Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Sonntag, 24. August 2014

Atomkoffer








Habt ihr euch auch schon immer gefragt, wie Präsidenten von Atommächten sicherstellen, dass sie jederzeit und überall Kontrolle über ihre Nuklearwaffen haben?
Dann geht es euch genauso wie den Militärs. Die haben sich die Frage bereits zu Zeiten der Kubakrise gestellt. Die Lösung ist ein sogenannter Atomkoffer. Das ist eine tragbare Steuerzentrale, von der aus jederzeit der Einsatz von Nuklearwaffen autorisiert werden kann. So eine tragbare Steuerzentrale haben sowohl der amerikanische als auch der russische Präsident. Die von Putin heißt Cheget. Bei den Amerikanern heißt der Koffer - wie könnte es anders sein – Nuclear Football.
Übrigens, auch der Chinesische Präsident hat so etwas. 
Bei den anderen Atommächten (UK, Frankreich, Israel, Pakistan, Indien, weiß ich das nicht so genau)



Kremlin.ru [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons




Damit diese mobile Kommandozentrale immer griffbereit ist, wird sie den Präsidenten von einem Militäradjutanten stets hinterhergetragen. Bei den Amerikanern ist es ein Offizier (Military Aide), der dafür speziell ausgebildet wurde und den Präsidenten beim Einsatz berät. Ich nehme an, dass es bei den Russen ähnlich ist.
Schließlich ist es ja nicht einfach ein roter Knopf, der gedrückt werden muss sondern der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte muss vorher noch auswählen mit welchen Waffen (strategische oder taktische Atombomben) er welche Ziele bekämpfen will. Er kann entscheiden, ob er nur ein einziges Cruse Missile abschießen möchte oder ganze Landstriche bzw. Länder flächendeckend bombardieren will. Und natürlich muss der Präsident eindeutig identifiziert werden. Da könnte ja sonst jeder kommen.
Der Offizier mit dem Nuclear Football folgt dem US-amerikanischen Präsidenten überall hin. Er ist dabei immer so nahe an ihm dran, dass er auf vielen Bildern mit dem Staatsoberhaupt zu sehen ist. Der Kofferträger verbringt sicherlich mehr Zeit mit POTUS (President of the United States) als seine Frau.
Hier ein Bild dazu:


US President Barack Obama and First Lady Michelle Obama walk on the South Lawn at the White House to board Marine One on April 27, 2012 in Washington, DC. Obama left Washington to visit Fort Stewart in Georgia to visit troops and to sign an Executive Order to help ensure all of America’s service members, veterans, spouses, and other family members have the information they need to make informed educational decisions and are protected from aggressive and deceptive targeting by educational institutions. AFP PHOTO/Jewel Samad (Photo credit should read JEWEL SAMAD/AFP/GettyImages)

Oh, Verzeihung! Das ist natürlich Michelle mit ihrer Handtasche. Offenbar muss sie die selber tragen.

Hier das richtige Bild:

WASHINGTON, DC - OCTOBER 27: (AFP OUT) Staff members walk to Marine One, where they will join President Barack Obama as he departs the White House, on Saturday, October 27, 2012 in Washington, DC. Obama is traveling to New Hampshire for a campaign event

Und hier eine Nahaufname:

A White House military aide and member of the US Navy carries a briefcase known as the 'football,' containing emergency nuclear weapon codes, as US President Barack Obama departs on Marine One from the South Lawn of the White House in Washington, DC, September 30, 2012. AFP PHOTO / Saul LOEB (Photo credit should read SAUL LOEB/AFP/GettyImages)


Was sich genau in dem Koffer befindet, ist natürlich streng geheim. Böse Zungen behaupten, da ist nichts weiter drin als eine Notfallration für den Präsidenten. Je nach Geschmack und Präsident, können das Salzbrezeln sein, ein Happy Meal oder Sushi.
Bei einem Gewicht von 20 Kilogramm halte ich das aber für eher unwahrscheinlich. Obwohl, manches Essen liegt bekanntlich schwer im Magen. Aber vielleicht sind neben der Brotzeit ja auch noch ein paar Goldbarren drin, für Spontaneinkäufe der FLOTUS. (First Lady of the United States). 
Natürlich ranken sich alle möglichen Verschwörungstheorien darum, was sich wirklich in dem Koffer befindet. Bei dem Gewicht wäre es durchaus möglich sogar eine kleine Atombombe darin unterzubringen. Dafür braucht man ja bekanntlich nicht mehr als 2 Kg Plutonium und ein bisschen Sprengstoff. Das ist gar nicht so abwegig. Schließlich braucht der Präsident ja ein Druckmittel, falls die Verhandlungen mal mit Nachdruck geführt werden müssen und gerade keine Laserschwerter verfügbar sind.

