Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Montag, 8. Dezember 2014

Wie Augmented Reality unser Leben digitalisiert






Am 7. und 8. November hatte ich Gelegenheit auf Einladung der Firma Metaio an der 8. InsideAR Konferenz in München teilnehmen zu dürfen.
Für die Einladung möchte ich mich hiermit bei Metaio ganz herzlich bedanken!


© Metaio

Übrigens, BMW i8: Der war echt. Leider durfte ich ihn nur virtuell mitnehmen.



Zuerst einmal Video mit den Highlights, zusammengestellt von Metaio.






Die Konferenz stand unter dem Motto „Track it all“, war ausschließlich dem Thema Augmented Reality (AR) gewidmet und für mich ein Augenöffner wie weit die Technologie bereits fortgeschritten ist. Wie ihr wisst, sind Augmented und Virtual Reality die Grundlagen für mein Science Fiction Buch „Nanobots“. Na ja, eigentlich für alle meine Geschichten.
Die beste Entwicklungsumgebung für AR Plattformen  bietet - nach eigener Aussage - Metaio an. Wahrscheinlich stimmt das auch. Mich hat sie jedenfalls beindruckt. Damit werden heute bereits all die Anwendungen entwickelt, die in meinem Buch dann zum Alltag meiner Pro- und Antagonisten gehören.
Unter den Ausstellern waren prominente Firmen, wie Intel, Volkswagen, Audi, Lego, DHL, SAP und Daimler.

Metaio ist der Marktführer, was die Entwicklungsumgebung für Augmented Reality Anwendungen betrifft. Fast alle hier gezeigten Anwendungen und Beispiele sind auf Basis der Metaio Software Werkzeuge entwickelt worden.

Als Schriftsteller und Futurist bin ich natürlich mehr an den Anwendungen selbst und deren Folgen interessiert. Fantastische Möglichkeiten eröffnen sich. Aber auch eine potentiell Rabenschwarze Zukunft. Wenn diese Technologie in die falschen Hände gerät, ist es mit unseren persönlichen Freiheiten und Privatsphäre endgültig vorbei.

Das liegt aber nicht an Metaio oder den anderen Firmen, die sich mit dieser Technologie beschäftigen. Als Ingenieur teile ich deren Begeisterung. Als Schriftsteller kommt mir ein dystopisches Szenario gerade recht. Das gibt allein schon thematisch wesentlich mehr her als eine Utopie.
Als Mitglied der Gesellschaft finde ich es ziemlich beklemmend. Falls es mir gelingt mit diesem Post hier und da eine dringend notwendige Diskussion anzustoßen wäre schon viel erreicht. Denn, die Digitalisierung der Welt kommt wie eine riesige Tsunamiwell auf uns zu. Draußen, auf der offenen See der nahen Zukunft sind die Wellen nur wenige Zentimeter hoch. Kaum zu erkennen. 
Aber wenn sie dann auf dem Strand der Gegenwart hinausrollen werden sie sich zu hunderten von Metern auftürmen. Wir gehen diesem Ereignis völlig unvorbereitet entgegen.

Aber der Reihe nach. Zurück zur InsideAR Konferenz. Ich habe von dort drei Haupterkenntnisse mitgenommen:
  1. Die Augmented Reality Technologie ist bereits jetzt so weit fortgeschritten, dass ich mein Buch umschreiben muss, sonst ist es kein Science Fiction mehr, bis ich damit fertig bin und ihr es nächstes Jahr zu lesen bekommt.
  2. Es entwickelt sich alles so, wie in meinem Buch vorausgesehen. Das ist für mich eine tolle Bestätigung, dass ich mit meinen Recherchen und den Schlussfolgerungen daraus richtig liege. Aber,
  3. Uns steht potentiell eine viel dystopischere Zukunft bevor als ich mir das bisher vorstellen konnte

1. Stand der Technologie:

Zur Einstimmung – und für alle, die noch nicht so recht wissen, was Augmented Reality ist - erst mal ein kleines Video:




Virtuelle Objekte mit den Händen manipulieren.

