Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Donnerstag, 14. Februar 2019

Quo vadis Evolution?

© designenlassen.de



Wohin geht die Evolution?


Ihr meint vielleicht die Evolution geht einfach so weiter und wir müssen uns keine Sorgen darüber machen?
Da bin ich anderer Meinung!
Ich bin überzeugt davon, dass wir gerade die Verschmelzung der digitalen mit der biologischen Evolution erleben. Na gut, zumindest die Anfänge. Das mag auf den ersten Blick womöglich etwas weit hergeholt klingen. Ist aber auch nicht! Immerhin schreitet die Digitalisierung der Welt dermaßen rasant voran, dass ich nicht glaube, dass sie vor der Erbsäure haltmachen wird.

Ich mache mir schon seit längerem Gedanken darüber und habe das auch zum Grundthema meines Buches "Evolution 5.0" gemacht.
Wie wir alle wissen läuft die Entwicklung des Lebens in 3 Schritten ab:

1. Es gibt eine Veränderung. Das ist die Mutation
2. die Veränderung wird auf ihre Tauglichkeit überprüft. Das ist die Selektion.
3. Wenn sie einen Vorteil bietet, breitet sie sich aus. Das ist die Proliferation.

Genauso erzähle ich meine Geschichte. Den 1. Band hatte ich im Juli 2018 veröffentlicht. Der 2. ist in Arbeit und der 3. kommt hoffentlich nächstes Jahr.

Ich habe mich für die Versionsnummer 5.0 entschieden, um anzudeuten, dass die Evolution ein neues Kapitel aufgeschlagen hat. So ähnlich wie man die 4. industrielle Revolution "Industrie 4.0" genannt hat. Auch hier erleben gerade eine dramatische Veränderung, die aber kaum einer merkt, weil das Entscheidende im Hintergrund abläuft. Ich bin selbst im Bereich IoT tätig und ihr glaubt gar nicht was wir im Moment gerade alles digitalisieren.

Es wird ja immer darüber geredet bzw. spekuliert, dass eines nicht mehr allzu fernen Tages die Computer die Macht übernehmen. Die Optimisten glauben an die Alternative, dass sie es nicht tun und stattdessen den Menschen dienen und so das Paradies auf Erden für alle schaffen.

Ich sehe eher eine dritte Möglichkeit Mensch und Maschine verschmelzen.

© Mr1805 | Dreamstime.com


Wie könnte das passieren?
Nun, bevor wir das Wie betrachten, muss ich ein bisschen ausholen.

Unsere Digitalwelt basiert auf dem Dualsystem. D. h. ein Bit – das ist die kleinste Informationseinheit – besteht aus zwei Zuständen. In der Regel werden sie mit 0 und 1 bezeichnet.

Auch die Erbmaschinerie ist digitalisiert (Da staunt ihr, was?). Deren kleinste Informationseinheit wird Codon genannt.

Letzteres besteht aus drei aufeinander folgende Nukleotide im DNA Strang (sogenannte Tripletts). Es gibt vier verschiedene Nukleotide. Jedes Triplett kann also 64 (= 4 * 4 * 4) verschiedene Aminosäuren kodieren. Aus diesen Aminosäuren werden Proteine gebildet und die wiederum sind für alle biologischen Funktionen von Bedeutung.

Gut, ich gebe zu das ist jetzt etwas stark vereinfacht, aber ich will euch nicht mit unnötigen Details langweilen. Wer es genau wissen will, kann das natürlich jederzeit bei Wikipedia oder sonst wo im Internet recherchieren. Oder am besten gleich ein Biologiestudium anfangen :-)

Entscheidend sind diese Details für die weitere Betrachtung nicht. Dafür etwas Anderes:

Der Motor der Evolution ist die Selektion, die aus den ständig vorkommenden Mutationen die fittesten herausgefiltert. Dies hat letztendlich zum Homo Sapiens (das sind wir) geführt. Wir haben die Computer erfunden, die – wie oben erklärt – auf dem Dualsystem basieren. Unsere Erfindung kennt zwar nur zwei Zustände, während die Biologie vier verschiedene Nukleotide verwendet aber das spielt keine Rolle. Auch mit zwei Zuständen kann man jede beliebige Zahl darstellen. Man braucht halt etwas mehr Stellen, doch auch das ist nur ein Detail am Rande.
Ob eine Zahl aus 400 oder 40.000 Ziffern besteht, macht für uns keinen Unterschied. So große Zahlen können wir geistig sowieso nicht erfassen. Der Computer braucht für größere Zahlen mehr Speicher und die DNA wird länger.

