Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Freitag, 22. Mai 2020

Die Macht der Algorithmen

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Sie kommen schleichend daher. Schon seit langem. Anfangs unbemerkt, dann willkommen als Hilfe und zur Entlastung von Routineaufgaben und nun sind sie dabei, die Macht zu übernehmen. Klar, dass ich das sage, denn mein Buch "Evolution 5.0" basiert auf der Idee, dass aus dem Hintergrund die Algorithmen herrschen. Aber diese Behauptung kommt nicht von ungefähr. Ich habe mich an der Realität orientiert und nur ein bisschen in die Zukunft interpoliert.

Erst einmal, was ist überhaupt ein Algorithmus?


Nun das ist einfach eine Rechenvorschrift, die auf Basis von Eingaben ein Ergebnis liefert. Am besten ich erkläre das an einem Beispiel: Nehmen wir dafür einen Lichtschalter. Er soll das Licht anmachen, wenn eine Person den Raum betritt und wieder ausmachen, wenn sie den Raum verlässt. Mit einem Sensor, z. B.: Einer Lichtschranke ist das leicht zu machen. Was aber, wenn noch eine andere Person im Raum ist? Dann soll es vielleicht an bleiben. Dazu brauchen wir noch einen Zähler.

Soweit so gut aber meine Hausbewohner wollen mehr Komfort. Die Ehefrau hat einen anderen Lichtgeschmack als der Mann. Sie liebt es schummrig, äh ich meine romantisch und er will es hell, damit er sieht, ob die Chips noch frisch sind. Also brauchen wir etwas, mit dem die Personen identifiziert werden können. Und, es muss eine Beleuchtungsentscheidung getroffen werden für den Fall, wenn mehrere Personen im Raum sind oder Unbekannte dazukommen, wie z. B.: der neue Freund der Tochter. Für den vielleicht ein oranges Blinklicht, wenn der Drogensensor an der Eingangstüre anschlägt. Äh, okay ich schweife ab. Zurück zum Thema.

Ihr seht, so ein Algorithmus kann schnell ziemlich komplex werden. Bei meinem Beispiel ist der Zusammenhang zwischen Input und Output eindeutig definiert. Das muss aber nicht immer so sein. Bei selbständig lernenden Algorithmen für künstliche Intelligenz ("Deep Learning") ist der Bezug so verwickelt, dass er für jeden Einzelfall aufwändig herausgearbeitet werden muss. Um bei dem Beispiel mit dem Lichtschalter zu bleiben würde der Algorithmus selbständig entscheiden, welche Beleuchtung er dem neuen Freund der Tochter einstellt. Um herauszufinden, warum er gerade diese Entscheidung getroffen hat, müsste man den gesamten Lernprozess zurückverfolgen.

Gut, gut. Das ist ein schönes Beispiel, aber von Beherrschung kann hier keine Rede sein. Stimmt! Aber das war ja auch nur zur Einführung gedacht.


Schauen wir uns also ein anderes Szenario an. Unser Auto.

Früher musste man alles von Hand bzw. Fuß machen. Die Älteren erinnern sich vielleicht sogar noch an das Zwischengas beim Runterschalten von einem höheren Gang. Vor ein paar Jahren wurden Doppelkupplungsgetriebe Standard und das Umrühren im Getriebe per Hand ist Geschichte. Naja, fast zumindest. Egal, mittlerweile haben wir jede Menge Assistenzsystem im Auto. Anfangs war das mit ABS und ASR noch ganz praktisch aber inzwischen nervt die regelmäßige Erinnerung bei längeren Fahrten doch mal eine Pause zu machen.

Aber das ist erst der Anfang. Versetzen wir uns ein paar Jahre in die Zukunft und stellen wir uns mal das Szenario in einem Auto vor, das vollgestopft mit Sensoren und Fahrerassistenzsystemen ist, dass es - zumindest im Prinzip – selbst überall hinfahren kann.

Wir steigen ein und bringen eine ordentliche Alkoholfahne mit. Oder sind blass, verschwitzt und wirken generell recht abgeschlagen. Die Sensoren erkennen das. Sollen sie uns jetzt erlauben den Motor zu starten und selbst loszufahren? Werden sie das überhaupt dürfen?

Vielleicht können wir das von Seiten des Gesetzgebers vorerst noch verhindern - falls sich im Parlament eine Mehrheit dagegen findet. Ihr wisst ja, manche Politiker verbieten gerne viel und schnell.
Apropos Politiker, was ist mit der Versicherung? Eventuell fällt das noch unter »grob fahrlässig« und ist beim Premiumtarif abgedeckt.
Aber im günstigsten Tarif auch? Eher nicht, denn der ist nur deshalb so günstig, weil die versicherten Risiken eingeschränkt sind. Das heißt, die Entscheidungsfreiheit fällt, dann weg.
In der Praxis heißt das, wer sich den Premiumtarif leisten kann, darf eventuell bei einem Notfall schnell ins Krankenhaus brettern. Die Anderen müssen erst mühsam mit der KI des Autos verhandeln.