Wer nicht in der AR teilnimmt, kann die virtuellen Objekte nicht sehen. Unsichtbare Dinge mit den Händen zu manipulieren sieht in der realen Welt bisweilen seltsam aus. Aber ich denke man gewöhnt sich daran. Wir haben uns ja auch an Menschen gewöhnt, die Selbstgespräche führend durch die Gegend laufen. Die Ausrede muss nur stimmen. „Ich telefoniere“, ist mittlerweile gesellschaftsfähig. 






Auch auf das Handy starrend herumzulaufen wird in Kürze auch nicht mehr auffallen.
Übrigens, mit einer Augmented Reality Brille wäre das Problem schnell gelöst. Man hat die Daten immer im Auge, die Hände frei und eine App warnt rechtzeitig, bevor man in den Swimmingpool fällt oder sich per offenen Gullischacht der Hölle nähert. Das wird ein Killergadget, da bin ich mir sicher (die App, nicht die Höllenfahrt)

Damit das funktioniert und wir es auch anwenden können, braucht es natürlich käuflich erwerbbare Produkte. Hier eine Auswahl:


© Ori Inbar
Kennern der Materie wird sicher nicht entgangen sein, dass hier eine fehlt. Richtig! Die Google Glass ist nicht dabei. Google hat sich still und leise wegen fehlender sozialer Akzeptanz aus dieser Anwendung zurückgezogen. Die Brille konnte sich selbst bei den Amerikanern aus Sorgen um deren Privatsphäre nicht durchsetzen.
Zurzeit löst sie Probleme, die keiner hat und schafft welche, die keiner braucht.

Niemand will als „Glasshole“ verspottet und ausgestoßen werden. Nichtsdestotrotz arbeiten viele Firmen an AR Brillen, die technisch wesentlich weiter fortgeschritten sind als Googles Glass. Das wird zumindest das Kosten-Nutzen Verhältnis deutlich verbessern.

Persönlich bin ich der Meinung, dass die Ablehnung der AR Brillen nicht lange anhalten wird. So sorglos, wie die Menschen trotz der Snowden Enthüllungen weiterhin mit ihren persönlichen Daten und ihrer Privatsphäre umgehen, kann mir keiner erzählen, dass AR sich nicht durchsetzen wird. Denn, Sie haben ja nichts zu verbergen, gell. 
Ich übrigens schon. Allein schon aus Prinzip (in meinem Gehirn hat keiner was zu suchen und meine Festplatte betrachte ich als Teil meines Gehirns), wegen des Panoptikum Effekts und weil man als Schriftsteller sowieso immer irgendwelche Leichen im Keller hat. Meine Suchanfragen bei Google sind mit Sicherheit der NSA schon aufgefallen. In meinen Geschichten geht es ja auch um Atombomben und auf meiner Festplatte herrscht starke Verschlüsselung.

Unabhängig von der privatgesellschaftlichen Akzeptanz werden die AR Brillen auf jeden Fall Einzug in die Arbeitswelt halten. Zum Beispiel für Wartungstechniker, die ein Gerät reparieren müssen. Anstatt in einem unhandlichen Papierhandbuch nachlesen zu müssen (wer hat schon immer das Richtige dabei?), erkennt das System automatisch das Gerät, unterstützt bei der Fehlersuche und gibt eine Anleitung wie es zu reparieren ist. 

Ach, und so ganz nebenbei braucht man keinen Facharbeiter mehr dafür. Ein „billiger“ Angelernter reicht plötzlich. Wieso erschreckt Euch das? Ich sagte doch schon, die Zukunft wird dystopisch. Aber das müsst ihr mir jetzt noch nicht glauben. Lest weiter. Vielleicht wird’s ja nicht so schlimm.
Hier ein paar Beispiele, wie so etwas aussehen könnte

EDLORE augmented reality maintenance

 


Spätestens, wenn AR Kontaktlinsen kommen ist die Technologie - meiner Meinung nach - sowieso nicht mehr aufzuhalten. Allein schon deshalb, weil man dann – anders als mit der Brille – nicht mehr auffällt. Zurzeit von „Mission impossible – Phantom Protokoll“ waren solche Kontaktlinsen noch Science Fiction. Inzwischen wird eifrig daran gearbeitet. Erste Prototypen gibt es schon. Regelmäßige Blogleser wissen was ich meine. Ich hatte sie im April auf meinem Blog bereits vorgestellt.
Ob Brillen oder Kontaktlinsens, AR verändert radikal, wie wir mit unserer Umgebung und Informationen interagieren.

