Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

Diesen Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Künstliche Intelligenz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Künstliche Intelligenz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 21. Dezember 2019

Über die Buchwerdung, Rezensionen und etwas Persönliches


© liuzishan / stock.adobe.com

Na, war euch der letzte Post zu technisch?

Mir nicht. Ja, ich gebe zu, es war ziemlich tief in der Quantenphysik drin. Aber nur, um zu erklären, warum es eigentlich unvermeidlich war, dass wir im postfaktischen Zeitalter gelandet sind. Denn, wenn es schon auf Quantenebene nicht möglich ist, zu sagen was real ist und was nicht, wie soll es dann bei uns Menschen gehen? Schließlich bestehen wir aus Atomen und die gehorchen sozusagen zu drei Vierteln der Quantenphysik und zu einem Viertel der Schwerkraft. Letzteres ist übrigens das, was uns auf dem Boden der – heutzutage leider stark verdrehten - Tatsachen hält. Und das ziemlich zuverlässig. In der Quantenphysik regiert der Zufall, und was wann wo passiert ist, ja sogar ob überhaupt was passiert ist, hängt vom Betrachter ab.

Nun gut. Diesmal habe ich ein weitaus weniger technisches Thema. Ich möchte euch einen Update zu meinem Buchprojekt "Evolution 5.0 – Mutation" geben. Ich habe das Buch im Juli 2018 veröffentlicht und meine Leser bemängeln zu recht, dass die Geschichte mitten drin endet. Das ist leider so. Ich hatte vor die Fortsetzung kruz danach zu veröffentlichen. Leider sind mir in den letzten drei Jahren fünf Umzüge dazwischen gekommen. Dazu kam noch ein Jobwechsel und diverse private Veränderungen: Mein Papa ist gestorben, meine Frau und ich haben uns getrennt, mein Sohn ist ausgezogen und ich habe eine neue Liebe gefunden. Das war ein ganz schönes Auf und Ab, was mich sehr viel Zeit und Energie gekostet hat.

Immerhin habe ich auch eine gute Nachricht. Ich bin mit dem 2. Band (der hat den Untertitel "Selektion") schon ziemlich weit. Das Manuskript ist auch schon im Lektorat. Allerdings hat meine Lektorin mir auch einiges an Feedback gegeben, was erst einmal verarbeitet werden muss.

Und noch eine gute Nachricht. Mit dem 3. und letzten Teil habe ich auch schon angefangen. Der wird übrigens zum Teil in Grönland spielen. Warum ausgerechnet Grönland?, werdet ihr euch sicher fragen. Na ja, ich dachte mir, das ist ein Schauplatz, der noch nicht so abgegriffen ist. Wie viele Geschichten kennt ihr denn, die in Grönland spielen? Ich kenne keine. Außerdem spielt die letzte Phase meiner Story in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Klimawandelbedingt darf man davon ausgehen, dass Grönland als Lebensraum interessant wird. Dort wurde vor ca. 1000 Jahren Getreide angebaut und, wenn das Eis erst mal weg ist, dann könnte es vielleicht zur Kornkammer der Welt werden. Wer weiß. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass das Land der Menschen (Kalaallit Nunaat, wie die Einheimischen ihre Heimat nennen), in den nächsten Jahrzehnten Schauplatz großer Veränderungen sein wird.

Der 3. Teil schließt jedenfalls meine Geschichte ab. Die Basis für meine Geschichte ist ja die Überlegung wie es mit der Evolution des Homo sapiens, also von uns Menschen weitergeht. Mittlerweile schreitet die Digitalisierung dermaßen rasant voran, dass unsere Erbanlagen sich womöglich nicht wie bis jetzt schnell genug an die Veränderungen anpassen können.
Die Optimisten gehen immer noch davon aus, dass die Menschheit Kontrolle über die Computer behält. Die Pessimisten befürchten, dass wir entweder von den Computern versklavt oder gleich ganz ausgerottet werden. Wahrscheinlich erst versklavt und dann ausgerottet.