Gut, nehmen wir an, wir sind gesund, wach, nüchtern, haben grünes Licht vom Punktekonto in Flensburg und das Auto lässt uns fahren. Wir sind unterwegs auf der Autobahn. Vor uns ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120Km/h. Na, das muss man jetzt nicht ganz so ernst nehmen. 130 sind doch auch noch ganz okay, oder?
Hmm, vielleicht für Menschen. Aber für Algorithmen? Darf er uns noch die Freiheit zum Fehlverhalten lassen oder nicht?
Und muss er uns dann gleich die Strafe vom Konto abbuchen und die Geschwindigkeit auf maximal 120Km/h drosseln? Vielleicht auch noch einen kleinen Elektroschock im Genitalbereich zur verkehrsgerechten Konditionierung?
Manche Sado-Masos lassen sich ja schon seit Jahren von ihrem Fitnessarmband durch Elektroschocks an die fällige Zumba-Session erinnern. Okay, wer’s mag ...

ID 150608746 © Melpomenem | Dreamstime.com



Wie dem auch sei, irgendwann verlassen wir die Autobahn und kommen durch einen Ort. Plötzlich taucht zwischen den parkenden Fahrzeugen eine Mutter mit Kinderwagen auf. Sie ist in Eile und versucht gerade hier über die Straße zu laufen, weil gegenüber die Apotheke ist, in der sie noch schnell Medikamente holen will, bevor die zumacht. Das passiert so unerwartet, dass selbst der Autoalgorithmus nicht mehr rechtzeitig bremsen kann. Jetzt muss er entscheiden, ob er die Mutter mit Kinderwagen oder die Oma auf dem Zebrastreifen überfährt. Wie gesagt, das entscheidet der Algorithmus in Sekundenbruchteilen, nicht der Fahrer!

Das glaubt ihr nicht? Wie naiv! Die Algorithmen dafür gibt es schon oder sind zumindest mitten in der Entwicklung. Die Entscheidungen was die können – und dürfen werden gerade jetzt getroffen. Mittlerweile gibt es sogar schon Ethikberatung für Softwareentwickler, die solche Algorithmen programmieren müssen.

Die EU hat jedenfalls schon beschlossen, dass ab 2022 in jeden Neuwagen ein Anschluss für eine Alkoholwegfahrsperre eingebaut werden muss.

Ha, das ist doch alles Zukunftsmusik, da ist noch lange hin, wird der eine oder andere vielleicht sagen.

Na gut, wenn ihr meint. Schauen wir mal, was jetzt schon so läuft:


  • Jede Anfrage auf einer Suchmaschine wird von einem Algorithmus abgearbeitet. Er entscheidet, was wir in welcher Reihenfolge als Antwort zu sehen bekommen. Die meisten Menschen benutzen Google. Dort stehen ganz oben die Anzeigen. Das sind die Links zu Webseiten, die dafür bezahlt haben, dass Google sie ganz oben platziert.

    Kleiner Tipp, wenn ihr die ärgern wollt, dann braucht ihr die Webseiten nur anzuklicken. Dafür müssen sie was zahlen. Das können locker 1€ oder 2€ sein. Das Geld bekommt natürlich Google, nicht der, der sie anklickt. Die Relevanz zur eurer Suche muss im Zweifelsfall natürlich hinter Googles Gewinnstreben anstehen.

    Nach der gesponserten Werbung kommen die Links, die Googles Algorithmus am zutreffendsten hält. Nach welchen Kriterien das berechnet wird, ist streng geheim. Google ändert regelmäßig die Rechenvorschrift. Das tun sie zum Beispiel, wenn sie der Meinung sind, zu viele Leute hätten den Code geknackt und würden sich durch geschickte Manipulation einen Platzierungsvorteil verschaffen.

    Ich persönlich habe mir angewöhnt die Anzeigen zu ignorieren und schaue mir fast immer auch noch Links weiter unten und auf den folgenden Seiten an. Gelegentlich benutze ich auch andere Suchmaschinen wie Duckduckgo, die versprechen nicht zu verfolgen.

  • Die Schufa berechnet mit Algorithmen unsere Kreditwürdigkeit. Was die als Input nehmen und wie der Algorithmus genau aussieht, dürfen wir nicht wissen. Das betrachtet die Schufa als Geschäftsgeheimnis. Aber ein bisschen was weiß man schon. Wer zum Beispiel nie einen Kredit aufgenommen hat, hat keine gute Bewertung, weil die Schufa ja keine Erfahrungswerte sammeln konnte. Und, wenn der Nachbar seinen Kredit nicht mehr bedienen kann, sinkt die Bewertung für alle, weil in den Algorithmus auch die Performance der Wohngegend einfließt. Wer also in einer Gegend mit Luxusvillen wohnt, bekommt deshalb günstigere Kreditraten, als jemand, der in einem sogenannten sozialen Brennpunkt wohnt.