Sie könnte uns zum Beispiel die Übersetzung auf einem Verkehrsschild, einer Speisekarte im Restaurant oder einer Zeitung anzeigen. Vorbei die Zeiten, wo wir den Übersetzungstext noch in ein Gerät eintippen mussten. Was, Sie sind mit einem Papierwörterbuch aufgewachsen? Ich auch. Zum Glück kann ich die jetzt im Regal verstauben lassen.
Augmented Reality kann uns aber auch zusätzlich zum Text Animationen oder Videos bereitstellen. Das ermöglicht ganz neue Perspektiven beim Lesen. Nicht nur im Unterhaltungsbereich sondern auch beim Lernen, Recherchieren oder bei der Arbeit.
Wie das funktioniert? Zum Beispiel durch binäre Kodierung auf dem Papier oder auf Objekten. Ideal dafür ist der QR Code den ich bereits unter einem anderen Post vorgestellt habe.

Wer bestimmt wie etwas aussieht?
Den Gedanken etwas weiter gesponnen wird’s interessant. Eine ganz Neue Wirklichkeit entsteht. Wenn jede Fläche oder jedes Ding mit einem QR Code (oder etwas ähnlichem) markiert ist und wir alle nur noch VR Brillen oder Kontaktlinsen tragen, dann kann jeder etwas anderes sehen, wenn er den Gegenstand betrachtet. Wird er sehr wahrscheinlich auch.
Zum Beispiel seht ihr die weiße Fassade des Rathauses wie sie tatsächlich ist, während ich an der gleichen Stelle mit Zielperson optimierter Werbung zugemüllt werde.

Warum werde ich mit Werbung zugemüllt? Ganz einfach. Ihr könnt Euch eine kostenpflichtige AR Premium Flatrate leisten, während ich als armer Schriftsteller kein Geld dafür übrig habe und deshalb mit dem „kostenlosen“ Super-Galactic-Comfort Tarif vorlieb nehmen muss.
Kostenlos ist er natürlich auch nicht, denn ich zahle mit meinen Daten und meiner Zeit. Also, damit es nicht so weit kommt, kauft bitte meine Bücher  (^^).
Gut, ich habe das jetzt überspitzt formuliert aber ich glaube ihr versteht den Punkt. Wer Geld hat, kann sich mehr von der veränderten Realität vom Leibe halten. Wer sich die teuren werbefreien Premiumdienste nicht leisten kann, läuft Gefahr leichter manipuliert werden zu können. Ob und wie sich das auswirkt bleibt abzuwarten.
Auf jeden Fall wird es für jeden von uns eine eigene subjektive Realität geben. Mit unabsehbaren Folgen für die Gesellschaft. Ich denke es wird nicht einfacher werden gemeinsame Werte und Ziele zu finden. Aber im Prinzip war das ja schon immer so. Die eine, objektive Wahrheit hat es nie gegeben. Jeder hatte schon immer für sich seine eigene Wahrheit. Davon sind wir so überzeugt, dass wir sie zur Not auch mit Gewalt verteidigen.
Welche Möglichkeiten sich daraus in Zukunft für Diktaturen ergeben wage ich mir gar nicht auszumalen. Dinge wie das Tian‘anmen-Massaker 1989 in Peking lassen sich dann in Echtzeit ausblenden …
Zurück zum Thema. Wenn man eine Fläche so individuell nutzen kann, dann stellt sich die Frage, warum soll man sie in der physikalischen Welt überhaupt noch groß gestalten? Natürlich können wir weitermachen wie bisher, Fassaden bunt anmalen und viel Geld für Marmorböden und goldene Wasserhähne ausgeben.
Aber in unserer nach Hypereffizienz strebenden Gesellschaft halte ich das im öffentlichen Raum für unwahrscheinlich. Schließlich geht es ja um unsere Steuergelder und die sollen für was anderes verschw … äh verwendet werden.
Ehrlich, ich sehe tristes Betongrau für die Zukunft. Die Ausnahme einiger Reicher, die ihr Vermögen durch physischen Luxus zur Schau stellen wollen, wird es natürlich immer geben.