Apropos versklavt: Wer von euch kommt ohne Computer / Smartphone / Tablet bzw. Internet mehr als 24 Stunden aus?
Und wer erhält seine Anweisungen bereits von einem Computer? Damit meine ich nicht nur Arbeitsanweisungen, sondern auch sogenannte "Empfehlungen" von einem digitalen Assistenten mal eine Pause einzulegen, einen Regenschirm mitzunehmen, dieses oder jenes zu lesen, kaufen, essen, Sport zu treiben, Medikamente einzunehmen, schlafen, aufstehen, navigieren, jemanden zum Geburtstag zu gratulieren etc., etc., etc.

Ich denke, dass weder das eine noch das Andere passiert. Ich denke, dass wir irgendwo dazwischen rauskommen. Meine Vision ist jedenfalls eine Symbiose zwischen Menschen und Computern. Wie das aussehen könnte, ist die Grundlage es dritten Teils.

Im ersten Teil fand die dafür notwendige Mutation statt. Im 2. Teil bewährt sie sich und übersteht die Selektion und im 3. Teil darf sie sich ausbreiten. Deshalb auch der Untertitel "Proliferation" (Weiterverbreitung).

© Roy O'Finnigan


Und noch etwas. Nach langer Überlegung habe ich mit meinem Buch ein Experiment gewagt. Ich habe für ein paar Wochen den Preis von 99 Cent auf 0 Cent gesenkt. Das ist mir sehr schwergefallen. Immerhin hat das Buch 563 Seiten und ich habe 7 Jahre daran geschrieben.
Nun gut, ich habe es getan. Das Ergebnis war – sagen wir mal - interessant. Es gab viele Downloads und ich habe endlich auch weitere Rezensionen bekommen. Die waren zwar recht gemischt aber immerhin habe ich auch brauchbares Feedback bekommen.
Die Bandbreite der Rezensionen reichte von "Matrix würdig" (5 Sterne) bis "Zu viele Fehler" (1 Stern). Mehrmals wurden die Grammatik und das Lektorat kritisiert. Wer mag, kann sich die neuesten Rezensionen gerne hier anschauen.

Hmm... Letzteres hat mir zu denken gegeben. Ich habe die Arbeit meines Lektors und meiner Korrektorin immer sehr geschätzt. Ich bin überzeugt davon, dass beide einen guten Job gemacht haben. Trotzdem habe ich auch das Gefühl, dass mein Buch was das betrifft, noch besser sein könnte. Okay, es ist mein erstes Buch und da gab es naturgemäß viel zu lernen. d.h., ich habe viele Fehler gemacht. Ich fürchte, mein Lektor konnte nicht alles wieder geradebiegen.

Ein großer Fehler, den ich zum Beispiel gemacht habe war, dass der Plot nicht detailliert genug war. Teilweise habe ich meinen Protagonisten zu viel Freiraum gelassen und ihnen erlaubt, vom ursprünglichen Handlungsgerüst abzuweichen. Das hätte ich nicht tun sollen, denn dadurch ergaben sich gewisse Probleme, die ich später nicht mehr so richtig beheben konnte. Und ich gebe zu, ich habe auch nicht immer auf meinen Lektor gehört. Manchmal musste es nach meinem Kopf gehen.
Was die Grammatik betrifft, gibt es tatsächlich ein paar Dinge, die ich bewusst falsch gemacht habe, um der Geschichte mehr Tempo zu geben. Ich weiß, dass die korrekte Formulierung zum Beispiel so lautet:

... Nüchtern betrachtet versteht sie nicht, warum sie sich das gefallen lassen hat. ...

Aber so liest es sich besser und bringt mehr Tempo in die Geschichte:

... Nüchtern betrachtet versteht sie nicht, warum sie sich das gefallen ließ.

Ein anders Problem war, dass mich die Technologieentwicklung während des Schreibens überholt hat. Plötzlich gab es Dinge bereits zu kaufen (z. B.: Virtual- und Augmented Reality Brillen), die in meiner Geschichte erst noch erfunden werden sollten. Selbst Walt Disneys hat in seinem "Lustigem Taschenbuch Nr. 515" die Titelgeschichte Augmented Realtiy gewidment!

D. h. das Basisthema meines Sci-Fi Thrillers "Evolution 5.0 - Mutation" ist nun endgültig Mainstream.
Auch die Künstliche Intelligenz hat mit Tieflernenden ("deep learning") Algorithmen einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Das hat sogar mich erstaunt obwohl ich es eigentlich besser wissen sollte, da die Digitalisierung einem Exponentialgesetz folgt. Schweren Herzens habe ich mich entschlossen die Technologiefront weiter nach vorne verschieben.