  • Algorithmen berechnen, was wir auf den sozialen Medien zu sehen bekommen. Sie bestimmen welche Posts unserer Freunde oben landen und welche Werbung uns gezeigt wird.

    Ich muss jedesmal schmunzeln, wenn ich bei einer neu installierten App die Datenerfassungsrechte einschränke und dann der Hinweis kommt, dass die Werbung nun weniger zielgruppenorientiert ist. Das will ich ja! Je weniger relevant die Werbung ist, desto leichter fällt es mir, sie zu ignorieren. Außerdem erschrecke ich regelmäßig, wenn ich mich im Büro über Bohrhämmer unterhalte und dann zuhause auf Facebook Bohrhammerwerbung zu sehen bekomme. Das muss nicht sein.

    Die Algorithmen bestimmer aber nicht nur die Informationen, die in den sozialen Medien für uns vorgefiltert werden, sondern auch Zensurmaßnahmen.

    Z. B.: Hat die Bundesregierung die Filterung von Hasskommentaren an die Plattformbetreiber delegiert. d.h., die Plattformbetreiber sind zu Erfüllungsgehilfen der Gesetze verdonnert worden. Die Algorithmen dafür müssen sie selbst entwickeln. Man muss sich das mal vorstellen: Ein gewinnorientieres, börsennotiertes Unternehmen übernimmt hoheitliche Aufgaben! Der Interessenskonflikt ist vorprogrammiert. Die Algorithmen, die hier zum Einsatz kommen, sind übrigens allesamt Betriebsgeheimnisse. Korrekt und im Sinne der Demokratie und Grundgesetz wäre es meiner Meinung nach gewesen, wenn die Bundesregierung den dafür geeigneten Algorithmus entwickelt und den Plattformen als Open Source Code zur Verfügung gestellt hätte.

    Anstatt den Fehler zu korrigieren plant unsere Regierung in diesem Sinne weiterzumachen.





  • Versicherungen benutzen Algorithmen, um individuelle Tarife zu berechnen.

    Ein Beispiel dazu habe ich oben bereits genannt. Generell ist mir aufgefallen, dass die Leute die verrücktesten Dinge machen, um günstigere Tarife zu bekommen. Dafür legen sie sich ein Fitness Armband an, das die Mentaldaten Tag und Nacht sammelt und an die Versicherung weiterleitet. Oder sie lassen sich eine Blackbox ins Auto einbauen, das permanent den Fahrstil aufzeichnet.

    Schön, wenn sie diese Art von Überwachung mögen ist das ihre Sache. Aber was, wenn das Pflicht wird?

    Das ist übrigens gar nicht so abwegig. Im Rahmen der Corona Bekämpfung hat unser Gesundheitsminister ernsthaft einen Immunitätsausweis ins Spiel gebracht. Auf den ersten Blick mag sich das vielleicht gut anhören aber, wenn man das konsequent durchdenkt, stellen sich einem die Nackenhaare auf. Vom Immunitätsausweis ist es dann auch nicht mehr weit zu einem allgemeinen Gesundheits- und Wohlverhaltensausweis.

    Allein die Anwendung wirft Fragen auf: Heißt das, ich darf nur dann am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, wenn ich den habe? Wie ist das mit dem Job? Oder Schule? Urlaub? Versicherungen? Wer einen Immunitätspass hat darf vielleicht in Zukunft im Restaurant drinnen essen, die anderen müssen draußen bleiben.

    Und was, wenn ich keinen bekomme, weil ich noch kein Corona hatte? Soll ich mich dann vorzeitig anstecken, damit ich wieder arbeiten, zum Friseur oder ins Kino gehen kann?
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Samstag, 21. Dezember 2019

Über die Buchwerdung, Rezensionen und etwas Persönliches


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Na, war euch der letzte Post zu technisch?

Mir nicht. Ja, ich gebe zu, es war ziemlich tief in der Quantenphysik drin. Aber nur, um zu erklären, warum es eigentlich unvermeidlich war, dass wir im postfaktischen Zeitalter gelandet sind. Denn, wenn es schon auf Quantenebene nicht möglich ist, zu sagen was real ist und was nicht, wie soll es dann bei uns Menschen gehen? Schließlich bestehen wir aus Atomen und die gehorchen sozusagen zu drei Vierteln der Quantenphysik und zu einem Viertel der Schwerkraft. Letzteres ist übrigens das, was uns auf dem Boden der – heutzutage leider stark verdrehten - Tatsachen hält. Und das ziemlich zuverlässig. In der Quantenphysik regiert der Zufall, und was wann wo passiert ist, ja sogar ob überhaupt was passiert ist, hängt vom Betrachter ab.

