Idee und Inhalt meines Buches

"Jede entsprechend weit fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden" (Zitat von Arthur C. Clarke)


Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen bis ich schließlich damit begonnen habe ein Buch darüber zu schreiben. Es geht um virtuelle Welten, die so perfekt simuliert sind, dass sie von der realen Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Da in der virtuellen Welt alles möglich ist, gibt es in meinem Buch sowohl Zukunftstechnologie, wie sie in Science Fiction Romanen zu finden ist, als auch typische Fantasy Elemente wie Magie, Fabelwesen und Fantasiewelten.

In meinem Blog werde ich nicht nur über den Fortschritt meines Buches berichten, sondern auch allgemein zu SciFi und Fantasy Themen.

Gerne lasse ich mich hierbei von euch inspirieren.

Wer mag, kann mich gerne direkt kontaktieren: roy.ofinnigan@t-online.de

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Donnerstag, 10. April 2014

Ein weiteres Kapitel aus “Nanobots”



Send to Kindle


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Viele Leser haben mich darum gebeten für meine Geschichten eine Download Funktion anzubieten, damit sie offline lesen können.
Habt ihr schon den Button oben “Send to Kindle” entdeckt? Damit kann, wer mag, dieses Kapitel aus meinem Buch “Nanobots” auf seinem Kindle oder einer Kindle App lesen.
(Übrigens, die Leseprobe zu meinem Buch “Krieg ums Internet” hat auch so einen Button!)

Ich würde das auch gerne als PDF Download anbieten aber bisher habe ich keinen geeigneten HTML Code dafür gefunden. Falls jemand so einen Code hat, würde ich mich sehr darüber freuen!

Kurz zum Hintergrund dieses Kapitels:
Der Krieg ums Internet ist voll im Gange. Die erste Schlacht ist geschlagen und es wurden Atombomben im Weltall gezündet um Computer und Nanobots mit einem weltweiten Elektromagnetischen Puls (EMP) zu zerstören. Doch die Menschheit hat einen Pyrrhussieg errungen. Die Herrschaft der Computer ist ungebrochen. Im Gegenteil, jetzt zeigen sie ihr wahres Gesicht.
Sam und seinen Freunden ist es nach Monaten gelungen sich aus dem Atombunker zu befreien, in dem sie eingesperrt waren. Mit gemischten Gefühlen beginnen sie die Umgebung des Bunkers zu erkunden und versuchen sich in der stark veränderten Welt zurechtzufinden. Für den heutigen Tag haben sie sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe besucht ein anderes Dorf und versucht so viel wie Möglich in Erfahrung zu bringen.


Recherchen



Seit sie am Morgen den Bunker verlassen haben, wurden sie drei Mal von Wegelagerern überfallen. Es läuft immer nach dem gleichen Schema ab und endet immer so ähnlich wie die erste Begegnung. Das Verprügeln der Banden beginnt für Sam und Vilca Routine zu werden.
Anscheinend haben die Ordnungskräfte die Lage doch nicht so gut im Griff, wie es Ihnen bei ihrem Besuch in dem Dorf vor ein paar Tagen vorkam. Zumindest in dieser Gegend nicht. In den Städten mag es anders aussehen. Sam fragt sich, wie es wohl Urs, Aya und Paul gerade ergeht.

Die gerade erwähnten Freunde sind soeben unbehelligt in der Kleinstadt angekommen. Der Ort ist ähnlich bewacht, wie Tags zuvor das Dorf. Aber mit einer Flasche Wein für jeden Wachposten lässt sich das Problem der „Aufenthaltsgenehmigung“ schnell aus der Welt schaffen. Da sie nicht wie Vilca und Sam aufgehalten werden, sitzen Urs, Aya und Paul bereits im Wirtshaus. Just haben sie die zweite Flasche Schnaps angebrochen:  ein ehemaliger Bankangestellter, eine ehemalige Versicherungssachbearbeiterin und einer, der Busse fuhr, als es noch welche gab. Zuletzt hatten alle drei in Vollzeit bei der Ernte geholfen. Im Moment sind sie vollbeschäftigte Brennholzsammler.
Das einzig wirklich Neue für unsere Freunde ist der Erlass, der jeden verpflichtet all seine Elektronischen Geräte abzugeben. Egal ob sie noch funktionieren oder nicht.