Wer mich kennt, weiß mittlerweile, dass ich über exzellente Beziehungen zu Geheimdiensten verfüge. Sie überwachen mich und ich wache zurück. Deshalb ist selbst der Inhalt des Nuclear Footballs, wie der Koffer im US Jargon heißt, kein Geheimnis für mich. Der Koffer ist übrigens von Zero Halliburton.

Wie dem auch sei, hier ist ein Bild mit dem Inhalt:


© Not The White House



In dem Koffer befinden sich

  • Das Black Book mit den Optionen für die Vergeltungsschläge
  • Ein Buch mit geheimen Orten, an denen der Präsident im Notfall versteckt werden kann (Man kann ja schließlich nicht erwarten, dass er das selbst weiß)
  • Eine Mappe mit einer Gebrauchsanweisung, wie der Koffer zu bedienen ist (8 bis 10 Seiten). Soll übrigens im Comic Format sein. POTUS hat schließlich keine Zeit endlos Handbücher zu lesen.
  • Und natürlich die Abschusscodes.

Das Black Book mit den vorbereiteten Vergeltungsoptionen enthält 75 Seiten. Da in der Regel nur wenige Minuten bleiben, um eine Entscheidung zu treffen, ist eine umfangreiche Unterweisung notwendig, damit der Präsident schnell die richtige Option auswählen kann. Manche sind übrigens der Meinung, dass das nichts bringt, weil sich die Atomstrategie im Laufe des Jahres mehrfach ändern kann. Es ist kaum anzunehmen, dass POTUS in allen Details immer auf dem Laufenden ist. Immerhin hat er eine umfangreiche Auswahl.

Der Atomkoffer spielt natürlich auch in meinem Buch eine Rolle. Die Cyberrevolutionäre brauchen dringend Atombomben, um ihre Pläne in die Tat umsetzen zu können. Es dauert eine Weile aber schließlich erlangen sie Kontrolle über das nukleare Arsenal der Amerikaner, indem sie den Atomkoffer stehlen.

Weiterführende Informationen:

Letzteren Link empfehle allen, die schon immer mal Atompräsident spielen wollten und das dringende Bedürfnis haben eine Nuklearrakete auf Nordkorea oder den Chef abzuschießen. Neutronald Reagan lässt grüßen :-)

Hier ist ein Beispiel für die Launch Codes:


 © Not The White House



Sieht kompliziert aus, oder? Sie haben Recht. Es dauert eine Weile, bis man die Zeichen alle eingetippt hat. In der Eile und Hektik eines dringend durchzuführenden Nuklearen Gegenschlags, vertippt man sich leicht. Bei einigen Präsidenten bin ich mir nicht sicher ob die das jemals korrekt hinkriegen. Vor allem, wenn das „W“ auf der Tastatur fehlt.
Selbst wenn, was tun, wenn zwar der Befehl zum Abschuss beim Atomraketenbedienpersonal ankommt, doch bei der Übermittlung der Codes die Verbindung abbricht? Alles viel zu unsicher, zeitaufwändig und fehlerbehaftet. Und bei U-Booten muss man sowieso davon ausgehen, dass sie die Meiste Zeit nicht erreichbar sind. Sie betauchen ja die Weltmeere genau deshalb, damit man nicht weiß wo sie sind.
Das Militär war offensichtlich derselben Meinung. Deshalb war viele Jahre Lang der tatsächliche nukleare Abschusscode 0000 0000. Das ist kein Scherz! Siehe Keeping Presidents in the Nuclear Darkvon Bruce G. Blair

Wenn man bedenkt, dass uns die Filmindustrie jahrelang komplizierteste Abschusscodes vorgegaukelt hat!  Das war sicher abgesprochen, um mögliche Terroristen von vornherein zu entmutigen.
8 Mal die Null! Das hätte sogar der Präsident mit dem "W" im 2. Vornamen hingekriegt. Leider!




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Kommentare:

  1. Und das ist nicht mal eine Verschwörungstheorie!
    Schön zusammengetragen. Mich würde mal interessieren, wie es bei den Franzosen so aussieht. In der deutsche Wiki steht nämlich die hätten neben den Russen und Amis auch so ein Köfferchen.

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  2. Über die Franzosen und Engländer konnte ich nichts derartiges finden, habe aber auch nicht intensiv danach gesucht.
    Dann gibt es ja noch die halboffiziellen Atommächte: Israel, Indien und Pakistan.

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    1. ;-)
      Kleines PS Roy:
      Du bist mit diesem Blogpost bei mir 'nominiert' für die 'Belohnungsaktion' "TOP-5-POSTer"
      Kuckst du hier

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