Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Freitag, 31. Oktober 2014

Über die Digitalisierung der Welt und deren Folgen



© ID 21011120 © | Dreamstime.com



Wie bereits mehrmals erwähnt, kann ich meine Geschichte gar nicht so schnell updaten, wie die Realität mich einholt. Die Story meines Buches basiert auf der Verschmelzung zwischen der realen und der digitalen Welt. Letztere wird durch die zunehmende Digitalisierung der physikalischen Welt, der Gesellschaft und des Menschen vorangetrieben.
Als ich 2012 mit meinem Buch begann, konnte ich mir nicht vorstellen, wie schnell ich von der Wirklichkeit überholt werden würde. Meine Geschichte beginnt Mitte 2050 aber viele der Szenarien, die ich in dieses Zeitraum platziert habe, werden deutlich früher eintreten, da das Meiste in Grundzügen mittlerweile vorhanden ist. Im Wesentlichen gibt es drei Szenarien, die ich für mein Buch voraussetze:








1.    Die Digitalisierung der physikalischen Welt
erfolgt durch die Erfassung aller Gegenstände durch Sensoren. Das wird rasant vorangetrieben. Unsere Umwelt ist bereits durchdrungen von Kameras und Sensoren, die Flächendeckend alle möglichen physikalischen Parameter wie z. B. Temperatur, Druck, Luftfeuchte, Position, Geschwindigkeit, Bewegungsrichtung, usw. usw. erfassen. Wo das noch nicht der Fall ist, wird es in wenigen Jahren soweit sein. Wir werden in naher Zukunft zu jederzeit und an jedem Ort wissen, wer oder was sich wo befindet und in welchem Zustand es ist. Egal ob Gegenstände, Pflanzen, Tiere oder Menschen.
Stichworte sind Internet of Things (IoT), Industrie 4.0, Connected Car, ...

1.    Die Digitalisierung der Gesellschaft:
Soziale Netze verbinden die Menschen miteinander so, dass jeder jederzeit weiß was seine Freunde machen und was wo los ist in der Welt.

2.    Die Digitalisierung des Menschen
Die Totalerfassung sämtlicher menschlichen Aktivitäten und deren körperliche und geistige Zustände hat bereits begonnen. Praktisch jeder Mensch hat ein Handy, das er ständig bei sich trägt. Damit werden automatisch seine Bewegungsmuster, Aufenthaltsorte und Kommunikationsverhalten erfasst. Dazu kommen noch Megatrends wie „Selbstdatenerfassung und Augmented Reality. Schaut euch mal meine Posts zu diesen Themen an. Erstaunlich, was es bereits alles gibt, nicht wahr? Was noch fehlt, ist die direkte Verbindung des Gehirns mit einem Computer bzw. dem Internet. Aber selbst das gibt es bereits im Labor. Doch bis die ersten funktionierenden Prototypen gebaut werden ist es noch lang hin. In meinem Buch sind die Menschen da schon sehr viel weiter. Die virtuelle und die reale Welt gehen dort fließend ineinander über.

Die Entwicklung zur totalen Digitalisierung hat Folgen. Ich kann dem einerseits viele positive Aspekte abgewinnen, sehe aber auch viele Risiken und Probleme. Ungeachtet dessen hat die Menschheit bereits begonnen die reale Welt mit der digitalen zu verschmelzen. Als Konsequenz davon entsteht eine neue Welt. In meinem Buch nenne ich sie die „virtuelle Welt“. Vorerst. Vielleicht fällt mir dazu noch ein besserer Name ein. Ein Top Kandidat ist „Cyberspace“. „Matrix“ wäre auch nicht schlecht. Immerhin weiß damit jeder was gemeint ist. Außerdem fürchte ich, dass die Realität, auf die wir zusteuern, mindestens genauso dystopisch werden wird wie „Matrix“. Wahrscheinlich noch schlimmer.
Der Grund für meinen Pessimismus ist folgender: Im Rahmen der totalen Digitalisierung müssen wir Daten auf Computern ablegen. Und zwar so, dass wir jederzeit und überall auf sie zugreifen können. Die Infrastruktur dafür ist bereits vorhanden. Es ist die Cloud. Die Auslagerung der Daten dahin hat bereits begonnen und wird mit zunehmendem Tempo vorangetrieben. Ein gutes Beispiel dafür sind Smartphones. Bei der Inbetriebnahme sind die Defaults so eingestellt, dass praktisch alle persönlichen Daten wie Adressen, Bilder, etc. in dem Onlinespeicher des Betriebssystemanbieters landen (z. B.: Dropbox, iTunes).
Das Problem mit der Cloud ist allerdings, dass die Daten dort in keinster Weise geschützt sind. Wer daran noch zweifelt sollte sich noch einmal die Aussage unseres Innenministers durch den Kopf gehen lassen: „Nacktbilder gehören nicht in die Cloud.“ Warum denn nicht? Daten sind Daten. Ob die Bits, die ich dort hingeschickt habe, nun meine Termine repräsentieren oder mich nackt zeigen, spielt doch gar keine Rolle, nicht wahr? Entscheidend ist ob sie dort geschützt sind oder nicht. Offenbar sind sie es nicht.
Der Grund ist schnell gefunden. Es gibt zu viele, die daran interessiert sind und ihre technischen Möglichkeiten darauf zuzugreifen zu können mehr oder weniger schamlos anwenden. Selbst Verstöße gegen Grundrechte halten sie nicht davon ab. Dazu kommt, dass die Gesellschaft – also wir alle -  sie (fast) klaglos hinnehmen.
Das fängt bei den Unternehmen an, die unsere Daten für ihre Zwecke benutzen, um damit Geld zu verdienen. Zum Beispiel für personalisierte Werbung (Ja, ich weiß, dass wir die wunderschönen kostenlosen Programme mit unseren Daten bezahlen. Gibt es Alternativen?)


Virtual Space Composition

Virtual Space Composition
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