Okay, ich sehe schon es wird Zeit Euch wieder aufzuheitern. Hier sind ein paar coole Beispiele. In dem Video geht es um folgende Themen:
  • Get past the smartphone phone factor
  • Information displayed on the world – everywhere
  • Changes the way we interact with information
  • Translation camera, text recognition and automatic translation
  • Noise augmentation – not sure what to use it for bout sounds cool



Habt ihr euch den neuen Ikea Katalog schon mal genauer angeschaut? Die Sache mit den virtuellen Möbeln schon gecheckt? Cool, nicht wahr?






Eine der wichtigsten Anwendungen in diesem Zusammenhang darf nicht fehlen. Wie ihr wisst ist die Sexindustrie schon immer einer der ersten Adaptoren einer neuen Web Technologie gewesen. Schneller Sex dank AR Brille?


Augmented Reality im Auto

Für manche ist Augmented Reality im Auto bereits Realität, die sie nicht mehr missen möchten. In sehr naher Zukunft könnte sie bereits so aussehen


© Mercedes
 Und hier an abschreckendes Beispiel - wer soll da noch den Überblick behalten?


© CNN.com

Ach so, ich vergaß. Das hier ist ein Beispiel für ein selbstfahrendes Auto. Da kann sich der Fahrer dann auch mit anderen Dingen beschäftigen. Theoretisch. Rechtlich ist da einiges noch nicht geklärt.





Mehr Schein als Sein
Mit zunehmender Verbreitung von Augmented Reality spielt unser tatsächliches Aussehen immer weniger eine Rolle. Wir brauchen den Anderen ja nicht zu zeigen, wie wir wirklich aussehen. Zeigen wir uns doch so wie wir uns gerne präsentieren möchten. Attraktiv, schlank, sportlich, elegant, sympathisch, etc.
Zum Beispiel so:

© Rohit Talwar, Fast Future
Umgekehrt geht das natürlich auch. In einem langweiligen Meeting kann ich den Chef auch durch eine Comicfigur ersetzen. Oder den ewigen Besserwisser. Dafür brauche ich weder sein Einverständnis noch braucht er es zu wissen.
Falls ihr Euch noch an Gerüchen stört, die kann man in Zukunft auch künstlich erzeugen. Zum Beispiel mit dem oPhone


© Michel Figuet



Das gleiche gilt für den Geschmack.
Dinge wie Fühlen durch großflächige Stimulation der Haut oder gezielte Stimulation des Gehirns (Transcranial Brain stimulation) sind in Arbeit. Ersteres kann als Drogenersatz dienen (Rauschgefühle ohne Alkohol trinken zu müssen), auf letzteres ist die Sexindustrie schon ganz scharf.

 

© Rohit Talwar, Fast Future
Das mit dem Fühlen gibt es bereits. Die ersten rennen ja schon mit Armbändern herum, die ihnen Elektroschocks verpassen, wenn sie sich zu lange nicht bewegen. Das zeigt erstens, die Technologie ist vorhanden und zweitens wird akzeptiert (freiwillige Elektroschocks. Ich werde das wohl nie verstehen ...). 
Solche Effekte kann man übrigens sehr gut für Augmented Reality Spiele nutzen. Anfangs operiert man noch mit echten Elektroschocks. Nach Abschluss der Lernphase wird im Gehirn auch ohne künstlichem Hilfsmittel, ein Schmerzgefühl bei einem Treffer erzeugt. 


