Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Dienstag, 8. Oktober 2019

Was ist Realität?



© Jaswe/stock.adobe.com


Das ist in postfaktischen Zeiten gar nicht so leicht zu beantworten. Ihr kennt das ja. Heutzutage ist real, was die Leute glauben. Und die Leute glauben dem, der am lautesten brüllt. Das war schon immer so. Früher, als es noch keinen Funk und auch keine Megafone gab, aber trotzdem Kriege geführt werden mussten, bekam der das Kommando, der am lautesten schreien konnte. Das hatte den Vorteil, dass er auf dem Feldherrenhügel stehend mehr seiner Soldaten erreichte und somit effektiver seine Strategie umsetzen konnte. Wenn die gut war und er lauter brüllen konnte, als der Gegner hat er in der Regel auch gewonnen. Zumindest, wenn er während des Kampfes nicht heiser wurde. Wick Blau gab es damals ja noch nicht.

Der Erfolg hat dazu geführt, dass man ihm und seinen Kommandos gerne folgte. Ich glaube, das ist mittlerweile nicht nur eine Entscheidung der Vernunft, sondern da hat sich über viele Evolutionsjahrtausende des Homo sapiens genetisch etwas eingebrannt. Anders ist der Erfolg von Politikern wie Trump und gewisser Medien nicht zu erklären. Da werden Legenden mit kleinstmöglichen Wahrheitskörnchen in großen Lettern in die Welt gebrüllt und obwohl der Rest frei erfunden ist, unabhängig von Tatsachen und physikalischen Gesetzen liebend gerne geglaubt.

Ein Beispiel: Egal wie viel Geld unsere Regierung in erneuerbare Energien investiert, wird man niemals Energie erneuern können. Man kann sie lediglich umwandeln. Zum Beispiel von potentieller Energie in elektrische. Das passiert zum Beispiel in einem Wasserkraftwerk. Übrigens, so eine Umwandlung von Energie endet immer in Wärme (physikalisch gesehen nimmt die Entropie zu). Das heißt, jedes Mal wenn wir mit dem Auto fahren, fliegen, Bahnfahren, zu Fuß gehen, radfahren, Heizen, eine Maschine betreiben oder Google etwas fragen wird die Erde etwas wärmer.

Auch Walter Ulbricht’s Versprechen »Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!« trug zur Erderwärmung bei. Darüber hinaus war es eine glatte Lüge, die Ihm aber nicht geschadet hat. Politiker wie Trump haben daraus gelernt und die Kunst der Lüge perfektioniert. Sie nebeln alles so mit alternativen Fakten ein, dass keiner mehr durchblickt. Dann erschreien sie sich ihre eigene Realität.

Während man sich im Digitalzeitalter, wenn man möchte, immerhin noch ganz gut selbst ein Bild über die Tatsachen machen kann (im Zweifelsfall immer mal bei Wikipedia vorbeischauen, bevor man etwas glaubt), ist das in der Physik erheblich schwieriger. Tatsächlich ist es da so, dass alle möglichen Szenarien gleichzeitig existieren und sich das System erst dann für eine mögliche Variante entscheidet, wenn etwas gemessen wird.
Ich gebe euch mal ein Beispiel. Halt! Bevor ich das tue noch eine Vorbemerkung. Praktisch alles, was in der Physik vor sich geht, kann man mit der Quantentheorie beschreiben. Für alles, was man damit nicht beschreiben kann, zum Beispiel Äpfel, die Physikern auf den Kopf fallen, braucht man die Relativitätstheorie. Aber die spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Also zurück zu meinem Beispiel:

Nehmen wir mal an, ihr sitzt in einem von der Außenwelt vollständig abgeschotteten Kasino und würfelt. Bekanntlich hat ein Würfel 6 Seiten und das Ergebnis des Wurfs ist eine Zahl zwischen 1 und 6. Ihr würfelt also und während des Wurfes werdet ihr abgelenkt, weil auf der Bühne gerade eine sagenhaft hübsche Sängerin mit einer Wahnsinnsstimme eueren Lieblingssong interpretiert und dabei eine Performance hinlegt, die euch vom Hocker reißt. Die ist so gut, dass alle Anderen auch zur Bühne schauen und sich niemand für den Würfel interessiert, obwohl er zur Ruhe gekommen ist.

In einem normalen Kasino würde der Würfel jetzt eine Zahl anzeigen. Zum Beispiel die 6 und ihr habt gewonnen. Da ihr aber in einem speziell abgeschotteten Kasino sitzt, entscheidet sich der Würfel aber nicht für eine Zahl, solange ihn niemand dazu zwingt. Er verharrt in einem Zustand, in dem alle 6 möglichen Zahlen gleichberechtigt nebeneinander existieren. Erst, wenn jemand hinschaut, entscheidet der Zufall, welche Zahl oben liegt.