Sam und Vilca bekommen keine Gelegenheit, mit der Bevölkerung zu reden. Der Wachtposten am Ortseingang lässt sich zuerst bestechen und übergibt sie dann der Polizei. Wenigstens werden sie nicht gleich eingesperrt sondern erst einmal vernommen. Die beiden Beamten, die das Verhör führen, praktizieren die klassische Arbeitsteilung. Einer stellt die Fragen und der andere tippt akribisch die Antworten in das Protokoll. Dafür benutzte er eine wahrhaft antiquierte Schreibmaschine. Sie wollen alles Mögliche wissen. Praktisch alles was die vermeintlichen Gesetzesbrecher von Geburt an gemacht haben. Nachdem die Beiden eine Weile ausweichende oder halbwahre Antworten geben, verliert Vilca schließlich die Geduld und unterbricht den Fragesteller mitten im Satz:
„Jetzt reicht’s! Wir sind auf dem Weg hierher drei Mal überfallen worden. Wir möchten Anzeige erstatten.“
Der Dicke mit der Halbglatze und der randlosen Brille, sieht Vilca überrascht an. „So, sie möchten Anzeige erstatten. So geht das nicht. Gegen Sie liegt eine Anzeige wegen Landfriedensbruch vor. Das ist heutzutage eine sehr Ernste Angelegenheit.“
„Landfriedensbruch? Das ist doch Unsinn“, ruft Vilca empört. „Der letzte Überfall war keine 15 Minuten von hier. Gehen sie doch mal raus aus der Stadt, Richtung Nord Osten. Dann finden sie echte Landfriedensbrecher.“
Der Dicke denkt eine Weile nach und erhebt sich dann. „Sie warten hier, bis ich wieder zurück bin.“
Es dauerte fast eine Viertelstunde, bis er wieder in das Büro zurück kommt. Wortlos setzt er sich an seinen Platz. „Wir fahren fort mit dem Protokoll für die Anzeige wegen Landfriedensbruchs. Danach können Sie ihre Anzeige erstatten.“
Nun verliert auch Sam die Geduld. „Wir haben bereits alles gesagt, was es zu sagen gibt.“
Der Dicke mustert Sam ausdruckslos. „Wie sie meinen. Der Form halber mache ich Sie darauf aufmerksam, dass die Verweigerung der Aussage zu ihrem Nachteil sein kann.“
Nachdem Sam und Vilca beharrlich schweigen, gibt der Beamte schließlich nach. „Hr. Schwerte, vermerken Sie im Protokoll, dass die Beschuldigten die Aussage verweigern.“
So gern die Polizeibeamten die Daten für den angeblichen Landfriedensbruch sammelten, so widerwillig nehmen sie Vilcas und Sams Anzeige auf. Während Vilca die Überfälle schildert, bemerkt Sam, dass der vorher noch so eifrig tippende Beamte, weder die Schreibmaschine benutzt, noch sonst sich irgendwelche Notizen macht.
Kurz bevor Vilca mit ihrer Schilderung am Ende ist, öffnet sich die Tür und ein schlanker, großgewachsener Polizeibeamter betritt den Raum. Seine Rangabzeichen weisen ihn als Polizeidirektor aus. Hinter ihm folgt eine Person in den Raum, die Sam und Vilca schon einmal gesehen haben.
„Isabella, sind das die Beiden?“, fragt der Polizeidirektor an seine Begleiterin gewandt. Er hat eine hohe Stimme, die irgendwie nicht so recht zu seiner Körpergröße passen will.
„Ja, das sind die beiden.“, sagt die Frau. Sie haben uns überfallen und ausgeraubt. Gleich hier um die Ecke, auf der Jägerhöhe, haben sie uns im Gebüsch aufgelauert.“
Sam und Vilca verschlägt es erst einmal die Sprache. Sie sehen sich an und beide wissen sofort, was hier gespielt wird. Sie brauchen keine langen Erklärungen. Ganz offensichtlich steckt die Polizei mit den Banden in der Umgebung der Stadt unter einer Decke.
Sam zwinkert seiner Freundin zu und dann greifen sie blitzschnell an. Nach wenigen Sekunden liegen die drei Staatsbediensteten und die Räuberhauptfrau bewusstlos auf den Boden. Jetzt wo sie am Boden liegt fragt sich Sam, wie er sie je für einen Mann halten konnte.
Das Ganze ist so rasch abgelaufen, dass die vier Polizisten vor der Tür nicht mehr helfen können. So schnell sie in den Raum stürmen, so schnell werden sie Schlafen gelegt. Keiner ist flink genug, seine Waffe zu ziehen.
Sam späht auf den Gang hinaus, findet ihn aber verlassen vor.
„Bis jetzt scheint noch kein Alarm ausgelöst worden zu sein.“
„Das ist doch die Höhe, flüsterte Vilca empört. Die sind ja durch und durch korrupt.“
„Und wie“, stimmte Sam ihr zu. „Ich bin überzeugt, die ganze Show dient nur dem Zweck, Reisende um ihre Lebensmittel und alles anderen zu bringen, was von Wert für die Menschen hier sein könnte. “Am besten verschwinden wir so schnell wie möglich aus der Stadt.“