Und sonst? Tja, in Zukunft könnte ihr Büro dann so aussehen.
Augmented (Hyper) Reality by Keiichi Matsuda





Leider gibt es dieses Video nur in 3D für Anaglyphenbrillen (diese rot-grün Brillen wurden früher für 3D Filme verwendet). Trotzdem lohnt es sich das Video auch ohne diese 3D Brille anzuschauen. Hier wird eindrucksvoll dargestellt, wie sich jeder seine eigene Umwelt erschaffen kann, egal wie trist die physikalische Realität auch sei. Stichwort „Personal Bubble“. Also jeder lebt in seiner eigenen, persönlichen Blase, die er immer, überall erzeugen kann.
Mit Augmented Reality ist es möglich auch in einer heruntergekommenen Kneipe eine heimelige Atmosphäre zu erschaffen oder jede beliebige Umgebung zum Arbeitsplatz umzukonfigurieren.
Einige Szenen in Cloud Atlas liefern übrigens weitere Beispiele dafür.
Störende Nebengeräusche kann man mit aktiven Kopfhörern herausfiltern. Und für eventuell irritierende Gerüche gibt es ja das oPhone. 

So etwas muss natürlich nicht auf das Büro beschränkt bleiben.
Sie gehen draußen spazieren und Ihnen gefällt die triste Vorstadtumgebung nicht? Kein Problem. Gestalten Sie die Fassaden einfach um. Was hätten Sie denn gerne? Westert Town oder Fachwerkhäuser? Oder lieber einen Park mit blühenden Wiesen?
Geht alles. Die passenden Düfte liefert das oPhone.
Es regnet und der Himmel ist grau? Vielleicht für die Anderen. Bei Ihnen lacht die Sonne.

Virtuelle Welten -virtuelle Spiele

Hier ist ein Beispiel für ein Spiel mit virtuellen Objekten. Das geht auch zwischen zwei Spielern, die sich gegenseitig einen virtuellen Ball zuwerfen






Noch mehr Augmented Reality Videos: http://www.youtube.com/watch?v=tnRJaHZH9lo

2. Direkte Verbindung zum Gehirn:

© University of Utah 
RFiD Implantat im Gehirn


© University of Utah
RFiD Implantat
 
 
 
 





 

















Ultimatives Ziel ist natürlich das Gehrin direkt mit einem Computer bzw. dem Internet zu verbinden.
DARPA, der Forschungsarm des Pentagon (natürlich, wer sonst?) arbeitet an einer Technologie um Soldaten und Senioren zu helfen Erinnerungen abzurufen. Nur Erinnerungen? Ich denke dabei wird es nicht bleiben. Aber wir werden sehen.
Das Konzept der DARPA beruht noch auf Drahtverbindungen. Die Bilder zeigen ein Nano Implantat mit 100 Kontakten.


Als Science Fiction Autor bin ich da schon viel weiter. Mit Drahtverbindungen kann man immer nur ein winziges Gehirnareal erreichen. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben darf man aber nicht unterschätzen. Schaut Euch einfach den Film an und erschreckt selbst.



 

Mehr dazu auch bei der Univeristy of Utah

In meinem Buch gehe ich noch einen Schritt weiter. Mit meiner Technologie ist es möglich jedes einzelne Neuron direkt anzusteuern. Das ist wahrscheinlich ein Overkill. Um einem Menschen eine virtuelle Welt als perfekte Illusion der physikalischen Realität vorzugaukeln bedarf es vermutlich nur einen Bruchteil an Verbindungen.  

Übrigens, Die Technologie Muster aus 100 Milliarden Gehirnzellen oder 100 Milliarden Telefongesprächen zu extrahieren ist so ziemlich die Gleiche. Das Pentagon / DARPA arbeiten an dem Einem, die NSA an dem Anderen. Merkt ihr schon worauf die NSA hinaus will? Ist doch klar. Gedanken auslesen. Wie das im Prinzip geht habe ich hier ja auch schon gepostet.

3.    Zukunft

Die Technologie ist da und wird bereits heute genutzt. Und sie wird unabsehbare Folgen haben. Die Situation kommt mir viel einschneidender vor als die Entwicklung der Atombombe. Diese wurden zwar entwickelt und massenhaft produziert aber bis auf zwei Ausnahmen nie im Ernstfall eingesetzt. 
Die Augmented Reality wird definitiv zum Einsatz kommen und das Leben jedes einzelnen Menschen unweigerlich beeinflussen. Mehr noch. Sie wird die physikalische Welt komplett verändern.
Nehmen wir zum Beispiel Mode und Kleidung. Das ist mir gerade so spontan eingefallen. Wozu soll ich mir noch verschiedene Anzüge kaufen? Ein bequemer Jogginganzug reicht. Der QR Code teilt jedem der mich anschaut, mit welches Outfit er sehen soll. 