Letztendlich ist ein Computerprogramm ist nichts weiter als eine große Zahl. Papyrus Autor, das ist das Textprogramm, mit dem ich diesen Post schreibe, beginnt zum Beispiel mit den Binärziffern 0100 1101 0101 1010 1001 und ist 156.295.168 Stellen lang. Die Computerexperten unter euch wissen, dass das 19,079 Megabytes sind.
Ihr seht mir hoffentlich nach, dass ich nicht alle Stellen hier aufschreibe. Zum Einen wäre das todlangweilig und zum Anderen bekäme ich dann auch noch Probleme mit Ulli Ramps und Oliver Niebler, wenn ich deren Programm einfach so verteilen würde. Naja, mit der Demoversion würden sie mir das vielleicht noch nachsehen ;-)
Aber ich schweife ab.

Was die Zahlen bedeuten, stellt sich erst heraus, wenn man sie in einer entsprechenden Umgebung in die Freie Wildbahn entlässt. Im Falle des Binärcodes brauchen wir dafür einen Computer. Im Falle der DNA eine Zelle.

Das menschliche X-Chromosom zum Beispiel beginnt mit der Nukleotidbasenfolge  CTAACCCTAA ... GAAAG (das erste G kommt in diesem Gen erst an 41. Stelle) und ist 156,040,895 Zeichen lang (Quelle: Wikipedia & Wolfram Alpha). Zwar sind nicht alle Teile eines Gens proteinkodierend aber auch dieses Detail können wir für die Betrachtung vernachlässigen.
Wenn es euch für das Verständnis hilft, könnt ihr die Buchstaben C, T, A und G durch die Zahlen 0 bis 3 ersetzen. Dann beginnt das X-Chromosom mit den Ziffern 0122000122 ... 32223.
Mathematisch sprechen wir hier von einem "Quaternär System". Aber das braucht ihr euch nicht zu merken, wenn euch der Ausdruck stresst. Wichtig ist zu erkennen, dass das X-Chromosom letztendlich auch nichts anderes ist als eine Zahl. In welchem Zahlensystem sie dargestellt wird ist eigentlich nur eine Randnotiz wert.

Nur als Anmerkung zu der Randnotiz: jeder von uns benutzt täglich mehrere Zahlensysteme ohne es zu merken. Das Dezimalsystem kennt jeder von euch. Das ist unser Zahlensystem mit dem wir bereits im Kindergarten, spätestens in der Schule Rechnen lernten.

Wer mit Computern zu tun hat, kennt ganz sicher das Dual- und Hexadezimalsystem.

Im täglichen Gebrauch benutzen wir noch ein weiteres Zahlensystem. Den wenigsten ist bewusst, dass wir die Zeit im Sexagesimalsystem messen. Das Zahlensystem mit der Basis 60 wurde von den Babyloniern bereits vor 4000 Jahren eingeführt und hat sich bis heute gehalten.

Die Maja benutzten übrigens ein Zahlensystem mit der Basis 20.

Ihr seht also, unser Dezimalsystem ist gar nicht so selbstverständlich und zwingend wie viele meinen.

Okay, ich schweife schon wieder ab. Zurück zur Evolution.

Was passiert, wenn wir ein Programm ausführen? 