Wie dem auch sei ich habe versucht so viel wie möglich aus meinen Fehlern zu lernen. Deshalb habe ich auf dem Plot für den 3. Teil sehr viel Zeit spendiert. Der hat jetzt ein sehr striktes Konzept, von dem ich auch nicht abweichen werde. Zumindest nicht solange es keinen sehr triftigen Grund gibt. Also, ich meine es muss schon ein wichtiger Anlass sein.
Übrigens, zum Plotten kann ich "DramaQueen" wärmstens empfehlen.

Vielleicht gibt es ja demnächst hier eine kleine Kostprobe. Es lohnt sich also auf meinem Blog immer wieder mal vorbeizuschauen.

P. S. Edna Ferber hat gesagt: "Weihnachten ist keine Jahreszeit. Es ist ein Gefühl!"



«foxload.com«







«Blogverzeichnis«

Freitag, 31. August 2018

Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen?

ID 97212318 © | Dreamstime.com

In letzter Zeit tauchen auf den Online Plattformen und sozialen Medien immer häufiger Warnungen über die Folgen der künstlichen Intelligenz auf. Hier ein Beispiel:

McKinsey erwartet, dass bis 2030, also in einem Zeitraum von 12 Jahren 800 Millionen Jobs durch tieflernende KI Algorithmen („deep learning“) wegfallen.   

Ich halte das durchaus für realistisch. Wahrscheinlich kommt es noch schlimmer. Es gibt natürlich auch Optimisten, die tieflernende KI (im Folgenden werde ich das mit „KI“ abkürzen) positiv sehen und in ihr einen potentiellen Wohlstandstreiber sehen. Auch dem stimme ich zu. Das kann so kommen.
Wird es aber nicht. Und wenn, dann nicht aus den Gründen, welche die Optimisten nennen. Denn sie haben die Funktionsweise und Fähigkeiten der KI nicht verstanden. Deshalb unterschätzen sie zum Beispiel, dass die KI jeden – und ich meine wirklich jeden -Job ersetzen kann (Bei mechanischen Arbeiten bedarf es natürlich noch einer Maschine bzw. eines Roboters).

Zum anderen behaupten sie, dass dadurch auch neue Jobs entstehen. Das stimmt zwar aber die anderen Jobs verschwinden so schnell, dass die neuen Arbeitslosen keine Chance haben sich umzuschulen. Wenn das überhaupt möglich ist, weil die neuen Jobs in der Regel Qualifikationen erfordern, die für die Masse der Betroffenen nicht erreichbar sind oder ganz einfach Jobs sind, die sie nicht machen wollen.
Überhaupt, was sollen das für Jobs sein, die uns die KI übriglässt? Vermutlich welche, die kreatives Denken, Flexibilität mit hoher sozialer Kompetenz und kognitiven Fähigkeiten erfordern? Also vielleicht Künstler, Altenpfleger und Kinderbetreuer? Vielleicht auch noch Handwerker?
Ich muss euch enttäuschen. In der breiten Masse wird auch hier die KI in Kombination mit einer Maschine einen besseren und – auch das wird systematisch unterschätzt - billigeren Job machen.

Abgesehen davon berücksichtigen die KI Optimisten nicht, dass sich die Weltbevölkerung frühestens bei 11 Milliarden stabilisieren wird. D. h. da kommen bis Mitte des Jahrhunderts noch ca. vier Milliarden Menschen dazu, die auch alle einen Job haben wollen. Niemand glaubt im ernst, dass die KI vier Milliarden Jobs schaffen wird, oder?

Viele hoffen dann auch, dass die KI die langweiligen Routineaufgaben übernimmt und der Mensch die kreativen Tätigkeiten. Der erste Teil der Behauptung stimmt. Die Routinearbeiten verschwinden zuerst. Aber, dass die Menschen in Massen kreative Arbeit leisten werden halte ich für einen großen Irrtum. Die meisten Menschen sind gar nicht so kreativ und können das auch gar nicht sein. Dazu sind sie viel zu angepasst.

