Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Sonntag, 5. Juli 2015

Stephen Hawkins warnt, dass uns die künstliche Intelligenz abschafft




Man kann Stephen Hawkins – bekannt u. A. durch sein Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ - nur beipflichten. Er warnt vor einer durchaus realen Gefahr. Aber erst im Laufe der nächsten 100 Jahre?

Da verschätzt er sich meiner Meinung nach um einige Jahrzehnte. Ich hatte in einem früheren Post bereits berichtet, dass voraussichtlich bereits bis ca. 2040 Computer eine vergleichbare Rechenleistung zu einem menschlichen Gehirn erreichen werden.


(Der Typ rechts mit Glatze und Bart übrigens ist Kip Thorne. Er hat eine Theorie über Wurmlöcher und Zeitreisen aufgestellt. Und er war wissenschaftlicher Berater bei "Interstellar".)

Offenbar ist sich Hawkins des Moorschen Gesetzes nicht bewusst. Alle 2 Jahre verdoppelt sich die verfügbare Rechenleistung und Speicherdichte. Zugegeben, das war früher mal schneller. Als ich vor 30 Jahren in der Halbleiterbranche anfing zu arbeiten lag die Verdoppelungskonstante noch bei ca. 12 Monaten.

Mag sein, dass das in Zukunft nicht mehr ganz so schnell weitergeht. Die nächsten 10 Jahre sind allerdings noch gesichert.  Danach muss man sehen (Heute sind wir bei 10nm Strukturen. 2025 sollen dann 1.8nm erreicht werden). Es wird übrigens seit ich in der Halbleiterbranche bin georakelt, dass das Moorsche Gesetz jetzt wirklich sein Ende erreicht hat. „Spätestens in 10 Jahren ist es am Ende“, heißt es, seit dem ich dabei bin.

Alle diese Auguren haben die Rechnung ohne den menschlichen Erfindungsgeist gemacht.  Nur um ein Beispiel zu geben:  Die 10nm Strukturen heutiger Halbleiter werden mit einer Wellenlänge von 193nm belichtet. Vor 20 Jahren hätte jeder gesagt das sei völlig unmöglich. Heute ist es völlig normal.

Na gut, ich gebe zu „völlig normal“ ist eine maßlose Untertreibung. Technisch ist es ein Meisterwerk, das an ein Wunder grenzt. Allein alle Methoden. Tricks und Kniffe aufzulisten, um das zu ermöglichen würde mehrere Seiten benötigen. Trotzdem ist es Stand der Technik und wird von mehreren Firmen beherrscht.

Schon eher sehe ich da Probleme von der wirtschaftlichen Seite. Immerhin kostet die Entwicklung eines Smartphone Chips in der neuesten Halbleitertechnologie mit 14nm Strukturbreiten ca. 150 Millionen Dollar. Laut Apple.

Man sollte dabei allerdings nicht unterschlagen, dass mehr als die Hälfte davon in die Software Entwicklung geht. Von den verbleibenden ca. 50% geht mehr als die Hälfte in die Verifikation und Test. Was im Wesentlichen wieder Software ist.

In die Chipentwicklung gehen also „lediglich“ ein Fünftel (20%). Das ist immer noch viel Geld aber es zeigt auch wo die eigentlichen Kosten herkommen.

Warum spielt das Moorsche Gesetz so eine große Rolle? Ganz einfach. Mehr Rechenleistung und mehr Speicher bedeutet, dass Siri in der gleichen Zeit die Datenbanken tiefer durchsuchen und mehr mögliche Antworten nach Plausibilität berechnen kann. Für den Anwender heißt das die Antworten sind relevanter und je nach Stimmung witziger oder tiefsinniger.



Wenn ich so etwas erzähle wird mir oft vorgeworfen das alles hat nichts mit menschlicher Intelligenz und schon gar nichts mit Bewusstsein zu tun. Anfangs habe ich mich noch in langwierige Diskussionen verzettelt, dass dem sehr wohl so ist aber mittlerweile spare ich mir die Mühe. Denn im Endeffekt spielt es gar keine Rolle wie der Computer oder ein Mensch zu einem Ergebnis kommt.

Entscheidend ist das Ergebnis selbst. Wie bereits auf meinem Post erwähnt heißt der beste Schachspieler Deep Blue.

Garry Kasparov verliert das entscheidende Spiel gegen IBM's Deep Blue:



und der beste Jeopardy Spieler (in Deutschland „Der große Preis“) Watson. Beides sind Computer. Übrigens von IBM.

Watson ist übrigens der unischtbare in der Mitte...



Beim Schachspielen lasse ich vielleicht noch mit mir diskutieren aber bei Jeopardy ist so viel Allgemeinwissen notwendig, dass niemand mehr behaupten kann Computer wären nicht in der Lage zum Menschen vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.

Gut, ich gebe zu, dass Siri noch ein ganzes Stück davon entfernt ist mit einem Menschen verwechselt zu werden. Aber vergesst nicht, alle 2 Jahre verdoppelt sich die Rechenleistung. Und an dem oben genannten Beispiel könnt ihr erahnen welche Summen weltweit jedes Jahr in Software Entwicklung investiert wird.  Apple ist ja nicht die einzige Firma, die Computerchips entwickelt.

Und ganz ehrlich, nicht jede Entscheidung oder Antwort von uns Menschen ist Nobelpreisverdächtig. An entsprechenden Beispielen mangelt es zumindest nicht. Wenn ich da an die aktuelle Politik denke … Aber lassen wir das. Ihr wisst ja, was ich von Politikern halte. Von gaaaanz wenig Ausnahmen mal abgesehen. Willi Brandt ist übrigens zurückgetreten als bekannt wurde, dass er einen Spion im Kanzleramt hatte.