Entsprechend vorbereitet könnte ich problemlos meine virtuelle Kleidung im Laufe des Tages wechseln und wäre zu jeder Gelegenheit immer perfekt angezogen. Den Kaffee auf dem weißen Hemd verschüttet? Kein Problem in der Zukunft sieht das eh‘ keiner.
Das funktioniert natürlich nur, wenn alle mitmachen. Aber auf Dauer wird sich dem sowieso keiner entziehen können. Die Frage ist nur was wird dann aus der Kleidungsindustrie? Wozu muss man dann überhaupt noch verschiedene Teile fertigen? Ein paar bequeme normfarbige Ganzkörperanzüge reichen.
Wer Mode designed hat dann immer noch einen Absatzmarkt. Vorausgesetzt es wird auch in Zukunft noch eine Art Copyright geben. Wenn nicht, sieht es für die Lagerfelds, Guccis und Coco Chanels der Zukunft schlecht aus. Es zählt dann nicht was ich wirklich an habe und welche Accessoirs ich am Körper trage, sondern was den anderen vorgegaukelt wird. Des Königs neue Kleider lassen grüßen. Entsprechende Outfits lade ich mir wie Musik, Bücher oder Videos aus dem Internet herunter.
Ein anderes Beispiel ist die Weihnachtsdekoration am Flughafen. Moslems oder Juden möchten vielleicht keinen geschmückten Christbaum sehen. Kein Problem. Stattdessen bekommen Sie zielgruppengerechte Werbung mit koscherem Essen und glaubensgerecht verschleierten Frauen zu sehen.
Bevor Sie jetzt über mich herfallen, das sind nur Beispiele. Stellen Sie sich einfach mal vor Sie hätten jederzeit das Wissen der Welt im Blickfeld. Dazu noch digital erweiterte Sinne wie fühlen, hören und schmecken.

Wo werden wir in so einer Situation die Grenze ziehen zwischen der realen physisch existierenden Welt und der virtuellen Welt? Werden wir das überhaupt noch wollen? Noch dazu, wenn Computer uns vollständig analysieren und dafür sorgen, dass wir uns immer wohlfühlen? Womöglich immer glücklich sind? So eine Welt wäre durchaus möglich.

Allerdings zu einem Preis. Damit der Computer immer weiß was optimal für uns ist muss er lückenlos alle Daten über uns erfassen. Wann und was wir essen, tun,  schlafen, aufstehen, Wasser trinken, Medikamente zu uns nehmen, wie wir uns verhalten, usw., usw. Und natürlich muss er verhindern, dass wir uns unvernünftig benehmen. Was unvernünftig ist bestimmt dann natürlich der Computer. Nicht mehr wir selbst.

Das ist wie Mutter und Schwiegermutter gleichzeitig ständig um sich herum zu haben. Für manche sicherlich das Paradies. Für mich wäre es die Hölle. Das letzte was ich brauche ist ein Ganztagsaufpasser.
Gefahr droht auch noch von einer anderen Seite. Wir könnten uns Manipulationen kaum entziehen. Woher sollen wir wissen, dass wir Anstelle gerade Urlaub in Hawaii zu verbringen nicht in einem schlichten Versorgungstank mit Nährlösung in einer Lagerhalle liegen, während uns all die schönen Erlebnisse nur vorgegaukelt werden? Aber selbst wenn wir es wüsten, macht es einen Unterschied?
Wer Matrix gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Schließlich gibt es bei diesen Möglichkeiten praktisch gesehen keinen Grund mehr mit einem vergänglichen Körper ein Leben in der physikalischen Realität zu leben. Oder?

Wenn ja, lasst uns darüber diskutieren, wie wir die digitale Zukunft gestalten wollen.






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