Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Mittwoch, 30. Dezember 2020

Sedna, Kalaalit Nunaat und über mein neues Buch

© Inuit Art Portal
© Inuit Art Portal


Ich schreibe schon seit Monaten an meinem neuen Buch. Es soll anders werden. Leichter zu lesen, weniger technisch und eine Geschichte, die mitreißt und der mühelos zu folgen ist. Einer meiner größten Fehler bei »Evolution 5.0« war, dass ich die Geschichte nicht gut genug geplant hatte. Es sind zwei Bände, aber eigentlich sollte es einer sein. Irgendwann werde ich das überarbeiten und zu einem Buch zusammenfassen.


Aber nun zu meinem neuen Projekt. Ich habe sehr viel Zeit mit Plotten verbracht. Eine große Hilfe dabei ist DramaQueen und das Storyboard von Papyrus Autor. Und noch etwas habe ich aus meinen Anfangsfehlern gelernt. Man darf seinen Protagonisten nicht zu viele Freiheiten lassen. Denn dann machen sie was sie wollen. Das ist eine Zeitlang ganz witzig und interessant aber bald schon sprengt es die Geschichte. Dann fängt man an hier zu kitten und dort was anzupassen. Das geht vielleicht ein paarmal gut aber plötzlich steht man vor großen Problemen, weil die Geschichte vorne und hinten nicht mehr zusammenpasst.


Diesmal soll das anders werden. Ich widerstehe tapfer den Versuchen meiner Protas auszubüchsen. Das fällt mir oft recht schwer. Ich habe festgestellt, dass es hilft, sich dann noch einmal genau den ursprünglichen Plot anzuschauen, wenn die Versuchung allzu groß wird. Dann fällt es mir wesentlich leichter dem Freiheitsdrang meiner Romanfiguren zu widerstehen.


Das andere große Problem mit meinen ersten beiden Bänden ist, dass sie eigentlich eine Hintergrundstory zu der eigentlichen Geschichte sind, die ich schreiben wollte. Die ich jetzt erst schreibe. Ich weiß nicht mehr genau warum aber ich habe mich zum Teil selbst und zum Teil durch äußere Einflüsse hinreißen lassen den Hintergrund in eine Story zu verpacken. Das hätte ich nicht tun sollen. Ich hätte die Materialsammlung für den Hintergrund für die Storyline meiner Erzählung verwenden sollen. Damit hätte ich mir nicht nur viel Zeit mit langwierigen Überarbeitungen gespart, sondern auch ein unterhaltsameres Buch herausgebracht.


Achja, was auch hin und wieder kritisiert wurde, ist, dass nicht so klar ist, wer der Held ist. Sam oder Vilca? Nun, das war Absicht. Ich habe meine Geschichte bewusst so geschrieben, dass die Handlung auf beide Geschlechter verteilt ist. Sozusagen Heldengleichberechtigung. Nun, das kam wohl nicht so gut an. Das verwirrt anscheinend. Hmm, vielleicht ist die Zeit auch noch nicht reif für sowas. 


Nun gut, was geschehen ist, ist geschen. »There‘s no point crying over spilt milk«, wie die Engländer sagen. Ob es wirklich besser wird, entscheidet letztendlich ihr, meine Leser. 


Also, worum geht es in meinem neuen Buch eigentlich? Es geht um – hmm ich will nicht zu viel verraten. Nur so viel: In einer postdigitalisierten Welt, die kurz vor dem Klimakollaps steht, müssen Dinge gefunden werden. Ein Amulett, der Protagonist zu sich selbst, der Antagonist sein Ende, zwei Verliebte zueinander und die Welt ihre Rettung. Und es geht um Verrat und Vertrauen und den unerschütterlichen Glauben, dass am Ende doch noch das Gute gewinnt.
Das Übliche halt ;-)

Die Handlung spielt zum Teil in Grönland (Die Inuit nenne die Insel Kalaalit Nunaat. Das heißt "Das Land der Menschen"). Unter Anderem, weil ich denke, dass Grönland in Zusammenhang mit dem Klimawandel eine wichtige Rolle spielen wird. Während weite Teile der Erde unbewohnbar werden, wird in Grönland durch abschmelzendes Eis und Klimazonenverschiebung neuer Lebensraum entstehen. Außerdem gibt es noch nicht so viele Geschichten, die in Grönland stattfinden.

