Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Montag, 29. Juli 2013

Motorradrennen - Teil 1



© Dmytro Tolokonov | Dreamstime.com




In meinem letzen Blog hatte ich zur Vorbereitung das Ausgangsszenario für mein Buch beschrieben.
Mein Protagonist Sam liebt Simulatoren. Da kann man sich gefahrlos einen Kick holen. Die Technologie ist so weit fortgeschritten, dass die Action fast nicht mehr von der realen Welt unterschieden werden kann. Meint er.
Seine Freundin Sophie ist da ganz anderer Ansicht. Einen Kick bringt es ihr nur, wenn die Gefahr echt ist, wenn es also in der realen Welt passiert und das Risiko möglichst hoch. Sie ist süchtig danach. In einem System, das auf absolute Sicherheit, Vorsorge, Kontrolle, Überwachung und Risikominimierung bedacht ist, muss das früher oder Später zu einem Problem führen….

10.  Kapitel

"Los komm schon Sam. Wir machen ein Rennen." Sophie drehte am Gas und ihr Motorrad heulte auf.
Sam seufzte. Warum mussten es unbedingt diese altmodischen Benzinmotorräder sein? Er hasste die Dinger. Sie machten einen Höllenlärm, waren unzuverlässig und stanken. Sam ergab sich seinem Schicksal. Er hatte gewusst, dass sie ihn zu diesem Wettrennen herausfordern würde. Mittlerweile kannte er seine Freundin lange genug. Aber diesmal war er vorbereitet.
Wie immer wartete Sophie nicht ob Sam bereit war. Sie brauste einfach davon. Sam folgte ihr.
Als der entscheidende Moment gekommen war gab er Vollgas. Der Motor gab seine akustische Zustimmung und zeigte ihm damit an, dass er bereit war sein Äußerstes zu geben. Die Maschine reagierte darauf indem sie einen Satz nach vorne machte. Sam kannte die Passstraße in und auswendig. An dieser Stelle konnte man einige Kurven fast gerade durchfahren. Wenn man darauf vertraute, dass niemand entgegen kam. Der Abstand zum Motorrad vor ihm verkürzte sich. Er konnte seine Vorfreude kaum unterdrücken. Endlich konnte er es ihr zeigen. Wenigstens ein Mal im Leben wollte er schneller sein als sie. Monatelang hatte er dafür trainiert. Er war voll im Fokus. Alles war Eins. Die Straße, das Motorrad und er selbst. Ein wunderbares Gefühl. Pures Adrenalin floss durch seine Adern. Meter um Meter holte er auf. Schon war er direkt hinter ihr. Gleich würde die Stelle kommen, an der er überholen konnte. Es war die einzige Stelle, die so kurz vor dem Ziel noch dafür in Frage kam. Sam ging das Überholmanöver in Gedanken zum millionsten Mal durch. Sollte er es wagen? Alles war perfekt. Er musste es tun. Es gab kein Zurück. So eine Chance würde nie wieder kommen. Im Grunde genommen war es Wahnsinn auf einer Passstraße in einer Kurve innen zu überholen. Aber es gab keine andere Möglichkeit. Er hatte alle möglichen Varianten durchprobiert und verworfen.
Sophie legte ihr Motorrand in die Kurve. Sam folgte der Bewegung. Alles was er tun musste war die Geschwindigkeit zu halten und sein Motorrad flacher zu legen als sie. Der Rest war Mathematik. Auf der Innenseite war der Radius kleiner und demzufolge der Weg durch die Kurve kürzer. So würde er an ihr vorbeikommen und hätte gewonnen. Zum Ersten Mal. Der Sieg war zum Greifen nah. Es konnte nicht schiefgehen. Sam hatte es oft genug simuliert. Diesmal war es keine. Noch nie hatte er das Leben so gespürt wie in diesem Moment. Endlich verstand er was seine Freundin daran so liebte. Mittlerweile war er auf Höhe ihres Hinterrades. Sein Knie schwebte nur Millimeter über der Straße.
Sam sah das Unheil wie in Zeitlupe auf sich zukommen. Es gab keine Möglichkeit der Katastrophe auszuweichen. Er lag so flach in der Kurve, dass seine Reifen auf dem Split sofort den Halt verloren. Sein Motorrad rutschte seitlich in ihr Hinterrad. Sie hatte keine Chance zu reagieren. Sophies Motorrad schleuderte, sie verlor die Kontrolle, prallte gegen einen Felsbrocken am Straßenrand und wurde im hohen Bogen durch die Luft geschleudert. Das Geräusch des Aufpralls war das hässlichste, was Sam jemals gehört hatte.