Nun, bei einem Computerprogramm hoffen wir in der Regel, dass sich ein Fenster öffnet und bei einer DNA wächst etwas heran. Soweit so gut.
Aber, was geschieht, wenn wir etwas in den Zahlen verändern? Sie quasi mutieren?
Das wissen wir erst einmal nicht. Wir müssen schauen, welche Folgen das hat. Im Falle eines Programms wird es wahrscheinlich nicht mehr richtig funktionieren. Wir können uns darüber ärgern, es löschen oder weitere Veränderungen vornehmen, in der Hoffnung, dass irgendwann etwas Besseres dabei herauskommt. Zum Beispiel ein Textverarbeitungsprogramm, das automatisch auf Nobelpreisniveau Krimis schreibt. Äh, oder lieber doch nicht, weil das uns Autoren ja arbeitslos macht. Also, dann lieber eine App, die zuverlässig das Wetter auf 20 Tage vorherberechnet.

Und wie ist es mit der DNA?

Nun, wenn die Mutation dem daraus entstehenden Lebewesen einen Nachteil verschafft wird sie ausselektiert. In der Regel bevor sie sich weiter verbreiten kann. Bietet sie einen Vorteil, bekommt sie eine größere Chance sich zu etablieren.
So funktioniert die Selektion.

Bis vor Kurzem wurden Computerprogramme ausschließlich von Menschen erdacht. Mit Tieflernenden Algorithmen wie "Alphazero" von Google hat sich das geändert. Sie optimieren sich selbst. Wer wissen will wie das genau das funktioniert, kann sich zum Beispiel hier schlau machen

Die Selbstoptimierung der neuesten KI Algorithmen geschieht ähnlich wie in der Natur. Bei beiden ändern sich bei jeder Iteration ein paar Bits.
Der Mensch schafft den Algorithmen eine Umwelt, die sie auf ihre Fitness überprüft. D. h. er stellt einen geeigneten Rechner zur Verfügung, auf dem ein Programm läuft, das die Leistung der KI bewertet. Im Gegensatz zur Natur gibt es für tieflernende Algorithmen eine Methode sie gezielt zu verbessern (wenn bei der Zellteilung die DNA verdoppelt wird, schleichen sich unvermeidlich Kopierfehler ein, die aber zufällig verteilt sind). Ihr Lernen (oder verbessern) basiert also nicht auf Versuch und Irrtum. Auf diese Weise hat Googles Alphazero in kürzester Zeit Go spielen gelernt und die besten Programme für Schach und Shogi (eine japanische Version des Schachs) hinter sich gelassen. Menschen können da schon längst nicht mehr mithalten.

Der Unterschied zur DNA ist, dass bei einem tieflernenden Algorithmus die Veränderung - also die Mutation – zielgerichtet erfolgt. Deshalb läuft die Optimierung sehr viel schneller. Auch die Überprüfung ob die Mutation erfolgreich war erfolgt in Millisekunden.

Fassen wir also noch einmal zusammen:

Die biologische Evolution hat zuerst den Menschen und dieser den Computer hervorgebracht.
Die digitale und biologische Evolution sind sich vom Prinzip her ähnlich und laufen nach den gleichen Mechanismen ab.
Die digitale Evolution entwickelt sich deutlich schneller.
Die biologische Evolution hat den Vorteil, dass ihr Programm (die DNA) in jeder Zelle, praktisch also überall ausgeführt werden kann.

Es liegt also nahe die Vorteile von beiden zu kombinieren. In meiner Trilogie "Evolution 5.0" habe ich eine sehr konkrete Vorstellung, wie das ablaufen wird.

Ob das genauso in der wirklichen Welt geschieht weiß ich nicht. Aber ich bin mir sicher, dass es so kommen wird. Möglicherweise haben wir den Punkt das noch aufhalten zu können bereits verpasst. Dazu hat das System bereits zu viel Momentum und zu viele Personen mit Macht und Geld profitieren davon.

Photo 135633595 © ProductionPerig - Dreamstime.com




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Samstag, 7. Mai 2016

Von der Automatisierung der Produktion zur Automatisierung der Gesellschaft

Dies ist der 2. Teil meines digitalen Manifests

(Den 1. Teil findet ihr hier)
© Svisio | Dreamstime.com - Cybernetics Photo



Na, habt ihr in letzter Zeit auf den sozialen Medien fleißig Freunde entfolgt, die in der Flüchtlingskrise anderer Meinung waren als ihr? Ja?