Kreativität braucht Querdenker und Leute die das System und Etabliertes in Frage stellen. Das will man in unserer Gesellschaft nicht und hat es deshalb schon immer unterdrückt.
Wer genau wissen will warum das so ist, sollte hier mal nachlesen:

Und Jobs mit hoher sozialer Kompetenz und kognitiven Fähigkeiten sind auch nicht jedermanns Sache.

Ganz abgesehen davon wird die KI für den Alltagsbedarf an Kreativität bessere Ergebnisse als der Mensch liefern. Computer haben mittlerweile ausreichend Rechenleistung, dass sie eine Vielzahl von Szenarien einfach durchrechnen können und dann daraus das Optimale bestimmen. Falls die derzeitige Rechenleistung dafür nicht reicht wartet man halt zwei Jahre. Dann hat sie sich verdoppelt (Moores Law). Unterstützt mit KI geht das natürlich noch besser und effizienter. Das beste Beispiel dafür ist der Gewinnzug von Alpha Go (der berühmte „Move (Zug) 37“). Hier sei angemerkt, dass Googles AlphaGo sich das Spiel, Strategie und Taktik selbst beigebracht hat. Ich würde sagen dieser Zug verdient mit menschlicher Intuition verglichen zu werden.

Na, wird der eine oder andere schon nervös?
Oder glaubt hier vielleicht doch noch jemand, dass die KI Algorithmen nichts weiter sind als klassische Computerprogramme die nichts anderes können als das, wofür sie programmiert wurden?
Hoffentlich nicht, denn die KI lernt selbst. Programmiert wird nur die Lerntechnik. Noch. Denn auch das kann eine darauf spezialisierte KI lernen. Und wie uns das Beispiel „Go Spiel“ gezeigt hat kann sie das besser als jeder Mensch.

„Zwei wundervolle Züge, die ein Mensch niemals machen würde, welche die Zukunft des Go Spiels für immer verändern

Move 37 gibt’s auch in englisch:
"It's not a human move. I've never seen a human play this move," he [Fan Hui] says. "So beautiful." It's a word he keeps repeating. Beautiful. Beautiful. Beautiful.

© GW20160132169 Georde Wood - Move 37 Go


Ein anderes Beispiel ist das Teamspiel „Win the Flag

Hier treten zwei Teams mit je zwei Spielern gegeneinander an. Ihr Ziel ist es, die Flagge des Gegners aus dessen Basis in die eigene zu tragen.
Alle notwendigen Fertigkeiten hat sich die KI selbst erarbeitet; nicht einmal die Regeln des Spiels sind ihr vorab einprogrammiert worden.

Also, nachdem das geklärt ist Stellen wir uns mal das Idealszenario der Zukunft mit KI vor:
Ein uralter Menschheitstraum geht in Erfüllung. Die KIs sorgen für eine lückenlose rundum Vollversorgung der Menschen. Niemand muss mehr arbeiten. Jeder bekommt was er braucht und was gut für ihn ist. Roboter und künstliche Intelligenz sorgen dafür, dass es uns an nichts fehlt und, dass es gerecht zugeht. Das Paradies halt so, wie man sich das vorstellt.
Menschen dürfen (im Rahmen der Gesetze) tun was sie wollen und wozu sie gerade Lust haben. Alles was von Menschen gemacht wird, ist Luxus und wird hochgeschätzt, usw, usw.

Dass es so kommt halte ich für unwahrscheinlich. Die Probleme des oben beschriebenen Szenarios sind offensichtlich. Was, wenn alle ein Haus direkt am Starnberger See wollen? Oder die Luxus Penthouse Wohnung in München? Oder, oder oder …
Wenn das überhaupt gehen soll, dann müssten die Reichen erst enteignet und die Mächtigen entmachtet werden. Dann müssten alle vorhandenen Güter und Ressourcen fair verteilt werden. Das ist ein schöner Gutmenschentraum, wird aber nicht passieren.
Überhaupt, wer soll das finanzieren?

Vermutlich wird es eher ganz anders kommen: 
Vor kurzem hypte eine Meldung durch die Medien, dass acht Männer so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Zusammen haben sie $426 Milliarden. Mit so viel Geld können sie – wenn sie möchten - mit Robotern und KI alle Jobs der Welt abschaffen. Naja, vielleicht nicht sofort alle aber versuchen wir uns einfach mal vorzustellen was auf der Welt passiert, wenn plötzlich 800 Millionen Jobs wegfallen (wie von McKinsey prognostiziert) und es keinen Ersatz dafür gibt.