Sam rutschte zusammen mit seinem Motorrad über die Straße. Alles verschwamm um ihn herum und ein Heulen marterte seine Ohren. Sämtliche Airbags wurden ausgelöst und dämpften den Aufprall an der Felswand. Trotzdem verlor er das Bewusstsein.
***
Das Mädchen hatte nur auf den Moment gewartet. Den Augenblick nutzend, als ihr Vater zurück in den Stall ging, schwang sie sich auf den Hengst. Dem ging es genauso. Er wartete nicht, bis ihm das Mädchen die Sporen gab. Er galoppierte sofort lost. Auch dachte er nicht daran den Korral durch das Gatter zu verlassen, sondern sprang einfach über den Zaun. Yipppiiiieeeehhh schrie das Mädchen und spornte das Pferd weiter an. Schneller Wakanda, schneller, rief sie ihm zu und legte sich flach über den Hals. Ihre Haare flatterten hinter ihr her wie ein Panther, der versuchte sie einzuholen.
Sam überlegte nicht lange sondern schwang sich ebenso auf sein Pferd und galoppierte seiner Freundin hinterher.
Erst jetzt kam ihr Vater aus dem Stall gerannt. Ihm blieb nur noch den Staubfahnen hinterher zu sehen.
Sophie genoss es am Limit zu reiten. Sie spornte ihr Pferd zur Höchstleistung an. Sie wusste, dass es gefährlich war in dem Gelände so schnell zu reiten. Gerade das reizte sie. Für das Pferd war sie eigentlich noch zu klein. Das reizte sie noch mehr. Ihre Sinne waren aufs schärfste gespannt. Neben ihr flog die Landschaft vorbei während sie vor sich alles bis ins Kleinste Detail wahrnahm. Sie fühlte sich eins mit ihrem Pferd und es reagierte auf die geringste Bewegung. Mit sicherem Instinkt lenkte Sophie den Hengst. Kleineren Hindernissen wich sie aus, über größere sprang sie hinweg. Schon tauchte der Fluss vor ihr auf. Zu dieser Jahreszeit führte er wenig Wasser und sie überquerte ihn im vollen Galopp. Nur in Momenten wie diesen lebte sie. Alles andere war grau und eintönig. Erst am anderen Ufer angekommen verlangsamte sie das Tempo und drehte sich nach Sam um.
Sophie war enttäuscht. Sie hatte Sam auf der kurzen Strecke um eine halbe Meile abgehängt. Endlich war er da.
„Wie schaffst du es nur so viel aus Wakanda herauszuholen?“, fragte er atemlos. „Ich bin so schnell geritten, wie ich konnte. Trotzdem habt ihr mich abgehängt.“
„Nein bist du nicht“, erwiderte Sophie scharf. „Ein Pferd spürt das. Bei dir ist zu viel Verstand im Spiel. Hör auf zu denken. Du musst es spüren und fühlen. Du musst es wollen. Dann wirst du eins mit dem Pferd und es gibt alles für dich.“
Bevor Sam etwas sagen konnte blitzte es in ihren braunen Augen auf. Sie gab Wakanda die Sporen und galoppierte an ihm vorbei, wieder zurück zu der kleinen Ranch. Er blickte ihr nach. Das Bild verblasste und plötzlich war er wieder auf der Straße. Er wunderte sich warum ihm alle Knochen schmerzten. Wieso er auf dem Boden lag. Schlagartig fiel es ihm wieder ein.
Sam ignorierte seine Schmerzen, erhob sich und machte sich auf die Suche nach Sophie. So wie sie durch die Luft geflogen war, befürchtete er das Schlimmste. Ihr Motorrad war Schrott. Es roch nach heißem Öl und Benzin. Es war ihm egal ob es explodieren würde oder nicht. Zum ersten Mal hatte er Angst um seine Freundin. Hatte er einen Fehler gemacht? Sein Herz raste. Schließlich sah er sie etwa 20 Meter unterhalb der Straße auf einem Felsen liegen. Es dauerte eine Weile, bis er hinuntergeklettert war. Dabei musste er wieder an die Wettrennen aus ihren Kindertagen denken. Sophie liebte den Nervenkitzel des Risikos. Nichts konnte ihr extrem genug sein. Noch nie war ihr etwas dabei passiert. Noch nie war Sam so nahe an sie herangekommen wie heute.