Wie dem auch sei, in den sozialen Medien wird heftig polarisiert. Fast möchte man meinen es gibt nur noch „Gutmenschen“ oder „Nazis“. Dazwischen scheint es kaum noch etwas zu geben.
Warum ist das so?

Egal ob man sich selbst zu den „Willkommenskulturmenschen“ oder zur „Es können nicht alle zu uns kommen“ Fraktionen gehörend zählt, das Entfolgen erzeugt eine Filterblase. Das Motiv dahinter mag aus subjektiver Sicht sicher edel sein. Aber!, Wer seine Freunde einseitig auswählt wird nur noch mit einseitigen Meinungsposts versorgt.
Auf jeden Fall sorgt das konsequente aussortieren der Freunde, dass vermehrt polarisierte Informationen ankommen.

Gut, es gibt ja noch andere Informationsquellen. Noch. Denn jede Webseite, jedes Internetportal und jede Suchmaschine versucht Informationen und Werbung zielgruppenspezifisch zu personalisieren.
Das ist einerseits bequem, weil man immer besser mit den gewünschten Informationen versorgt wird und sich immer weniger mit irrelevanten Daten herumärgern muss. Auch der lästige Werbemüll entfällt.
Andererseits auch riskant. Man verliert den Blick für die andere Seite der Medaille. Wer immer nur einseitig mit Argumenten vollgestopft wird, verlernt offen gegenüber anderen Meinungen zu sein. Er verlernt auch sich damit auseinanderzusetzen, zu argumentieren, diskutieren, überzeugen bzw. sich überzeugen zu lassen und zu tolerieren.
So etwas kann eine Gesellschaft sprengen, da sich zwangsweise Subkulturen bilden. Wir sehen bereits die ersten Anzeichen davon. Filterblasengeschädigte Gesellschaften machen es Populisten wie Donald Trump oder der AfD leicht Anhänger zu gewinnen. Auch Salafisten und andere Extremisten profitieren davon.
Je länger jemand einer Filterblase ausgesetzt ist, desto weniger offen ist er für rationale Argumente.

Es ist eine Sache in einer selbst gewählten Filterblase zu leben. Etwas anderes ist es, wenn die Filterblase unbemerkt aus wirtschaftlichen oder politischen Motiven heraus erzeugt wird.
Ihr glaubt das findet nicht statt? Tut es doch schon längst. Oder was glaubt ihr, dass zielgruppenoptimierte Werbung ist? Warum setzen Browser Cookies?

Nun, das mit der Werbung mag man ja vielleicht noch tolerieren. Aber politisch motivierte Informationsfilterung ist eine ganz andere Sache. Heute werden Informationen mehr und mehr über das Internet verbreitet. Technisch ist es bei Menschen, die sich primär über das Internet informieren, ein Kinderspiel sie zu manipulieren. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind kaum vorstellbar.
Man kann Wahlen manipulieren, gegen Minderheiten aufwiegeln oder den Menschen einreden bestimmte politische Maßnahmen seien alternativlos.

Natürlich kann man es auch für positive Zwecke benutzen. Zum Beispiel für Toleranz gegenüber Andersdenkenden oder Minderheiten, Menschen dazu bewegen sich gesund zu ernähren, nachhaltiges Wirtschaften befördern und auffordern regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.
Mag die Absicht dahinter noch so positiv sein, moralisch besser wird es dadurch nicht.

Denn das wirkliche Problem ist, dass man praktisch kaum eine Chance hat festzustellen, wann und wie man manipuliert wird.

Das war früher anders. Wer sich informieren wollte fragte einen Experten, ging in eine Bibliothek oder las Zeitungen. Diese Informationen waren für alle gleich. Eine Manipulation wäre sofort jedem aufgefallen. Na gut, der Experte ist unter Umständen mit Vorurteilen belastet. Deshalb sollte man sich vorsichtshalber noch eine zweite, dritte oder vierte Meinung verschaffen.