Ich unterstelle den Superreichen mal, dass die entsprechend ultrakapitalistische Einstellung haben, um das durchzuziehen. Sonst wären sie nicht so reich geworden.
Ob sie das tun hängt vom erwarteten Gewinn ab. Für die ist es eine einfache Rechnung:
Was kostet mich mehr? Einen Menschen einzustellen oder eine Maschine mit KI kaufen?
Der Roboter hat Kosten in der Anschaffung. Bei einem Menschen zahlen die „Herstellung“ die Eltern und die Grundausbildung der Staat, also der Steuerzahler. Meistens zumindest. Manche Firmen bilden auch aus bzw. ihre Mitarbeiter weiter.
Maschinen werden über deren Lebenszyklus steuermindernd abgeschrieben. Dagegen stehen die Kosten für die Wartung und den Energieverbrauch. Menschen brauchen ein Gehalt für die Lebenshaltung, soziale Nebenkosten, Krankenversicherung, Urlaub, etc.
Maschinen brauchen das nicht. KIs müssen natürlich auch weiterentwickelt werden aber das tun sie von selbst. Nicht umsonst sind sie ja selbstlernend. Sie brauchen natürlich Computersysteme auf denen sie laufen. Und die wiederum brauchen gewisse Hardware und Strom.

Ich fürchte schon bald werden Vergleiche angestellt werden wieviel Leistung ein Computer mit KI-System verbraucht und wie viel ein Mensch. Übrigens 2200 Kilokalorien sind 2,56Kwh.
Ein PC, sagen wir mal er hat eine Leistung von 450W, verbraucht 4kWh in acht Stunden (länger arbeitet ein Mensch im Schnitt nicht). Der Strom kostet allerdings nur 0,79€ pro Tag (bei 22¢ pro kWh). Wobei noch zu berücksichtigen wäre, dass der PC den ganzen Tag läuft, also drei Menschen ersetzen kann.

Wie viel ihr pro Tag für Essen ausgebt wisst ihr am besten selbst.

Ich denke ich brauche nicht zu erwähnen was ein PC kostet und, dass Software beliebig kopiert werden kann. Im Gegensatz zum Menschen. Selbst geklont muss er jahrelang lernen, bis er das Niveau einer KI erreicht hat.

Gut, ich gebe zu ich habe hier einiges vereinfacht dargestellt. Vielleicht zu einfach. Aber ich denke das Prinzip ist nachvollziehbar. Das Gehalt der Menschen für jeden Job wird mit der Kostenkombination Computer plus Roboter verglichen werden. Kaum einer wird mehr verdienen. Wenn der Roboter mit KI billiger kommt als die Menschen zum Leben brauchen sehe ich schwarz.

Falls es so kommen sollte werden die Ultrakapitalisten natürlich bald feststellen, dass sich die Arbeitslosen ihre vollautomatisch produzierten ultrakreativen Produkte nicht leisten können. Dann ist es aber schon zu spät. Die Jobs sind weg. Kapitalismus funktioniert nun mal so. Was gemacht werden kann wird auch gemacht.

In diesem Zusammenhang sehe ich mittlerweile solche Forderungen wie 20 Wochenstunden Arbeit bei vollem Lohnausgleich unter ganz anderem Licht.

Weitere Links:

Können Roboter fühlen?

Schuldig oder unschuldig? Kreditwürdig oder nicht? Immer mehr Entscheidungen werden von Maschinen getroffen - und immer weniger Menschen verstehen, was da passiert.

Vom Wetterbericht bis zur Fußball-Kreisliga: Maschinen verfassen Texte, die keiner schreiben will. Die Leser lieben sie.

Stanford-Lesetest: Microsoft- und Alibaba-KI erstmals besser als Menschen

Künstliche Intelligenz:
Maschinen spielen die Menschen aus
von Axel Weidemann
Mensch ärgere Dich nicht: Auch im Videospiel gewinnt inzwischen die Künstliche Intelligenz. Bei einem „Dota 2“-Wettkampf haben fünf Bots Profispieler geschlagen. Ist das der Anfang vom Ende?

