließ sich in die Polster seiner Couch zurücksinken. „Du scheinst es wirklich ernst zu meinen. Aber ich habe keine Ahnung, wie ich dir helfen kann. Das Leben ist ungerecht. Immer. Sogar jetzt. Ich muss zwei Jobs machen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Du kommst ungefragt in mein Leben geschneit, und gibst mir einen Koffer mit zehn Millionen Dollar. Trotzdem habe ich immer noch keinen Cent mehr als vorher. Nicht mal zur Bank kann ich damit gehen. Die verhaften mich sofort, wenn ich damit aufkreuze.“
Fynndir musste seine aufkommende Verzweiflung unterdrücken. Was er auch versuchte, es endete immer gleich. Niemand schien ihm helfen zu können. „Denk nach“, versuchte er Miguel zu motivieren. „Es ist ein Glücksfall für uns beide, dass du dein Leben als ungerecht empfindest. Du musst doch eine Idee haben, wer oder was dafür verantwortlich ist.“

Fortsetzung folgt...

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Virtual Space Composition

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