Heute ist es ein Kinderspiel sämtliche eBook Geschichtsbücher nachträglich zu ändern. Selbst lokale Kopien werden automatisch upgedatet. Da so gut wie niemand eine Papierausgabe zum Vergleich hat, würde kaum jemanden auffallen, wenn sich etwas ändert. Und wenn es ihm auffällt und er darüber berichten würde, ist es leicht ihn als Aluhutträger zu diffamieren.

Brain overlaid with faces



Von der Automatisierung der Produktion zur Automatisierung der Gesellschaft

Wer konsequent solche Methoden einsetzt ist in der Tat in der Lage die Gesellschaft zu automatisieren. Das ist kein Zukunftsszenario mehr. Es wurden bereits erste Experimente unternommen Menschen wie Produktionsmaschinen zu programmieren. Möglicherweise laufen auch schon die Ersten Projekte in dieser Richtung.

Zum Beispiel hat Facebook 2012 eine Studie mit Hunderttausenden Nutzern durchgeführt. Zu diesem Zweck haben sie die Nachrichten im Newsfeed manipuliert. Eine Gruppe sah überwiegend positive die andere überwiegend negative Nachrichten.

Natürlich (muss man leider sagen) ohne die Nutzer zu fragen.


Oder China, das kürzlich einen Citizen Score einführte.

Zitat:
„Durch Vermessung der Bürger auf einer eindimensionalen Rankingskala ist nicht nur eine umfassende Überwachung geplant. Da die Punktezahl einerseits von den Clicks im Internet und politischem Wohlverhalten abhängt, andererseits aber die Kreditkonditionen, mögliche Jobs und Reisevisa bestimmt, geht es auch um die Bevormundung der Bevölkerung und ihre soziale Kontrolle.
Weiterhin beeinflusst das Verhalten der Freunde und Bekannten die Punktezahl, womit das Prinzip der Sippenhaft zum Einsatz kommt: Jeder wird zum Tugendwächter und zu einer Art Blockwart; Querdenker werden isoliert.“
Zitat Ende.

Mehr dazu findet ihr im Kasten am Ende des Links

Ich befürchte, so etwas Ähnliches wird auch bei uns kommen. Oder ist vielleicht schon im Gange? Bei diesen Dingen traue ich unseren Politikern und Geheimdiensten seit Snowden nicht länger als die Lebensspanne eines Wassertropfens auf einer glühenden Herdplatte. Die Möglichkeiten sind einfach zu verlockend. Wie sagte doch eine gewisse Bundeskanzlerin nach Abschluss der ersten GroKo 2006:

„Ab jetzt wird durchregiert“.

Digital community

Wozu aufwändig für die Aufnahme von Flüchtlingen argumentieren, im Parlament diskutieren und in der Bevölkerung um Zustimmung werben, wenn man die Stimmung auch digital über das Unterbewusstsein beeinflussen kann?

Oder wozu mühsam für eine Weiterentwicklung von Europa in die Vereinigten Staaten von Europa werben? Wozu nach charismatischen Visionären suchen und aufwändig über viele Jahre die Bevölkerung motivieren?

Wozu teuer und aufwändig Krankheiten und Gebrechen heilen, wenn man die Menschen schon im Kindergarten zu gesundem Lebenswandel und Ernährung erziehen kann?

Manche mögen es ja toll finden, wenn ihr Fitness Armband sie bemuttert und frühzeitig zu Bett schickt und die Kalorien mitzählt. Für mich wäre das die Hölle. Und einen regelmäßigen Stromstoß brauche ich auch nicht, wenn ich mal wieder zu lange am PC sitze und an meinen Texten arbeite. Im Gegenteil. Das verschreckt die Inspiration und Kreativität.

Während ich mich noch vor Entsetzen schüttle was manche alles tun, um sich selbst zu foltern fangen die Ersten bereits damit an sich Chips implantieren zu lassen. Da schwappt ein wahrer Masochismustsunami über uns hinweg.

Ich hoffe die das tun ertragen die gnadenlose Selbstoptimierung. Bis jetzt ist noch jedes technische System gehackt worden. Ich möchte jedenfalls so ein potentielles trojanisches Pferd nicht in meinem Körper haben.