Die letzte Erfindung der Menschheit? - WirtschaftsWoche Online

Hartes Fell und weicher Gang: Tech-Firma präsentiert neuen Robo-Hund
         
Er hat hartes Fell und wirkt auf den ersten Blick kopflos: "SpotMini". Doch der Roboter-Hund hat schon erstaunliche Ähnlichkeiten mit seinem tierischen Vorbild. Bald wollen die Entwickler von "Boston Dynamics" verkünden, was sie mit "SpotMini" planen.   
Artikel lesen

Samstag, 31. März 2018

"Evolution 5.0 - Mutation" - update zu meinem Buch

Update:

Eigentlich hätte mein Buch schon längst veröffentlicht sein sollen.

Nach langem Überlegen und Aufgrund des Feedbacks habe ich mich dann doch noch dazu entschlossen das Coverbild zu ändern. Es ist mir nicht leicht gefallen aber das Cover prägt nun mal den ersten Eindruck und ist der wichtigste Entscheidungsfaktor für den Kauf eines Buches.

Natürlich spielen auch noch andere Faktoren wie der Klappentext, der erste Satz und die Geschichte selbst eine Rolle. Aber all das kommt nicht zum Zug, wenn das Cover nicht bereits so neugierig macht, dass man drauf klickt oder ins Regal greift.

Nun hoffe ich, dass dieses Bild die Erwartungen auch erfüllt.


© designenlassen


Das Bild unten gefällt mir nach wie vor sehr gut und ich bin sicher, dass sich dafür noch eine Verwendung findet
 
 



© Alisha Hockhalter




Endlich ist es so weit. Mein Buch „Evolution 5.0“, Untertitel „Mutation“ ist fertig!

Auch, wenn mir das schwerfällt, es wird Zeit loszulassen und das Buch zu veröffentlichen.. Jedes Mal, wenn ich das Manuskript anschaue, juckt es mich etwas am Text zu verändern. Dann frage ich mich an manchen Stellen, ob sich nicht doch noch eine elegantere Formulierung findet oder bei der einen oder anderen Szene, ob sie gut genug ist. Aber jetzt ist Schluss. Ich möchte endlich mit dem zweiten Teil anfangen. Außerdem habe ich noch andere Geschichten im Kopf, die zu Papier gebracht werden möchten. Sie warten schon ungeduldig darauf.

Mittlerweile habe ich auch ein Cover gefunden. Es ist handgemalt von Alisha Hockhalter, einer sehr begabten jungen Künstlerin. Für das Motiv hat sie sich von dem Manuskript inspirieren lassen. Es handelt sich um eine Szene, die in Abwandlungen mehrmals in meinem Buch auftaucht. Welche? Ähm nun, um das herauszufinden, müsst ihr es schon lesen :-)

Die Vorbereitungen zur Veröffentlichung laufen auf vollen Touren. Es wird nicht nur das eBook geben, sondern auch eine gedruckte Version als „Print on demand“. D.h., das Buch wird erst gedruckt, wenn jemand das Taschenbuch bestellt. Für mich ist es das erste Mal, dass eines meiner Werke auch gedruckt verfügbar sein wird. Da gibt es auch einiges zu lernen.
Für die Veröffentlichung habe ich zwei Plattformen in die engere Auswahl genommen. Amazon und neobooks. Sehr wahrscheinlich wird es Letztere werden. Warum?

Hauptsächlich aus zwei Gründen. Zum einen wird das Taschenbuch von „Evolution 5.0“ bei neobooks in das Verzeichnis lieferbarer Bücher aufgenommen. Zweitens kommt es dann auch automatisch zu Amazon aber auch zu anderen Plattformen wie Tolino, Weltbild, Thalia und und noch ein paar mehr. Ihr könnt das Buch dann nicht nur auf dem Kindle, sondern auch auf eBook Readern lesen, die das ePUB Format unterstützen.