Auf unser Verständnis der Realität bezogen heißt das, solange keine Entscheidung erzwungen wird, wird auch nichts entschieden. Genau wie in der Politik. Da hält man sich auch alle Optionen bis zum letzten Moment offen. Ihr wisst ja, wie das geht. Mit ruhiger Hand ...

Eine interessante Interpretation der Quantentheorie geht sogar soweit zu sagen, dass alle möglichen Varianten auch realisiert werden. Um bei dem Würfelbeispiel zu bleiben, spaltet sich bei dieser Theorie das Universum in sechs verschiedene auf. In jedem dieser Welten existiert ein anderes Würfelergebnis weiter. Unsere wahrgenommene Realität wäre dann eine dieser Welten mit einem der möglichen Würfelergebnisse. Wie bereits gesagt, das Ergebnis ist purer Zufall. Die Quantentheorie lässt nichts anderes zu. D. h. das Ergebnis ist nicht vorherberechenbar. Dass dem tatsächlich so ist, wurde ausführlich bewiesen.





Eine für mich reizvolle Variante ist, dass wir in einer Welt weiterleben, für die sich unser Bewusstsein sich entschieden hat zu leben. Das könnte dann übrigens für jeden eine andere Welt sein. Zum Beispiel könnte ich in der Welt weiterleben, in der das Ergebnis eine Drei ist.

Eine interessante Vorstellung, nicht wahr? Nicht nur, dass wir selbst entscheiden, in welcher Welt wir leben. Es gibt auch eine unglaubliche Summe an Varianten. Viele davon mögen unwahrscheinlich sein. Aber, wenn wir nur fest genug daran glauben, bekommen wir immer den einzig freien Parkplatz vor dem Restaurant oder leben in der Welt, in der wir letzten Samstag im Lotto gewonnen haben. Oder der Fehler eures Lebens ist nie passiert oder – ich denke, jedem fallen genügend weitere Beispiele dazu ein.

Das hört sich ein bisschen nach Magie an, oder? Stimmt. Aber bitte bedenkt, dass bis jetzt alle Versuche einen Zusammenhang zwischen unserem Bewusstsein und Quantenzuständen zu beweisen gescheitert sind. Der Gedanke ist also vorerst nichts weiter als eine Theorie unter vielen.

Kehren wir also zu dem zurück, was wir sicher wissen. Wie entsteht Realität in unserem Gehirn?

Unser zentrales Denkorgan bekommt pro Sekunde eine Unmenge an Informationen, die es bewusst nicht verarbeiten kann. Das Meiste wird ausgefiltert bzw. unterbewusst verarbeitet. Betrachten wir mal einen Alltagsgegenstand. Zum Beispiel einen Tisch. Woraus besteht der? Sagen wir mal aus Holz. Das Holz besteht aus Zellen, die Zellen aus Molekülen, die Moleküle aus Atomen, die Atome aus Elektronen und Nukleonen und die Nukleonen aus Quarks und die wiederum - aber das ist ein Thema für einen anderen Post. Jedenfalls sehen wir von alledem nichts. Wir sehen »nur« einen Tisch. Und nicht einmal das stimmt.

In Wahrheit nimmt unser Auge Photonen auf, die von dem Tisch reflektiert werden und dadurch mit Informationen angereichert wurden. Z. B. der Farbe. Die Photonen wurden in der äußeren Atomhülle reflektiert (ja, ich gebe zu, das ist jetzt etwas vereinfacht. Aber im Prinzip läuft das so ab). Unser Auge empfängt Millionen von Photonen pro Sekunde und unser Gehirn baut daraus auf Basis seiner Erfahrungen die Gegenstände zusammen.

Das Ergebnis ist nicht immer eindeutig. Das mag für den Einen oder Anderen seltsam klingen, ist aber so. Denkt nur mal dran, wie leicht man einen Tisch, Hocker oder Stuhl verwechseln kann. Je nachdem ob man draufsitzt oder eine Tasse darauf stellt, ist es etwas Anderes. Und dann kommt es auch noch auf das Gehirn an. Wenn jemand partout einen Hocker sehen will, dann sieht er auch einen. Und wenn jemand glaubt in einer Hohlwelt zu leben dann tut er es auch. Da können Sie noch so viele hieb- und stichfeste Beweise auf den Tisch, äh Hocker legen.Bekanntlich hat ja jeder mindestens eine Meinung und eine persönliche Wahrheit. Und davon möchten wir gefälligst nicht mit Fakten abgebracht werden.

