Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Samstag, 14. Juni 2014

Meine Erfahrung mit Erzählperspektiven




Muss man sich über Erzählperspektiven Gedanken machen?

Als Leser nicht unbedingt. Als Autor sollte man schon mal darüber nachdenken. Als ich vor 2 ½ Jahren mit dem Schreiben anfing, habe ich mir allerdings noch keine großen Gedanken darüber gemacht. Ich habe einfach drauf los geschrieben und meine Geschichten so erzählt, wie es mir natürlich erschien. 

Erst als mich mein Lektor fragte, warum ich gerade diese Erzählform wählte, habe ich angefangen mich damit zu beschäftigen. Unbewusst hatte ich für meine Story die Sichtweise eines Auktorialen Erzählers gewählt und in der Vergangenheit erzählt.
Was ein Auktorialer Erzähler ist, musste ich mir erst einmal erklären lassen. Dieser tritt als allwissend Vortragender auf, der wahlweise eine neutrale Position einnehmen kann aber auch in die Sichtweise einzelner Personen eindringen und die Geschichte aus deren Sicht darstellen kann. Die Perspektive sollte man aber nicht so oft wechseln. Das verwirrt den Leser. Oder? Heute sind die Leser ja schnellere Szenenwechsel und härtere Cuts gewöhnt. Euer Feedback dazu würde mich interessieren.

Später habe ich auf Vorschlag meines Lektors andere Erzählformen ausprobiert. In meiner Kurzgeschichte „Das Netz des Dämons“, habe ich zum Beispiel zum Ersten Mal die „Ich“ Perspektive gewählt. Das war eine ziemliche Umstellung, da man sich ganz anders in die Person und die Handlung hineindenken muss. Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und erkannt welche Vorteile das für mich hat.

Zwischen Comic und Kant
Zum Beispiel fällt es mir bei der „Ich“ Erzählform besonders leicht, kurze Sätze zu bilden. Das merkt man dann auch an der Textstatistik. Es gibt verschiedene Programme Texte zu analysieren. Eines davon ist das Online Tool Stilverprechend. Es bewertet die Lesbarkeit zwischen Comic (sehr einfach) und Kant (schwere Kost). 

Meine Kurzgeschichte Das Netzt des Dämons ordnet es nahe am Comic ein.
Zu einer ähnlichen Bewertung kommt das Programm Papyrus Autor. Bei diesem Schreibprogramm, das speziell für Autoren entwickelt wurde, ist die Dokumentenstatistik bereits eingebaut, wie man hier sieht.

 

 

Es heißt ja immer, dass man bei Belletristik versuchen soll, so einfach wie möglich zu schreiben. Ich gebe mein bestes aber das gelingt mir nicht immer. Bei meinem aktuellen Buchprojekt „Nanobots“ zum Beispiel sieht es da ganz anders aus. Da besteht noch Verbesserungspotential.





Wie ihr seht, habe ich da also noch einiges zu tun. Oder kann ich das schon so lassen? Na, ich glaube eher nicht.

Das Buch ist sowieso noch längst nicht fertig. Angefangen habe ich – sow wie wahrscheinlich viele Autoren - in Microsoft WORD zu schreiben. Seit kurzem verwende ich Papyrus Autor. Diese Textverarbeitungsprogramm ist für mich eine große Hilfe und spart meinem Lektor hoffentlich viel Zeit meine Texte zu bearbeiten. Es streicht konsequent alle Dinge an, die er auch immer wieder moniert. Füllwörter sind einfach durchgestrichen. Adjektive und Adverben gleich doppelt. Hier ein Beispiel:

 


Man kann in Papyrus Autor mit aktivierter Stilanalyse schreiben, braucht dazu aber starke Nerven. Es ist ziemlich frustrierend, wenn das Wort, das man gerade schreibt sofort doppelt durchgestrichen wird.
Wenigstens weiß ich jetzt, was im Kopf meines Lektors vorgeht, wenn er meine Texte sieht.

Hier ist ein weiteres Beispiel:


Das ist schon ganz ordentlich aber es geht noch einfacher:

 

Ich denke meine Leser würden mir auch die erste Version durchgehen lassen, oder? Aber noch flüssiger als die zweite Version geht es nicht mehr.