Das Titelbild ist übrigens eine wunderbare Darstellung von Sedna. Das ist die Meeresgöttin der Inuit und Mutter der Meeresgeschöpfe.


Vielleicht hat ja jetzt der eine oder andere Lust einmal reinzuschmökern.


Hier der Link zu den ersten Kapiteln als Vorgeschmack und zum Runterladen:


Über Feedback und Anregungen würde ich mich sehr freuen.

Und hier ein Teaser:

Als er aufwacht, steht die Sonne hoch am Himmel. Das grelle Licht verjagt die letzten Erinnerungsfetzen seines Traumes. Etwas mit ... und schon weiß er nicht mehr, was es war. Auf dem kleinen Tischchen in seinem Zimmer ruht ein Tablett mit Brot, Kaffee, Orangensaft, Käse, getrockneter Walfisch und Butter. Kivo fühlt sich deutlich besser. Auch hat er einen Bärenhunger. So, als hätte er eine Woche nichts gegessen. Er steht auf und setzt sich auf den Stuhl. Seine Rippen schmerzen nur leicht. Trotzdem vermeidet er tief einzuatmen. Sofort macht er sich über das Frühstück her. Es stört ihn nicht alleine zu essen. Im Moment hat er keinen Bedarf nach Gesellschaft. Schon gar nicht nach seinem Vater. Kivo braucht Ruhe, um nachzudenken.


In Gedanken geht er die Ereignisse der letzten Tage durch. Alles hatte damit begonnen, dass ihm sein Vater eröffnet hatte, dass er diesmal selbständig einen Wal erlegen darf. Makaio hatte versprochen, dass er sich nicht einmischen würde. Er würde ihm seinen Platz unter den Waljägern überlassen. Mit allen Rechten und Pflichten. Und dazu gehörte sich um die Genehmigungen für die Waljagd zu kümmern. Sowohl bei den weltlichen als auch bei den spirituellen Behörden. 


Ersteres war Routine. Die Genehmigung lediglich ein Verwaltungsakt. Letzteres war nicht so einfach. Er erinnert sich an die Reinigungszeremonie. Mehrstündiges abwechselndes Schwitzen und meditieren in der Sauna des Ting-Hauses. Erst danach wurden die Götter befragt. Dazu setzte er sich mit den anderen Waljägern in einem geschlossenen Kreis um ein Feuer. Das Ganze fand im Freien statt. Sie waren lediglich mit einer Hose bekleidet. Füße und Oberkörper nackt. Die Zeremonie wurde von Liva geleitet. Seine Ex und Schamanin des Dorfes.


Der Gedanke an sie schmerzt ihn anders als seine gebrochenen Rippen. Deren Schmerz kann man durch Anhalten der Luft mildern. Oder mit einer Tablette unterdrücken. Seinen Liebeskummer nicht. Nicht einmal mit Alkohol. Er hatte es versucht, aber jedes Mal kamen nach einer kurzen Euphoriefase, gefolgt von Haarspitzenagonie, Brummschädel und Treppenstürzen seine Herzschmerzen doppelt so stark zurück. Schon nach ein paar Wochen gab er deshalb diese Versuche auf.


Wie dem auch sei. Er hatte Liva zum ersten Mal an dem Tag der Zeremonie wiedergesehen, seit sie Knall auf Fall das Haus verlassen hatte. Sie war einfach gegangen. Ohne eine Erklärung. Nicht einmal einen Abschied hatte es gegeben.