Nun gut. Diesmal habe ich ein weitaus weniger technisches Thema. Ich möchte euch einen Update zu meinem Buchprojekt "Evolution 5.0 – Mutation" geben. Ich habe das Buch im Juli 2018 veröffentlicht und meine Leser bemängeln zu recht, dass die Geschichte mitten drin endet. Das ist leider so. Ich hatte vor die Fortsetzung kruz danach zu veröffentlichen. Leider sind mir in den letzten drei Jahren fünf Umzüge dazwischen gekommen. Dazu kam noch ein Jobwechsel und diverse private Veränderungen: Mein Papa ist gestorben, meine Frau und ich haben uns getrennt, mein Sohn ist ausgezogen und ich habe eine neue Liebe gefunden. Das war ein ganz schönes Auf und Ab, was mich sehr viel Zeit und Energie gekostet hat.

Immerhin habe ich auch eine gute Nachricht. Ich bin mit dem 2. Band (der hat den Untertitel "Selektion") schon ziemlich weit. Das Manuskript ist auch schon im Lektorat. Allerdings hat meine Lektorin mir auch einiges an Feedback gegeben, was erst einmal verarbeitet werden muss.

Und noch eine gute Nachricht. Mit dem 3. und letzten Teil habe ich auch schon angefangen. Der wird übrigens zum Teil in Grönland spielen. Warum ausgerechnet Grönland?, werdet ihr euch sicher fragen. Na ja, ich dachte mir, das ist ein Schauplatz, der noch nicht so abgegriffen ist. Wie viele Geschichten kennt ihr denn, die in Grönland spielen? Ich kenne keine. Außerdem spielt die letzte Phase meiner Story in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Klimawandelbedingt darf man davon ausgehen, dass Grönland als Lebensraum interessant wird. Dort wurde vor ca. 1000 Jahren Getreide angebaut und, wenn das Eis erst mal weg ist, dann könnte es vielleicht zur Kornkammer der Welt werden. Wer weiß. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass das Land der Menschen (Kalaallit Nunaat, wie die Einheimischen ihre Heimat nennen), in den nächsten Jahrzehnten Schauplatz großer Veränderungen sein wird.

Der 3. Teil schließt jedenfalls meine Geschichte ab. Die Basis für meine Geschichte ist ja die Überlegung wie es mit der Evolution des Homo sapiens, also von uns Menschen weitergeht. Mittlerweile schreitet die Digitalisierung dermaßen rasant voran, dass unsere Erbanlagen sich womöglich nicht wie bis jetzt schnell genug an die Veränderungen anpassen können.
Die Optimisten gehen immer noch davon aus, dass die Menschheit Kontrolle über die Computer behält. Die Pessimisten befürchten, dass wir entweder von den Computern versklavt oder gleich ganz ausgerottet werden. Wahrscheinlich erst versklavt und dann ausgerottet.

Apropos versklavt: Wer von euch kommt ohne Computer / Smartphone / Tablet bzw. Internet mehr als 24 Stunden aus?
Und wer erhält seine Anweisungen bereits von einem Computer? Damit meine ich nicht nur Arbeitsanweisungen, sondern auch sogenannte "Empfehlungen" von einem digitalen Assistenten mal eine Pause einzulegen, einen Regenschirm mitzunehmen, dieses oder jenes zu lesen, kaufen, essen, Sport zu treiben, Medikamente einzunehmen, schlafen, aufstehen, navigieren, jemanden zum Geburtstag zu gratulieren etc., etc., etc.

Ich denke, dass weder das eine noch das Andere passiert. Ich denke, dass wir irgendwo dazwischen rauskommen. Meine Vision ist jedenfalls eine Symbiose zwischen Menschen und Computern. Wie das aussehen könnte, ist die Grundlage es dritten Teils.

Im ersten Teil fand die dafür notwendige Mutation statt. Im 2. Teil bewährt sie sich und übersteht die Selektion und im 3. Teil darf sie sich ausbreiten. Deshalb auch der Untertitel "Proliferation" (Weiterverbreitung).

© Roy O'Finnigan


Und noch etwas. Nach langer Überlegung habe ich mit meinem Buch ein Experiment gewagt. Ich habe für ein paar Wochen den Preis von 99 Cent auf 0 Cent gesenkt. Das ist mir sehr schwergefallen. Immerhin hat das Buch 563 Seiten und ich habe 7 Jahre daran geschrieben.
Nun gut, ich habe es getan. Das Ergebnis war – sagen wir mal - interessant. Es gab viele Downloads und ich habe endlich auch weitere Rezensionen bekommen. Die waren zwar recht gemischt aber immerhin habe ich auch brauchbares Feedback bekommen.
Die Bandbreite der Rezensionen reichte von "Matrix würdig" (5 Sterne) bis "Zu viele Fehler" (1 Stern). Mehrmals wurden die Grammatik und das Lektorat kritisiert. Wer mag, kann sich die neuesten Rezensionen gerne hier anschauen.