In weiser Voraussicht haben unsere Politiker die Rechtschreibung bereits vor ein paar Jahren an die zukünftige Realität angepasst. Es gibt keine vielversprechenden Politiker mehr. Nur noch welche, die viel versprechen.

Ups, jetzt ist mir doch was rausgerutscht. Entschuldigung, ich habe mich heute Abend wohl nicht unter Kontrolle. Also, zurück zum Thema. Wo waren wir? Ach ja.

Gibt es gar keine Hoffnung für uns Menschen? Müssen wir befürchten von Maschinen verdrängt oder versklavt zu werden? Oder wie die Affen und Delfine heute zur Belustigung einer höheren Intelligenz in Gehegen gehalten zu werden?

Der hier hat schon mal den Finger am Ausschalter:



Wow! Selbst fährt der Roboter. Hat wohl noch nichts von selbstfahrenden Autos gehört.



Nicht unbedingt. Wir könnten mit den Computern und Maschinen auch eine Symbiose eingehen. Immerhin wurde das menschliche Gehirn über viele Millionen Jahre im Laufe der Evolution optimiert. Das heißt es ist bestens an die Bedingungen auf der Erde angepasst. Und man kann davon ausgehen, dass es in Bezug auf Energieverbrauch, Volumen und die „Rechenleistung“ das Optimum erreicht hat. Oder zumindest nahe dran ist.

Das muss man mit einem Computer erst mal hinkriegen. Möglicherweise lässt sich das nicht weiter optimieren. Obwohl, da fällt mir ein, dass das Gehirn des Neandertalers im Durchschnitt ca. 150g schwerer war als das des Homo Sapiens. Wie jeder weiß sind die Neandertaler ausgestorben. Möglicherweise heißt das, dass ein größeres Gehirn nicht automatisch einen Selektionsvorteil bedeutet.

Insgesamt dürfen wir mit unserem Gehirn also durchaus zufrieden sein. Allerdings gibt es auch ein paar Schwächen. Bei meinem jedenfalls. Ich persönlich hätte gerne direkten Zugriff auf eine Festplatte, auf dem das gesamte Wissen der Welt gespeichert ist.

Das geht nicht sagen Sie? Na gut, dann eben ein direktes Interface ins Internet. Da wäre allerdings noch eine Kleinigkeit vorher zu regeln. Meine digitale Privatsphäre. Genau. Sowas brauchen wir in Zukunft.

Ich weiß ich weiß.  Das ist Science Fiction. Nein, damit meine ich nicht die Anbindung ans Internet. Wir sind doch heute schon völlig von Computern abhängig. Oder kennen Sie jemanden, der ohne Smartphone auskommt? Ja? Okay. Aber die Spezies ist vom Aussterben bedroht.
Nein, ich meine das mit der digitalen Privatsphäre. Aber das ist ein Thema für einen anderen Post.  Erst einmal betrachten wir einen weiteren Grund warum die Symbiose mit Computern Sinn macht. Zumindest bei mir.

Da sind nämlich noch so lästige Dinge wie das Rechnen mit Zahlen oder Visualisierungen von Daten. Dafür wünsche ich mir schon lange einen direkter Zugriff auf einen Rechner. Am besten einen, der mir alle Daten- und Informationswünsche quasi von den Augen abliest.

Wer regelmäßig meinen Blog liest – und meine Geschichten- der weiß, dass Google mit seiner „Context Guided Precognition“ bereits daran arbeitet. Mit dieser Technologie weiß  Google schon vor mir was ich wissen will.

Das ist doch praktisch, oder? Ich bekomme die Antwort auf Fragen, die ich noch gar nicht gestellt habe. Oder Google und Amazon wissen ob die Frau schwanger ist. Noch bevor sie es selbst weiß.

Hmmm… Schon praktisch, ja ja. Aber wollen wir das überhaupt? Wenn Google schon vor mir weiß was ich wissen will, dann wissen es auch die Geheimdienste, die Wirtschaft, der Staat, die Krankenversicherung und wer sonst noch so alles in unseren Daten rumschnüffelt. Das führt dann sehr schnell zum Digitalpaternalismus. Der Computer entscheidet was gut für uns ist und das müssen wir dann auch befolgen.

Das wollen wir doch nicht, oder?
Oder doch? Gehören Sie vielleicht zu den Leuten, die vorsichtshalber alles verbieten und nur was ausdrücklich erlaubt ist darf getan werden? Und was schlecht für die Gesundheit ist, ist sowieso alles Teufelszeug? Tststs.

Ich jedenfalls gehöre zu der anderen Sorte. Ich finde, dass Grundsätzlich alles erlaubt sein muss und, dass nur verboten werden soll, was unbedingt notwendig ist. Ich brauche die Freiheit auch mal Fehler machen zu dürfen.

Sehen Sie, hier scheiden sich die Geister. Man kann es nicht Allen Recht machen.  Aber ein Computer mit einem entsprechenden Analyseprogramm könnte das. Er könnte auf unsere individuelle Bedürfnisse eingehen und seine Vorschläge so formulieren, dass wir sie auch gerne durchführen. Immer, überall und unter allen Umständen. Und mit unendlicher Geduld.

Dann leben wir in harmonischer Symbiose mit den Maschinen und sind alle glücklich.
Wir müssen die Entwicklung nur in diese Richtung lenken. Das wäre doch mal eine positive Utopie von mir.



Leider fehlt mir der Optimismus, dass wir das hinkriegen. Warum erkläre ich vielleicht mal in einem anderen Post.

Virtual Space Composition

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