Liva führte das Ritual wie immer durch und so gab es keine Möglichkeit sie privat zu sprechen. Sie erschien mit großem Getöse, warf Pulver in das Feuer, die es farbig zum Leuchten brachten und für betörende Düfte sorgten. Wie es der Brauch wollte, opferte er dann ein Stück Fleisch für die Göttin des Meeres. Sündteures Rinderfilet extra aus Südamerika importiert. Er warf es auf ihr Zeichen mitten ins Feuer. Im ersten Moment schienen die Flammen die Gabe zu meiden wie Politiker konkrete Aussagen im Wahlkampf. Livia hatte daraufhin noch einmal etwas ins Feuer geworfen. Es gab einen Blitz, der ihn blendete. Danach war das Opfer verschwunden. Da er es nicht mehr sehen konnte, nahm er an, es war von den Flammen verzehrt worden und glaubte, alles sei gut. Nun ist er sich nicht mehr sicher, ob es wirklich so war. Was, wenn einer der dunklen Schatten im Feuer, nicht bloß ein weiteres verkohltes Stück Holz war?


Die Zeremonie ging jedenfalls weiter. Die Schamanin tanzte sich zu den Gesängen der Waljäger und Trommeln in Trance, um mit Sedna zu kommunizieren. Kivo hatte gefragt und die Göttin hatte geantwortet:
»Auf die Jagd willst du gehen und ich soll dafür eines meiner liebsten Geschöpfe opfern, damit ihr euch satt essen könnt und auf nichts zu verzichten braucht? Das Meer habt ihr leergefischt und trotzdem reicht es euch immer noch nicht.«


»Göttin, wir bitten dich, um nicht mehr, als wir unbedingt brauchen. Wir gehören nicht zu denen, die einfach nehmen, um sich zu bereichern. Du weißt, dass das so ist.«


»Und ihr wisst, dass ihr Menschen unersättlich seid. Ich aber sorge mich um alle Lebewesen, die sich mir anvertraut haben. Die Großen und die Kleinen. Die Starken und die Schwachen. Die Gesunden und die Kranken. Zu Wasser und zu Land. So sei es denn. Du sollst eine erfolgreiche Jagd haben und reiche Beute machen zum Wohle aller meiner Kinder.«


Kivo verneigte sich und bedankte sich bei der Göttin. Laut Ritual sollten sich an dieser Stelle alle Waljäger erheben, ein jeder ein Horn Met zu Ehren von Sedna vergießen und sich dann zusammen mit ihr betrinken. Liva hielt sie jedoch mit einer Geste zurück und winkte Kivo zu sich heran. Er zögerte, aber sie wiederholte die Einladung mit einer Nachdrücklichkeit, die keinen Widerspruch zuließ. Kivo gehorchte. Er hatte ein ungutes Gefühl dabei sich in der Öffentlichkeit seiner Ex so zu nähern aber einer Schamanin widersetzt man sich besser nicht. Als Kivo ihr gegenüber stand, erwartete er Livas vertrauten Geruch wahrzunehmen. Doch sie roch anders. Nach ... nach Meer, stellte er überrascht fest. Wieso war ihm das damals nicht aufgefallen?, fragt er sich.


Und plötzlich sieht er die Begegnung in einem ganz anderen Licht. An dem Abend stand er nicht Liva gegenüber. Auch nicht der Schamanin des Dorfes. Er stand im Lichte einer Gottheit. Dessen ist er sich auf einmal sicher. Etwas Kaltes kriecht seinen Rücken hinab und jagt ihm einen Schauer durch den Körper. Wie konnte er das vergessen? Ihre Worte hallen in seinem Kopf nach.
»Kalaallit Nunaat ist in großer Gefahr. Ich habe einen von euch erwählt es zu retten doch er weigert sich die Aufgabe anzunehmen. Finde ihn und bring ihn dazu zu tun, was getan werden muss oder das Land der Menschen wird im Meer versinken. Und mit ihm ganz Nuna.« 


»Wie kann ich ihn finden? Woran erkenne ich ihn?«, hatte er gefragt.


»Finde das Amulett.«




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