Wie geht es weiter? Hat Sophie den Unfall überlebt? Das erfahrt ihr im nächsten Blog :-)






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Sonntag, 21. Juli 2013

Nanobots







Es ist eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal über mein Buchprojekt berichtet habe. Seit dem hat sich einiges getan. Mittlerweile habe ich 305 Seiten geschrieben. Nachdem ich fast jeden Tag daran arbeite, komme ich im Schnitt auf ca. eine Seite pro Tag. Allerdings kam nicht alles davon meinem Buch zugute. Zwischendurch habe ich auch noch ein paar Kurzgeschichten geschrieben. Mit zwei davon habe ich an Schreibwettbewerben teilgenommen.
 Akkurat Verpackt“ war mein Erster Wettbewerbsbeitrag bei BookRix und hat den 3. Platz gewonnen. Das Thema war „Verdacht auf Mord“. Eigentlich mag ich Krimis nicht so besonders aber das Thema war vorgegeben. Zuerst wollte ich nicht so recht aber dann habe ich mich doch entschlossen einen Krimi zu schreiben. Immerhin konnte ich den Mordfall in den Cyberspace verlegen. Der Mörder ist…
nein, nicht der Gärtner. Wenn ihr wissen wollt, wer es war, müsst ihr die Geschichte schon selber lesen. Auf jeden Fall hat er die Leiche akkurat verpackt.
Aktuell nehme ich mit dem Thriller „Das Netz des Dämons“ an dem Schreibwettbewerb „wenn es dunkel wird“ von Neobooks teil. Bis jetzt haben über 1400 Leser meine Kurzgeschichte über einen Steinzeitjäger, der von einem Dämon gequält wird, aufgerufen. Ob sie sie auch wirklich zu Ende gelesen haben weiß ich nicht. Das kriegt man nicht angezeigt.
Am 28. Juni wurde die Teilnahmephase abgeschlossen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich erst Mitte August bekanntgegeben. Ich bin schon gespannt, wie die Jury sich entscheidet. Die Konkurrenz ist groß. Unter den 350 Wettbewerbsbeiträgen sind jede Menge guter und sehr guter Geschichten.