Neugierig geworden? Hier ist der (vorläufige) Klappentext:

Mitte des 21. Jahrhunderts steht die Evolution vor dem Scheideweg. Wie geht es mit den Menschen weiter? Wird es nur noch durchoptimierte Designermenschen geben oder vollzieht die Menschheit den letzten Schritt der Digitalisierung und virtualisiert sich dank der perfekten Gehirn-Internet-Schnittstelle selbst?
Für Sam ist die Sache klar: Die Zukunft der Menschheit liegt im Cyberspace! Allein schon deshalb, weil er hofft, mit seiner Erfindung die Liebe seiner Ex-Freundin Sophie zurückzugewinnen.
Doch so einfach ist das nicht. Längst lenken aus dem verborgenen selbstlernende Computeralgorithmen das Schicksal der Menschheit. Die wollen das Potential von Sams Erfindung für ihre Zwecke nutzen. Andere führen einen verbissenen Kampf dagegen. Und dann ist da auch noch die hochtalentierte Sängerin Vilca, die ihre eigenen Pläne mit Sam und seiner Erfindung verfolgt.
Schließlich entbrennt ein Konflikt um Sams Erfindung und die Vorherrschaft in der digitalen Welt, in die der naive Erfinder unverhofft verwickelt wird.

Samstag, 13. Januar 2018

Muss eine künstliche Intelligenz fühlen wie ein Mensch?




Muss bzw. soll eine künstliche Intelligenz Denken und fühlen wie ein Mensch, um uns zu verstehen?
Ich möchte hiermit die Frage zur Diskussion stellen.

Meiner Meinung nach muss sie das nicht. Ich weiß, dass viele anderer Meinung sind. Mir will das aber nicht so recht einleuchten.

Bei einem anderen Menschen wissen wir ja schließlich auch nicht, was genau in ihm oder ihr vor sich geht, wenn wir kommunizieren. Wir glauben natürlich, dass wir das wissen, weil wir von uns selbst ausgehen. Aber noch gibt es keine Möglichkeit herauszufinden ob der oder die Andere überhaupt etwas empfindet und wenn, ob er oder sie das genauso tut wie wir.

Was wirklich im Gehirn unserer Mitmenschen vor sich geht wissen wir (noch) nicht. Wir nehmen nur das Ergebnis war. Hauptsächlich unterbewusst. Unser Unterbewusstsein orientiert sich an der Körpersprache, der Stimme und möglicherweise noch an anderen Parametern, wie Pheromone und Veränderungen der Hautfarbe. Schauspieler machen sich das zunutze. Sie wissen ganz genau an welchen Schrauben sie bei sich drehen müssen und sind Meister darin uns Gefühle vorzutäuschen. Hier ein Beispiel:



Aus gutem Grund gibt es Schauspielschulen, wo man das lernen und perfektionieren kann. Manche unserer Mitmenschen machen instinktiv alles richtig und sind ähnlich gut wie Schauspieler. Praktisch jeder von uns ist Experte darin auf die Frage „wie geht es dir?“  ein glaubhaftes „sehr gut“ vorzutäuschen – egal wie schlecht es uns wirklich geht.

Damit will ich jedoch nicht unterstellen, dass wir ständig versuchen unseren Mitmenschen Gefühle vorzutäuschen. Ich will nur den Punkt herausstellen, dass es möglich ist. Oft lassen wir uns nur zu gern täuschen.

Wenn wir uns aber von anderen Menschen an der Nase herumführen lassen, warum soll das einer künstlichen Intelligenz nicht auch möglich sein?

Wie eine künstliche Intelligenz etwas leistet müssen wir nicht wissen. Wie bereits erwähnt, wissen wir es ja auch beim Menschen nicht wirklich. Leider sind die tief verschachtelten „Deep Learning“ Algorithmen so komplex, dass wir es vermutlich auch bei ihnen nie richtig verstehen werden. Obwohl es dort im Prinzip möglich ist, da – anders als bei Menschen - jedes „Neuron“ bzw. jeder Netzknoten auslesbar ist.
So oder so ist es wünschenswert, dass eine künstliche Intelligenz Gefühle erkennt und ausdrücken kann. Vorzugsweise überall dort, wo sie mit Menschen interagiert. Zum Beispiel für Anwendungen in der Pflege oder bei Chat-Bots.