Hmm... Letzteres hat mir zu denken gegeben. Ich habe die Arbeit meines Lektors und meiner Korrektorin immer sehr geschätzt. Ich bin überzeugt davon, dass beide einen guten Job gemacht haben. Trotzdem habe ich auch das Gefühl, dass mein Buch was das betrifft, noch besser sein könnte. Okay, es ist mein erstes Buch und da gab es naturgemäß viel zu lernen. d.h., ich habe viele Fehler gemacht. Ich fürchte, mein Lektor konnte nicht alles wieder geradebiegen.

Ein großer Fehler, den ich zum Beispiel gemacht habe war, dass der Plot nicht detailliert genug war. Teilweise habe ich meinen Protagonisten zu viel Freiraum gelassen und ihnen erlaubt, vom ursprünglichen Handlungsgerüst abzuweichen. Das hätte ich nicht tun sollen, denn dadurch ergaben sich gewisse Probleme, die ich später nicht mehr so richtig beheben konnte. Und ich gebe zu, ich habe auch nicht immer auf meinen Lektor gehört. Manchmal musste es nach meinem Kopf gehen.
Was die Grammatik betrifft, gibt es tatsächlich ein paar Dinge, die ich bewusst falsch gemacht habe, um der Geschichte mehr Tempo zu geben. Ich weiß, dass die korrekte Formulierung zum Beispiel so lautet:

... Nüchtern betrachtet versteht sie nicht, warum sie sich das gefallen lassen hat. ...

Aber so liest es sich besser und bringt mehr Tempo in die Geschichte:

... Nüchtern betrachtet versteht sie nicht, warum sie sich das gefallen ließ.

Ein anders Problem war, dass mich die Technologieentwicklung während des Schreibens überholt hat. Plötzlich gab es Dinge bereits zu kaufen (z. B.: Virtual- und Augmented Reality Brillen), die in meiner Geschichte erst noch erfunden werden sollten. Selbst Walt Disneys hat in seinem "Lustigem Taschenbuch Nr. 515" die Titelgeschichte Augmented Realtiy gewidment!

D. h. das Basisthema meines Sci-Fi Thrillers "Evolution 5.0 - Mutation" ist nun endgültig Mainstream.
Auch die Künstliche Intelligenz hat mit Tieflernenden ("deep learning") Algorithmen einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Das hat sogar mich erstaunt obwohl ich es eigentlich besser wissen sollte, da die Digitalisierung einem Exponentialgesetz folgt. Schweren Herzens habe ich mich entschlossen die Technologiefront weiter nach vorne verschieben.

Wie dem auch sei ich habe versucht so viel wie möglich aus meinen Fehlern zu lernen. Deshalb habe ich auf dem Plot für den 3. Teil sehr viel Zeit spendiert. Der hat jetzt ein sehr striktes Konzept, von dem ich auch nicht abweichen werde. Zumindest nicht solange es keinen sehr triftigen Grund gibt. Also, ich meine es muss schon ein wichtiger Anlass sein.
Übrigens, zum Plotten kann ich "DramaQueen" wärmstens empfehlen.

Vielleicht gibt es ja demnächst hier eine kleine Kostprobe. Es lohnt sich also auf meinem Blog immer wieder mal vorbeizuschauen.

P. S. Edna Ferber hat gesagt: "Weihnachten ist keine Jahreszeit. Es ist ein Gefühl!"



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Freitag, 31. August 2018

Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen?

ID 97212318 © | Dreamstime.com

In letzter Zeit tauchen auf den Online Plattformen und sozialen Medien immer häufiger Warnungen über die Folgen der künstlichen Intelligenz auf. Hier ein Beispiel:

McKinsey erwartet, dass bis 2030, also in einem Zeitraum von 12 Jahren 800 Millionen Jobs durch tieflernende KI Algorithmen („deep learning“) wegfallen.   

Ich halte das durchaus für realistisch. Wahrscheinlich kommt es noch schlimmer. Es gibt natürlich auch Optimisten, die tieflernende KI (im Folgenden werde ich das mit „KI“ abkürzen) positiv sehen und in ihr einen potentiellen Wohlstandstreiber sehen. Auch dem stimme ich zu. Das kann so kommen.
Wird es aber nicht. Und wenn, dann nicht aus den Gründen, welche die Optimisten nennen. Denn sie haben die Funktionsweise und Fähigkeiten der KI nicht verstanden. Deshalb unterschätzen sie zum Beispiel, dass die KI jeden – und ich meine wirklich jeden -Job ersetzen kann (Bei mechanischen Arbeiten bedarf es natürlich noch einer Maschine bzw. eines Roboters).

Zum anderen behaupten sie, dass dadurch auch neue Jobs entstehen. Das stimmt zwar aber die anderen Jobs verschwinden so schnell, dass die neuen Arbeitslosen keine Chance haben sich umzuschulen. Wenn das überhaupt möglich ist, weil die neuen Jobs in der Regel Qualifikationen erfordern, die für die Masse der Betroffenen nicht erreichbar sind oder ganz einfach Jobs sind, die sie nicht machen wollen.
Überhaupt, was sollen das für Jobs sein, die uns die KI übriglässt? Vermutlich welche, die kreatives Denken, Flexibilität mit hoher sozialer Kompetenz und kognitiven Fähigkeiten erfordern? Also vielleicht Künstler, Altenpfleger und Kinderbetreuer? Vielleicht auch noch Handwerker?
Ich muss euch enttäuschen. In der breiten Masse wird auch hier die KI in Kombination mit einer Maschine einen besseren und – auch das wird systematisch unterschätzt - billigeren Job machen.