Die „Ich“ Perspektive und Action Szenen“
Die „Ich“ Perspektive hat aber auch Nachteile. Zum Beispiel bei Action Szenen. Die aus dieser Sichtweise zu beschreiben ist oft eine Herausforderung. Wenn der Protagonist K. O. geschlagen wird, geht es erst weiter, wenn er wieder zur Besinnung kommt.
Außerdem beschränkt sich die Handlung auf das, was er sieht bzw. erlebt.
Ganz schwierig wird’s wenn er stirbt. Dann ist die Geschichte zu Ende. Meistens zumindest. In „Die Tribute von Panem“ hat Suzanne Collins einen interessanten Kniff benutzt. Im dritten Band („Mocking Jay“) schreibt sie „Instead I watch myself get shot in television“
Übersetzt: „Ich schaue im Fernsehen zu, wie ich erschossen werde“
Das ist schon irgendwie genial. Vor allem, weil im Englischen nicht zwischen er- und angeschossen unterschieden wird. Was gemeint war wurde mir erst im nächsten Satz klar, als Katniss danach weiterlebte.
So eine Szenenbeschreibung geht aber auch nur in einem totalitären Überwachungsstaat, in dem alles Videoüberwacht ist. Und natürlich auch, wie in diesem Fall, der Kampf gegen die Rebellen Live im Fernsehen gezeigt wird.
Oder wird’s das bei uns in Zukunft auch geben? Wird womöglich schon bald der Himmel voller Drohnen hängen, damit jeder alles und jeden jederzeit sehen kann?
Ein weiterer (möglicher) Nachteil dieser Erzählperspektive ist, dass dem Leser von vornherein klar ist, dass der erzählende Protagonist bis zum Schluss überlebt. Sonst könnte er ja die Geschichte nicht erzählen.
Bisher habe ich meine Geschichten in der Vergangenheit handeln lassen. Mein Lektor hat mir geraten es mal mit der Gegenwart zu probieren. Am Anfang war ich skeptisch. Ich habe mich lange dagegen gesträubt. Aber dann habe ich es doch mal probiert und Spaß daran gefunden. Man kann damit Geschichten tatsächlich schneller erzählen.
Leider muss ich jetzt alles, was ich bisher an meinem Buch geschrieben habe, überarbeiten. Das ist eine Menge Arbeit!
Hier ein Beispiel:

Alter Text:
Der Blick des Schäfers folgte dem Verlauf der Landstraße. Wie ein grauer Bandwurm wand sie sich einen kleinen Hügel hinauf. An der Kuppe flimmerte die Luft über der Straße. Die Sonne stand hoch am Himmel und versuchte alles in ihrer Reichweite zum Kochen zu bringen. Die paar Wolkenfetzen, die ihren Kater von der Gewitterparty der letzten Nacht ausschlafen wollten, hatte sie bereits in den frühen Morgenstunden verdampft.

Oder

Neuer Text:
Der Blick des Schäfers folgt dem Verlauf der Landstraße. Wie ein grauer Bandwurm windet sie sich einen kleinen Hügel hinauf. An der Kuppe flimmert die Luft über der Straße. Die Sonne steht hoch am Himmel und versucht alles in ihrer Reichweite zum Kochen zu bringen. Die paar Wolkenfetzen, die ihren Kater von der Gewitterparty der letzten Nacht ausschlafen wollten, hat sie bereits in den frühen Morgenstunden verdampft.
Welche Version gefällt Euch besser?

Nach meiner Erfahrung sind die meisten Geschichten in der Vergangenheit erzählt. Das ist scheinbar Standard. Trotzdem finde ich die Gegenwartsperspektive besser. In meinem neuen Buch „Computerdiktatur“ werde ich euch das Ergebnis zum ersten mal vorstellen. Das eBook beinhaltet zwei Geschichten. Eine von ihnen ist die Fortsetzung von „Krieg ums Internet“. 

Die andere ist eine Science Fiction Kurzgeschichte mit Aliens, überlichtschnellen Raumschiffen, Raumschlacht und so weiter. Ach ja, nebenbei muss euch noch die Welt gerettet werden.





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