Getty: Healthy Lifestyle

Nun gut. Zurück zum Thema. Eigentlich müssen wir uns schon längst die Frage stellen wer das Recht darüber haben soll was wir wissen dürfen und was nicht? Auf welche Informationen wir zugreifen können / dürfen oder nicht?

Ich bin der Meinung uns müssen grundsätzlich alle Daten zur Verfügung stehen. Unabhängig davon welche wir letztendlich konsumieren. Sie dürfen nicht von anderen vorgefiltert werden.

Wer trotzdem meint sich selbst Filter setzten zu müssen sollte sehr sorgfältig und sparsam damit umgehen.

Bei dem Versuch die öffentliche Meinung und die Gesellschaft zu manipulieren bestehen nämlich auch beträchtliche Risiken. Wer weiß schon welche Folgen es hat, wenn die Gesellschaft systematisch zu mehr Sport und „gesunder“ Ernährung angehalten wird.

Es mag ja noch angehen, wenn das Ganze individuell abgestimmt und so ausgelegt ist, dass der Einzelne tatsächlich damit glücklicher ist. Was aber, wenn es verpflichtend wird?

Wenn die Krankenversicherung einen normgesunden Lebenswandel fordert, weil sie nicht bereit ist die eventuell höheren Behandlungskosten zu bezahlen? Und wenn der Einzelne sich das nicht leisten kann sie das auch zwingend verordnen darf?

Was, wenn die Rentenversicherung auf die einen gesunden Lebensstil pocht, damit wir bis zum offiziellen Renteneintrittsalter voll erwerbstätig bleiben können?

Wo hört das freiwillig glücklich sein auf und wo fängt der Zwang an?

Das ist in Zukunft vielleicht nicht mehr klar zu unterscheiden.

Wenn wir nicht aufpassen steuern wir geradewegs auf eine durchoptimierte und effizienzmaximierte Gesellschaft zu. Eine die hyperfunktionell ist mit stromlinienförmig und normgerecht angepassten Menschen.

Religion ist das Opium für das Volk, hat Karl Marx gesagt. Religion ist aber auch gefährlich und Gläubige lassen sich schlecht kontrollieren. Viel einfacher wäre es, die breiten Massen mit Drogen ruhig zu stellen.
Vor allem, damit die Mächtigen sich in aller Ruhe noch mehr ungestört bereichern können.

In diesem Sinne bekommt die zunehmende Legalisierung von Marihuana eine ganz andere Bedeutung. Findet ihr nicht?

Deep Learning


Wie bitte, so ein Gesellschaftsautomatisierungsszenario erscheint euch zu Aufwändig, um eine realistische Gefahr zu sein?

Lasst euch nicht täuschen. Das systematische infiltrieren sozialer Netzwerke kann man mit Bots unterstützen. Das sind digitale Agenten, die automatisch Nachrichten platzieren und zu einfachen Interaktionen in der Lage sind. Solche Bots sind übrigens schon heute im Einsatz. Ich wette, jeder von euch hat schon mal mit ihnen kommuniziert bis er merkte, dass er nur mit einem Bot spricht bzw. chattet. Mancher tut das vielleicht immer noch ohne es zu merken.
Vielleicht muss man die Algorithmen noch ein bisschen verbessern aber viel fehlt nicht mehr.

Wer das für weitentfernte Science Fiction Fantasien hält sollte mal unter „Deep Learning“ „googeln“ oder besser „ducken“ (www.duckduckgo.de). Letztere Suchmaschine verspricht euch nicht zu verfolgen.
Das Programm, das kürzlich den weltbesten Go Spieler besiegte hat sich das Spiel selbst beigebracht. Kein Programmierer

Link zum Go Spiel auf Basis von Deep Learning


Sonntag, 21. Februar 2016

Das Digital Manifest




© Mr1805 | Dreamstime.com -
Human Evolution Photo




Wer meint Privatsphäre ist egal nur weil er nichts zu verbergen hat kann genauso behaupten Meinungsfreiheit ist egal weil er gerade nichts zu sagen hat.
(Edward Snowden)


Eine Revolution ist im Gange und kaum einer merkt es. 