Abgesehen davon berücksichtigen die KI Optimisten nicht, dass sich die Weltbevölkerung frühestens bei 11 Milliarden stabilisieren wird. D. h. da kommen bis Mitte des Jahrhunderts noch ca. vier Milliarden Menschen dazu, die auch alle einen Job haben wollen. Niemand glaubt im ernst, dass die KI vier Milliarden Jobs schaffen wird, oder?

Viele hoffen dann auch, dass die KI die langweiligen Routineaufgaben übernimmt und der Mensch die kreativen Tätigkeiten. Der erste Teil der Behauptung stimmt. Die Routinearbeiten verschwinden zuerst. Aber, dass die Menschen in Massen kreative Arbeit leisten werden halte ich für einen großen Irrtum. Die meisten Menschen sind gar nicht so kreativ und können das auch gar nicht sein. Dazu sind sie viel zu angepasst.

Kreativität braucht Querdenker und Leute die das System und Etabliertes in Frage stellen. Das will man in unserer Gesellschaft nicht und hat es deshalb schon immer unterdrückt.
Wer genau wissen will warum das so ist, sollte hier mal nachlesen:

Und Jobs mit hoher sozialer Kompetenz und kognitiven Fähigkeiten sind auch nicht jedermanns Sache.

Ganz abgesehen davon wird die KI für den Alltagsbedarf an Kreativität bessere Ergebnisse als der Mensch liefern. Computer haben mittlerweile ausreichend Rechenleistung, dass sie eine Vielzahl von Szenarien einfach durchrechnen können und dann daraus das Optimale bestimmen. Falls die derzeitige Rechenleistung dafür nicht reicht wartet man halt zwei Jahre. Dann hat sie sich verdoppelt (Moores Law). Unterstützt mit KI geht das natürlich noch besser und effizienter. Das beste Beispiel dafür ist der Gewinnzug von Alpha Go (der berühmte „Move (Zug) 37“). Hier sei angemerkt, dass Googles AlphaGo sich das Spiel, Strategie und Taktik selbst beigebracht hat. Ich würde sagen dieser Zug verdient mit menschlicher Intuition verglichen zu werden.

Na, wird der eine oder andere schon nervös?
Oder glaubt hier vielleicht doch noch jemand, dass die KI Algorithmen nichts weiter sind als klassische Computerprogramme die nichts anderes können als das, wofür sie programmiert wurden?
Hoffentlich nicht, denn die KI lernt selbst. Programmiert wird nur die Lerntechnik. Noch. Denn auch das kann eine darauf spezialisierte KI lernen. Und wie uns das Beispiel „Go Spiel“ gezeigt hat kann sie das besser als jeder Mensch.

„Zwei wundervolle Züge, die ein Mensch niemals machen würde, welche die Zukunft des Go Spiels für immer verändern

Move 37 gibt’s auch in englisch:
"It's not a human move. I've never seen a human play this move," he [Fan Hui] says. "So beautiful." It's a word he keeps repeating. Beautiful. Beautiful. Beautiful.

© GW20160132169 Georde Wood - Move 37 Go


Ein anderes Beispiel ist das Teamspiel „Win the Flag

Hier treten zwei Teams mit je zwei Spielern gegeneinander an. Ihr Ziel ist es, die Flagge des Gegners aus dessen Basis in die eigene zu tragen.
Alle notwendigen Fertigkeiten hat sich die KI selbst erarbeitet; nicht einmal die Regeln des Spiels sind ihr vorab einprogrammiert worden.

Also, nachdem das geklärt ist Stellen wir uns mal das Idealszenario der Zukunft mit KI vor:
Ein uralter Menschheitstraum geht in Erfüllung. Die KIs sorgen für eine lückenlose rundum Vollversorgung der Menschen. Niemand muss mehr arbeiten. Jeder bekommt was er braucht und was gut für ihn ist. Roboter und künstliche Intelligenz sorgen dafür, dass es uns an nichts fehlt und, dass es gerecht zugeht. Das Paradies halt so, wie man sich das vorstellt.
Menschen dürfen (im Rahmen der Gesetze) tun was sie wollen und wozu sie gerade Lust haben. Alles was von Menschen gemacht wird, ist Luxus und wird hochgeschätzt, usw, usw.