Zurück zur Physik. Quantenexperimente deuten darauf hin, dass es keine objektive Realität gibt. Darüber staunen auch Physiker aber wir sind solche Überraschungen gewöhnt. Zum Beispiel musste mit der allgemeinen Relativitätstheorie bereits vor über 100 Jahren die Vorstellung von absoluten Raum und Zeit aufgegeben werden. Als Folge davon weiß man, dass 2 Personen, die ein Ereignis von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachten eine unterschiedliche Zeit notieren, wann es stattgefunden hat.





Gut, in unserem Alltagsleben spielt das praktisch keine Rolle, weil der Unterschied so minimal ist, dass er sich erst bei Star Trek relevanten Geschwindigkeiten sichtlich bemerkbar macht. Also grob gesagt so bei 0,5 Warp oder schneller.

Nachdem wir also Abschied davon genommen haben, dass verschiedene Personen eine unterschiedliche Zeit ein und demselben Ereignis zuordnen können – und trotzdem jeder aus seiner subjektiven Sicht Recht hat, müssen wir nun auch davon Abschied nehmen, dass es eine objektive Realität gar nicht gibt. So unglaublich es klingen mag, wurde die Tatsache trotzdem kürzlich bewiesen.

Das Experiment heißt »Wigners Freund«. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Würfel. Nehmen wir an, in einem abgeschotteten Labor sitzt ein Laborant Namens Wigner und würfelt. Die Ergebnisse trägt er fein säuberlich in sein Notizbuch ein. Damit ist die Sache für ihn klar. In dem Moment, in dem er hingeschaut hat, wurde aus den überlagerten Würfelergebnissen einer der möglichen Werte realisiert (auf die Quantenwelt bezogen wurde der Würfel einer Messung unterzogen). Diese Werte sind in Wigners Welt real.



Nehmen wir weiter an Wigners Freund beobachtet ihn dabei. Leider kann er nur sehen, dass sein Freund würfelt und Ergebnisse notiert. Die Würfelergebnisse kann er nicht sehen. Deshalb sind sie für ihn immer noch unbestimmt. Auf die Quantenwelt bezogen würden wir sagen, dass Wigners Labor zusammen mit den Würfelergebnissen verschränkt sind. Das heißt, aus der Sicht von Wigners Freund, sind die Würfelergebnisse immer noch unbestimmt. Um die Ergebnisse zu bekommen, muss er seinerseits eine Messung vornehmen. Das Ergebnis dieser Messung wird auch wieder vom Zufall bestimmt. Die Quantentheorie verlangt das so. Das bedeutet aber, dass Wigners Freund sehr wahrscheinlich ein anderes Ergebnis erhält als Wigner selbst!

Verwirrend, nicht wahr? Aber so ist die Quantenwelt nun mal. Fassen wir das Ganze noch mal zusammen: Nehmen wir an Wigner würfelt in einem abgeschlossenen Labor eine Fünf. Voraussetzung ist, dass das Labor so abgeschottet ist, dass über das Würfelergebnis keine Information nach draußen dringen kann. Wigner schreibt die Fünf als Ergebnis in sein Notizbuch. Wenn jetzt sein Freund den Status des Würfels überprüft wird er vielleicht eine Sechs sehen. Oder eine Drei. Es kann aber auch eine Fünf sein. Er sieht, was immer ihm das Quantensystem zum Zeitpunkt der Messung als Zufallsergebnis präsentiert.
In der Praxis werden wir so eine Situation kaum bekommen, da normale Würfel viel zu groß sind, um als Quantenobjekt behandelt werden zu können. Deshalb werden solche Experimente in der Regel mit Photonen gemacht.

Doch die Konsequenzen aus diesem Verhalten verlangen von uns, unser Verständnis von Realität radikal zu überdenken. Es ist in der Tat möglich, dass ein Ereignis aus der Sicht verschiedener Personen unterschiedlich interpretiert werden kann. Beide haben gleichzeitig Recht, obwohl die beobachtete Realität unterschiedlich ist (in diesem Fall das Würfelergebnis). Aus quantenphysikalischer Sicht bedeutet das, dass Wigner und sein Freund in unterschiedlichen Realitäten leben.

Und noch eine weitere Konsequenz ergibt sich daraus: Entscheidungsfreiheit, Lokalität und Beobachter-Unabhängigkeit können nicht gleichzeitig existieren. Wir müssen mindestens eine dieser Annahmen aufgeben. Doch welche?

In der Tat ist es so, dass selbst bei Aufgabe der Entscheidungsfreiheit und Lokalität der Widerspruch nicht aufgelöst werden kann. Also bleibt nur die Wahl zu akzeptieren, dass die Realität vom Beobachter abhängt. Wie bereits gesagt gefällt mir persönlich die Idee, dass jeder seine eigene Realität erschaffen kann am besten.





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