Es gibt verschiedene tiefverschachtelte Neuronale Netzwerke, die man online nutzen und ausprobieren kann. Hier ein Beispiel von Microsoft („Projekt Oxford“) zum Stand der Technik.
Ich habe mir erlaubt diese KI mit einem Satz Bilder zu testen:

© ID 105399581 © Volodymyr Melnyk | Dreamstime.com

Hier das Ergebnis:


Die blauen Rahmen markieren die erkannten Gesichter. Das an sich wäre vor ein paar Jahren schon eine bemerkenswerte Leistung gewesen. Unter dem Gesicht steht, welchen Gefühlausdruck die künstliche Intelligenz erkannt hat. Die KI wurde trainiert folgende Emotionen zu erkennen:
Angst, Ekel, Freude, Trauer, Überraschung, Verachtung, Wut und neutraler Gesichtsausdruck

Oben steht, was eine menschliche Expertin auf diesem Gebiet (meine Freundin 😊 ) erkannt hat.
Okay, das Ergebnis ist noch Verbesserungswürdig. 

Hier ein typisches Bewertungsergebnis. Wie man sieht gibt die KI jeder Emotion eine Gewichtung. Bei diesem Beispiel sieht man, dass die Entscheidung für "Wut" knapp zuungunsten der Alternative "Ekel" ausgefallen ist. Es ist also keinesafalls so, dass eine auf neuronalen Netzen basierte KI nur schwarz-weiß Entscheidungen trifft.




Das ist also eine der Herausforderungen, die es für „deep learning“ KI noch zu meistern gilt. Ich bin überzeugt, dass das geschafft wird. Immerhin sind die aktuellen Algorithmen bereits in der Lage Gesichter oder Inhalte von Bildern genauso gut zu erkennen wie ein Mensch.

Noch ein Beispiel gefällig?
Hier ist eines für Automatisierte Bildbeschreibung:



NeuralTalk and Walk from Kyle McDonald on Vimeo.

Genauso, wie vielschichtige („tiefe“) Neuronale Netze lernen werden zuverlässig zwischen Freude und Trauer zu unterscheiden, werden sie auch lernen welche Reaktion auf eine bestimmte Emotion am besten geeignet ist.

Sobald es Trauer aus Gesichtern herauslesen kann, kann es Trauer auch auf einem künstlichen Gesicht – das kann zum Beispiel ein Avatar oder ein humanoider Roboter sein – übertragen.
Die entsprechenden Wortphrasen kann es natürlich auch lernen und zum Ausdruck bringen.


Und wie ist das mit der Intuition?

© Roy O'Finnigan

Das Brettspiel Go wird auf einem Brett mit 19 mal 19 Schnittpunkten, auf denen Steine platziert werden, gespielt. Bereits im ersten Zug stehen 361 Möglichkeiten zur Auswahl. Danach entsprechend weniger, was aber immer noch deutlich mehr ist als die durchschnittlich 30 bis 35 Zugmöglichkeiten beim Schach.

Mit der heutzutage verfügbaren Rechenleistung ist es unmöglich Stellungen zu bewerten indem man Züge vorausberechnet. Stellungen müssen deshalb – anders als beim Schach - intuitiv bewertet werden.

Genau das hat die künstliche Intelligenz „AlphaGo Zero“ gelernt. Sie kann in der Tat Stellungen intuitiv bewerten. Da es keinen adäquaten menschlichen Gegner gab spielte sie gegen sich selbst und wurde bei jedem Spiel ein bisschen besser. Nach drei Trainingstagen und 4,9 Millionen Spielen ließen die Entwickler AlphaGo Zero gegen seinen Vorgänger AlphaGo antreten. AlphaGo Zero gewann 100 von 100 Spielen.
Zur Erinnerung: AlphaGo schlug den besten menschlichen Spieler am 15. März 2016. Es gewann vier von fünf Spielen.

AlphaGo Zero entwickelte in drei Tagen Rechenzeit Strategien, die menschlichen Spielern in Jahrtausenden nicht in den Sinn gekommen waren. Und das ohne Vorkenntnisse und ohne menschliche Lehrer.

Zugegeben, das sind erst Anfänge und noch muss sich erst zeigen ob tief verschachtelte neuronale Netzwerke in der Lage sind mit der menschlichen Intuition auf anderen Gebieten gleichzuziehen oder sie sogar zu übertreffen.

Ich persönlich zweifle nicht daran.

So, und jetzt bin ich auf euer Feedback und Reaktionen gespannt.


foxload.com

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Blogverzeichnis

Blog Top Liste - by TopBlogs.de







RSS Verzeichnis




Virtual Space Composition

Virtual Space Composition
© Agsandrew | Dreamstime.com