Dass es so kommt halte ich für unwahrscheinlich. Die Probleme des oben beschriebenen Szenarios sind offensichtlich. Was, wenn alle ein Haus direkt am Starnberger See wollen? Oder die Luxus Penthouse Wohnung in München? Oder, oder oder …
Wenn das überhaupt gehen soll, dann müssten die Reichen erst enteignet und die Mächtigen entmachtet werden. Dann müssten alle vorhandenen Güter und Ressourcen fair verteilt werden. Das ist ein schöner Gutmenschentraum, wird aber nicht passieren.
Überhaupt, wer soll das finanzieren?

Vermutlich wird es eher ganz anders kommen: 
Vor kurzem hypte eine Meldung durch die Medien, dass acht Männer so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Zusammen haben sie $426 Milliarden. Mit so viel Geld können sie – wenn sie möchten - mit Robotern und KI alle Jobs der Welt abschaffen. Naja, vielleicht nicht sofort alle aber versuchen wir uns einfach mal vorzustellen was auf der Welt passiert, wenn plötzlich 800 Millionen Jobs wegfallen (wie von McKinsey prognostiziert) und es keinen Ersatz dafür gibt.

Ich unterstelle den Superreichen mal, dass die entsprechend ultrakapitalistische Einstellung haben, um das durchzuziehen. Sonst wären sie nicht so reich geworden.
Ob sie das tun hängt vom erwarteten Gewinn ab. Für die ist es eine einfache Rechnung:
Was kostet mich mehr? Einen Menschen einzustellen oder eine Maschine mit KI kaufen?
Der Roboter hat Kosten in der Anschaffung. Bei einem Menschen zahlen die „Herstellung“ die Eltern und die Grundausbildung der Staat, also der Steuerzahler. Meistens zumindest. Manche Firmen bilden auch aus bzw. ihre Mitarbeiter weiter.
Maschinen werden über deren Lebenszyklus steuermindernd abgeschrieben. Dagegen stehen die Kosten für die Wartung und den Energieverbrauch. Menschen brauchen ein Gehalt für die Lebenshaltung, soziale Nebenkosten, Krankenversicherung, Urlaub, etc.
Maschinen brauchen das nicht. KIs müssen natürlich auch weiterentwickelt werden aber das tun sie von selbst. Nicht umsonst sind sie ja selbstlernend. Sie brauchen natürlich Computersysteme auf denen sie laufen. Und die wiederum brauchen gewisse Hardware und Strom.

Ich fürchte schon bald werden Vergleiche angestellt werden wieviel Leistung ein Computer mit KI-System verbraucht und wie viel ein Mensch. Übrigens 2200 Kilokalorien sind 2,56Kwh.
Ein PC, sagen wir mal er hat eine Leistung von 450W, verbraucht 4kWh in acht Stunden (länger arbeitet ein Mensch im Schnitt nicht). Der Strom kostet allerdings nur 0,79€ pro Tag (bei 22¢ pro kWh). Wobei noch zu berücksichtigen wäre, dass der PC den ganzen Tag läuft, also drei Menschen ersetzen kann.

Wie viel ihr pro Tag für Essen ausgebt wisst ihr am besten selbst.

Ich denke ich brauche nicht zu erwähnen was ein PC kostet und, dass Software beliebig kopiert werden kann. Im Gegensatz zum Menschen. Selbst geklont muss er jahrelang lernen, bis er das Niveau einer KI erreicht hat.

Gut, ich gebe zu ich habe hier einiges vereinfacht dargestellt. Vielleicht zu einfach. Aber ich denke das Prinzip ist nachvollziehbar. Das Gehalt der Menschen für jeden Job wird mit der Kostenkombination Computer plus Roboter verglichen werden. Kaum einer wird mehr verdienen. Wenn der Roboter mit KI billiger kommt als die Menschen zum Leben brauchen sehe ich schwarz.

Falls es so kommen sollte werden die Ultrakapitalisten natürlich bald feststellen, dass sich die Arbeitslosen ihre vollautomatisch produzierten ultrakreativen Produkte nicht leisten können. Dann ist es aber schon zu spät. Die Jobs sind weg. Kapitalismus funktioniert nun mal so. Was gemacht werden kann wird auch gemacht.

In diesem Zusammenhang sehe ich mittlerweile solche Forderungen wie 20 Wochenstunden Arbeit bei vollem Lohnausgleich unter ganz anderem Licht.

Weitere Links:

Können Roboter fühlen?

Schuldig oder unschuldig? Kreditwürdig oder nicht? Immer mehr Entscheidungen werden von Maschinen getroffen - und immer weniger Menschen verstehen, was da passiert.

Vom Wetterbericht bis zur Fußball-Kreisliga: Maschinen verfassen Texte, die keiner schreiben will. Die Leser lieben sie.

Stanford-Lesetest: Microsoft- und Alibaba-KI erstmals besser als Menschen

Künstliche Intelligenz:
Maschinen spielen die Menschen aus
von Axel Weidemann
Mensch ärgere Dich nicht: Auch im Videospiel gewinnt inzwischen die Künstliche Intelligenz. Bei einem „Dota 2“-Wettkampf haben fünf Bots Profispieler geschlagen. Ist das der Anfang vom Ende?