Es ist eine Revolution mit so gewaltigen Auswirkungen, dass nichts mehr so sein wird wie wir es kennen. Kein Bereich des täglichen Lebens wird davon verschont bleiben und auch kein Mensch. Unser Leben, Arbeitsabläufe und Lebensprozesse werden komplett umgekrempelt. 

Wovon ich spreche?

Von der digitalen Revolution. 


Sie schreitet mit eine kaum vorstellbaren Tempo voran. Jedes Jahr verdoppelt sich die Menge an Daten, die wir produzieren und derzeit wird die physikalische Welt mit einer Rate von 6 Milliarden Objekten pro Jahr digitalisiert. Das heißt jedes Jahr kommen 6 Milliarden Gegenstände hinzu, die eine digitale Geschichte bekommen. Lückenlos, von der Entstehung, über deren Gebrauch und noch weit über die Entsorgung hinaus.

Gegen Ende 2016 wird die Rate voraussichtlich bei 8 Milliarden Gegenstände pro Jahr liegen. Aber die Digitalisierung wird da natürlich nicht Halt machen. Längst hat sie den Menschen erfasst und ist nun auch dabei die Gesellschaft in Beschlag zu nehmen.

Alles, was wir tun wird gespeichert und in Echtzeit digitalisiert. Und was heute davon noch nicht betroffen ist wird es in Kürze sein. Es gibt einfach zu viele, die Interesse an unseren Daten haben. Geheimdienste, Staatliche Überwachung, Medien, Unternehmen, Soziale Netzwerke und Privatleute. Habe ich jemanden vergessen? Bestimmt.

Das dumme daran ist, dass wir nicht wissen wer was gerade mit unseren Daten macht.
Die Suchmaschinen beantworten pro Minute hunderttausende von Suchanfragen. Sie wissen was wir wissen wollen und was uns beschäftigt. Und bald werden sie in der Lage sein uns Antworten auf Fragen zu geben, die wir noch gar nicht gestellt haben. Ja, die wir in Gedanken noch nicht einmal formuliert haben.

Siehe „Google Context Guided Precognition“. Mit dieser Technologie versucht die Suchmaschine Antworten auf Fragen zu finden, denen sich der Nutzer noch gar nicht bewusst ist.

Hier ein Beispiel:
Amazon weiß ob die Frau schwanger ist, manchmal noch bevor sie es selbst weiß. Allein von dem was sie bei Amazon wie lange anschaut. Und wenn Amazon es nicht weiß dann Google. 




Und wenn das Fitness Armband schon so schlau ist, dann kann sich jeder selbst ausmalen was die Geheimdienste und Regierungen im Zuge der Totalüberwachung über uns jetzt schon wissen. Zumindest, wenn sie ihre Daten danach auswerten. Angeblich tun sie das ja nicht. Aber wer weiß schon, was sie in fünf oder zehn Jahren interessiert. 
Jedenfalls …

Das wird Folgen haben. 


Wie schlimm wird es kommen und was können wir tun?

Oder wird es vielleicht gar nicht so dystopisch und uns steht eine wunderbare Utopie bevor?




Egal was wir tun. Es lässt sich nicht mehr aufhalten. Noch haben wir wenigstens eine Chance die Zukunft zu gestalten. Zumindest hoffe ich das. 

Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich das schon öfter gesagt habe. Wenn wir aber weiterhin die geistige Führung bei Politikern lassen für die das Internet im Jahre 2016 immer noch Neuland ist, werden wir unweigerlich in einen Abgrund fallen.

Ich habe auf meinem Blog mit Posts zu verschiedenen Aspekten immer wieder auf die Folgen der unkontrollierten Digitalisierung hingewiesen. Wer meinen Blog regelmäßig liest weiß das. Es wird nun Zeit dies nun in einer digitalen Grundsatzerklärung zusammenzufassen. 

Einem Manifest


Daran arbeite ich schon länger. Interessant ist, dass auch andere das ähnlich sehen. So ein digitales Manifest wurde kürzlich auf Spektrumder Wissenschaft veröffentlicht






Inhaltlich deckt es sich sehr mit meinen eigenen Vorstellungen. Ich möchte mich allerdings dem nicht einfach nur anschließen sondern meinen eigenen Ideen und Gedanken dazu zum Ausdruck bringen.