Zurück zu meinem Buch. Vorerst habe ich den Arbeitstitel „Nanobots“ gewählt. Das sind winzig kleine Roboter, die wie Ameisen zusammenarbeiten und als Schwarm agieren oder zu einer größeren Maschine oder einem Roboter zusammengebaut werden können. Diese Nanobots spielen in meinem Buch eine große Rolle, kommen aber erst später dazu.
Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Und die ist gar nicht so rosig, wie man sich vielleicht erhofft. Aber auch nicht ganz so dystopisch, wie viele Untergangspropheten vorhersagen.
Tatsache ist, es gibt über 10 Milliarden Menschen, die versorgt und zufrieden gestellt werden müssen. Das erfordert eine ausgetüftelte Logistik und Administration, die weitgehend an Computer delegiert wurden. Natürlich führt das auch zu erheblichen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten. Da die Ressourcen begrenzt sind kann nicht mehr jeder alles haben. Jemand muss also die Entscheidung treffen, wer was wirklich benötigt. Und das sind – wie könnte es anders sein – Computer.
Damit das Ganze funktioniert, ist eine durchdringende und lückenlose Überwachung erforderlich. Auch die wird auch von Computern bzw. Programmen gemacht. Aus einem einfachen, praktischen Grund. Für Menschen ist das viel zu komplex. Außerdem ist man der Meinung, dass Algorithmen neutral, fair und unbestechlich sind. Theoretisch ist das zumindest sehr wahrscheinlich aber ob die Algorithmen jeden Einzelfall auch wirklich fair bewerten, kann man nicht so genau sagen. Die Programme dafür wurden zwar ursprünglich von Menschen entwickelt, haben sich aber dann durch Selbstoptimierung weiterentwickelt. Irgendwann haben die Menschen dann die Kontrolle verloren, was da genau abgeht.
Eine Chance gegen eine Computergenerierte Entscheidung zu protestieren hat man, in dem von mir beschriebenen Zukunftsszenario, so gut wie keine. Aufgrund der Beweislastumkehr müsste der Mensch der Maschine nachweisen, dass sie einen Fehler gemacht hat. Das ist praktisch unmöglich, weil niemand mehr die Algorithmen, Daten und Bewertungskriterien genau kennt und nachvollziehen kann.
Übrigens, die Beweislastumkehr ist heute bereits de Facto Realität. Jeder ist generalverdächtig, alle Daten werden erst einmal auf Vorrat gespeichert und im Zweifelsfall muss der Einzelne nachweisen, dass er unschuldig ist. Beispiele von Leuten, die wegen illegalen Downloads abgemahnt werden, obwohl sie gar keinen Computer haben, gibt’s genug. Natürlich gibt es auch viele berechtigte Abmahnungen aber wie sehr die Gerichte an die Unfehlbarkeit von Computern bzw. den Programmen und Algorithmen glauben, die darauf laufen, finde ich erschreckend.
Wie dem auch sei, in Zukunft werden die Menschen praktisch von Computern regiert und verwaltet. Sie haben es bloß noch nicht gemerkt. Vieles wird für sie dadurch einfacher und bequemer. Andere Dinge schwierig oder unmöglich. Zum Beispiel gibt es adaptive Lernprogramme, die sich an die Menschen anpassen und Wissen und Informationen für den individuellen Lernstil optimiert anbieten.
Auf der Anderen Seite werden der Konsum von weichen Drogen wie Alkohol, Nikotin, Zucker und Kalorienverbrauch (z. B. Fast-Food) streng kontrolliert. Im Prinzip muss man sich nicht daran halten aber kaum einer kann sich die erhöhten Versicherungsprämien leisten.
Manche Menschen können ganz gut damit leben, für andere sind der Verlust der Freiheit und die Totalüberwachung die Hölle. Ich habe bereits in einem anderen Blogbeitrag erklärt warum das so ist. (siehe „Warum uns Computer beherrschen werden“).
Wie immer finden die Menschen aber auch in diesem Szenario Möglichkeiten sich mit dem System zu arrangieren. Wozu gibt es denn Hacker, die gespeicherte Daten löschen oder korrigieren, die tägliche Zuckerration hochsetzen oder nicht versicherbare Gesundheitsrisiken anpassen. Wenn es ganz schlimm kommt, besorgen sie auch eine neue digitale Identität.
Alles nur eine Frage des Geldes oder der Beziehungen.
So, das ist also das Ausgansszenario für mein Buch. Das birgt jede Menge Potential für spannende Geschichten und Action. Ihr dürft gespannt sein, wie sich das Entwickelt und was so alles passiert.
In meinem nächsten Blog werde ich ein weiteres Kapitel aus meinem Buch bloggen. Wer nicht so lange warten will, kann hier schon mal reinschnuppern: „Schlüsselfund“.
Ach so, vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass die Gentechnik auch einen Riesensprung nach Vorne gemacht hat. Theoretisch können Eltern ihre Kinder nach Wunsch designen lassen. Das ist natürlich streng verboten…






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