Die letzte Erfindung der Menschheit? - WirtschaftsWoche Online

Hartes Fell und weicher Gang: Tech-Firma präsentiert neuen Robo-Hund
         
Er hat hartes Fell und wirkt auf den ersten Blick kopflos: "SpotMini". Doch der Roboter-Hund hat schon erstaunliche Ähnlichkeiten mit seinem tierischen Vorbild. Bald wollen die Entwickler von "Boston Dynamics" verkünden, was sie mit "SpotMini" planen.   
Artikel lesen

Freitag, 20. Juli 2018

"Evolution 5.0 - Mutation" - Endlich ist es soweit!

© designenlassen .de

Endlich ist es soweit!!!

Mein Buch ist online und auf (fast) allen Plattformen als Taschenbuch und eBook verfügbar.
Das Taschenbuch wird im Print on Demand Verfahren nach Bedarf gedruckt. D. h. ihr müsst ein paar Tage darauf warten. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Aber, Vorfreude ist auch eine Freude, oder? :-)

Ich habe mich für die Veröffentlichung bei neobooks entschieden. Wichtige Gründe dafür waren, dass man dort automatisch eine richtige ISBN Nummer bekommt. Für "Evolution - 5.0 - Mutation" lautet sie 978-3-7427-3009-1826. Damit, und weil das Buch in das Verzeichnis lieferbarer Bücher aufgenommen wurde könnt ihr es auch in jeder Buchhandlung bestellen.

Neobooks schickt auch zwei Exemplare an die Nationalbibliothek!

Hier könnt ihr das Buch online kaufen:


Thalia (eBook)

Google Play (eBook)

iBooks Store (eBook)

Kobo (eBook)

Weltbild (eBook)

Neobooks (eBook) 

Hugendubel (Taschenbuch)

ePubli (Taschenbuch)

Ach, übrigens, ich habe mich beim Deutschen Self Publishing Preis (DSPP) 2018 beworben:



Vielleicht fragt sich der Eine oder Andere, welche Motivation hinter dem Buch steckt.



Die Idee basiert auf der Frage wie die Zukunft der Menschheit angesichts rasanter Gen- und Computertechnologiefortschritte aussehen könnte. Die Gentechnik zum Beispiel ermöglicht perfekt gestaltete Körper und Fähigkeiten. Allerdings nach den Vorstellungen der Eltern.
Wer lieber selbst über sein Aussehen und seine Fähigkeiten bestimmen möchte entscheidet sich für ein Leben in einer Computerwelt. Dort lässt man sich durch einen Avatar vertreten. Der Schönste? Körper der Welt? Kein Problem. Oder lieber der Ausgefallenste? Geht natürlich auch. Man ist, was immer man sein möchte. Man kann über sein Schicksal selbst bestimmen, sich einfach treiben lassen und schauen was passiert oder irgendetwas dazwischen. Und, wenn einem etwas nicht mehr gefällt ändert man es mit einem Mausklick oder drückt gleich auf die Reset Taste.

Dafür braucht es aber die perfekte Gehirn-Computer-Schnittstelle. Sie ist die Voraussetzung für das Leben in einer computergenerierten Welt, die von dem wahren Leben nicht mehr unterscheidbar ist. Mein Protagonist Sam arbeitet wie besessen daran. Das ist das Hauptmotiv für den ersten Band.

Sam verkörpert den naiven Nerd, der nur das Beste im Sinn hat und sich nicht vorstellen kann welche gravierenden Folgen der Missbrauch seiner Erfindung haben kann.


Ursprünglich hatte ich geplant die Geschichte in einem Buch zu erzählen. Nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass das nicht geht. Deshalb habe ich mich für eine Trilogie entschieden. Im ersten Band macht die Evolution einen Mutationssprung hin zur Symbiose zwischen Menschen und Computern. Gentechnik und Computertechnik verschmelzen die Menschen zu einer neuen Spezies.
Im Zweiten findet dann die Selektion statt und im Dritten Teil breitet sich die neue Spezies aus.

Das war der Ausgangspunkt meiner Geschichte. Den Rest habe ich meiner Fantasie überlassen. Ich hatte viel Spaß bei der Arbeit. Es gab viel zu lernen und manchmal musste ich mich richtig durchbeißen. Was mich überrascht hat war, dass meine Protagonisten durchaus ein Eigenleben haben. Aus Neugierde habe ich ihnen hin und wieder erlaubt vom Skript abzuweichen, weil ich sehen wollte wohin das führt. Das wieder gerade zu bügeln hat mich zwar eine Menge Zeit gekostet. Trotzdem habe ich diese Eigendynamik auch sehr genossen.

 

So, jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.
Feedback und Kommentare sind jederzeit willkommen.

P. S. Die Fortsetzung ist bereits in Arbeit


Virtual Space Composition

Virtual Space Composition
© Agsandrew | Dreamstime.com