Wie dem auch sei, ich hege die Hoffnung, dass es von möglichst vielen Menschen gelesen und weitergeben wird. Wenn ihr wollt könnt ihr das gerne teilen. Was daraus werden wird weiß ich noch nicht.

Mal sehen...

Vielleicht fühlt sich ja der Eine oder Andere angesprochen etwas zu tun.

Das digital Manifest

Von Roy O’Finnigan


  • Warum brauchen wir jetzt ein Digitales Manifest?
  • Warum sind Freiheit und Demokratie in Gefahr?

    Oder:

  • Warum ist das Menschsein an sich ist bedroht?
  • Von der Automatisierung der Produktion zur Automatisierung der Gesellschaft
  • Systematische Aushöhlung des Rechtsstaates
  • Eine maschinelle Superintelligenz könnte uns regieren ohne, dass wir es merken
  • Das Volk wird zu Befehlsempfängern degradiert
  • Wie könnte die Zukunft aussehen?
  • Was müssen wir tun bzw. was können wir überhaupt noch tun?

 



Warum brauchen wir jetzt ein Digitales Manifest?

Kurz zusammengefasst aus zwei Gründen:


  • Weil die Künstliche Intelligenz (damit meine ich die Leistungsfähigkeit von Maschinen und Computern) nun ein Stadium erreicht hat, in dem sie uns gefährlich werden kann.
  • Weil wir dabei sind uns vollständig zu digitalisieren

Ich weiß aus zahlreichen Kommentaren und Diskussionen, dass das für viele immer noch unvorstellbar ist. Ich höre Argumente wie „das wird schon seit den 1960er Jahren behauptet“ und „Computer werden nie die kognitiven oder kreativen Fähigkeiten von Menschen erreichen. Oder sie werden nie so flexibel sein“.

Doch, werden sie. Die gesamte Menschheit arbeitet mit Hochdruck daran. Früher oder später wird es uns gelingen. Das ist es uns doch bis jetzt immer, egal wie hoch die technischen Herausforderungen waren, nicht wahr?

Nebenbei bemerkt: Ich finde es wirklich beeindruckend zu welchen technischen Höchstleistungen wir es bis jetzt gebracht haben. Nur bei sozialen und ethischen Herausforderungen fallen wir immer wieder auf das Niveau niederer Primaten zurück.
Nun gut. Zurück zum Thema.

Selbst angesehene Wissenschaftler warnen jetzt vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz


Übrigens, die Computer und Roboter müssen gar nicht so schlau wie ein durchschnittlicher Mensch werden. Um uns die Hälfte aller Jobs wegzunehmen reicht viel weniger künstliche Intelligenz und autonomes Verhalten. Das entsprechende Niveau werden wir bereits in wenigen Jahren erreicht haben.

Nur ein Beispiel: Ein autonom fahrendes Auto kann ca. 20 Stunden pro Tag als Taxi arbeiten. Schön für den Besitzer aber was wird aus all den Taxifahrern?
Sie sind kein Taxifahrer? Freuen Sie sich nicht zu früh. All die Routine Bürojobs macht in Zukunft ein Computer. Schneller, zuverlässiger und billiger. Vor allem alles, was auf Excel basiert.


Siehe zum Beispiel:

Künstliche Intelligenz:So schlau wie eine Frau?
Computer können Jobs von 4,4 Millionen Deutschen übernehmen

 

Aber es geht nicht nur um Arbeitsplätze. Es geht um die Freiheit an sich. Wie schon Willi Brandt sagte:

„Wo Freiheit nicht beizeiten verteidigt wird,
ist sie nur noch um den Preis schrecklich großer Opfer zurückzugewinnen.
Hierin liegt die Lehre des (letzten) Jahrhunderts!“

Und es geht um Aufklärung des Menschen aus seiner digitalen Unmündigkeit:

„Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ In den folgenden zwei Sätzen werden diese Begriffe erläutert. Unmündigkeit sei das „Unvermögen sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen"

Fortsetzung im nächsten Post...


 

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