„Erst einmal müssen wir aus der Polizeistation heraus. Und vorzugsweise unbemerkt.“, erinnert ihn Vilca wo die Prioritäten liegen.
„Es wird Zeit, dass wir unsere Gadgets unter realistischen Einsatzbedingungen testen. Mal sehen ob sich die Mühe gelohnt hat“, flüstert Sam, enthusiastisch endlich seine Erfindungen unter Beweis stellen zu können.
Beide schwingen ihre Mäntel um sich und setzten die Kapuzen auf. Kurz darauf aktivieren sie die Tarnung und sind kaum mehr zu sehen. Perfekt sind die Tarnmäntel nicht. Die winzigen LED Elemente auf dem Stoff können immer nur den Hintergrund aus einem Blickwinkel darstellen. Wenn die Kameras mehrere Personen aus verschiedenen Richtungen auf sie blickend erfassen, müssen sie entscheiden, in welche Richtung sie unsichtbar sein wollen. Für alle anderen werden sie dann mehr oder weniger sichtbar. Deshalb halten Sam und Vilca sich in dem Gang so nah wie möglich an der Wand, da Wände in der Regel aus jeder Richtung ziemlich gleich aussehen.
Am Ende des Gangs ist der Raum, in dem die Polizisten ihre Wanderstäbe und Rucksäcke deportiert haben. Die Tür ist verschlossen, aber mit den Nanobots können sie sie geräuschlos öffnen. Während Sam auf dem Gang Wache hält, holt Vilca ihre Sachen aus dem Zimmer. Dann machen sie sich auf den Weg Richtung Ausgang. Als sie mitten auf dem Gang sind, hören sie jemanden die Treppe hochkommen.
„Mist.“, flüstert Sam. „Die Treppe, die zum Ausgang führt. Gerade jetzt kommt jemand.“
Vilca sieht sich um. „Hier, wir stellen uns vor die Tür, da haben wir seitlichen Sichtschutz durch den Türrahmen.“
Es funktioniert tatsächlich. Die Polizeibeamtin geht nicht mal einen halben Meter entfernt an ihnen vorbei, ohne sie zu bemerken.
Die beiden wollen gerade weitergehen, als sie Schritte von der anderen Seite hörten. Diesmal ist es ein Polizeibeamter. Der Zufall will es, dass er in den Raum möchte, vor dessen Tür Sam und Vilca stehen. Sein Pech. Er erhält einen gezielten Schlag aus dem Nichts gegen die Schläfe. Sam fängt ihn auf und lässt ihn geräuschlos zu Boden gleiten.
Währenddessen ist Vilca bereits Richtung Treppe unterwegs. Sam stellt fest, dass die junge Frau selbst in Bewegung kaum zu sehen ist. Nur weil er weiß, dass Vilca Richtung Treppe unterwegs ist, kann er an den Schlieren und Verzerrungen der Luft vor ihm erkennen, wo sie gerade ist.
Unten an der Treppe stellen sie fest, dass der Ausgang bewacht ist. Neben der Tür ist ein Empfangsraum, der, mit mindestens vier Polizisten besetzt ist. Da die Tür geschlossen ist, gibt es keine Möglichkeit, unbemerkt nach draußen zu kommen.
„Was machen wir jetzt?“, hauchte Vilca. „Warten, bis jemand die Tür öffnet oder einfach raus stürmen?“
Sam überlegt nicht lange. „Lass uns so schnell wie möglich raus stürmen. Mit den Tarnmänteln können sie uns kaum sehen. Bis sie reagieren, sind wir zumindest draußen. Wenn sie erst die bewusstlosen Polizisten entdecken und Alarm schlagen, riegeln sie bestimmt alles ab.“
Es klappt tatsächlich. Draußen stehen zwei Wachposten, die sich wundern, dass plötzlich die Tür aufgeht obwohl niemand zu sehen ist. Bevor sie sich von ihrer Überraschung erholt haben und reagieren können, hinterlassen Sam und Vilca einen nachhaltigen Abschiedsgruß, von dem sie sicher noch ein paar Tage was haben werden.
Ihre Schritte sind fast nicht zu hören, als sie die Straße hinunter in Richtung Ortsausgang laufen.




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Mittwoch, 19. März 2014

eBook "Krieg ums Internet"


© Syda Productions




Mein erstes eBook ist unter dem Titel „Krieg ums Internet“ bei Amazon und anderen eBook Läden erschienen.
Ihr glaubt gar nicht wie nervös ich jetzt bin wie es bei euch, den Lesern ankommt. Die letzten Monate habe ich sehr viel Zeit mit Überarbeiten und korrigieren verbracht. Vor allem bei dem Auszug aus meinem Buch, der mich zu dem Titel inspirierte, habe ich ganze Kapitel teilweise mehrmals umgeschrieben. Der Abschnitt, in dem der Kampf ums Internet beginnt, war einer der ältesten. Ursprünglich hatte ich mal vor mein Buch damit zu beginnen.
Dann habe ich begonnen immer mehr über die Geschichte davor zu schreiben. Dann haben die älteren Kapitel nicht mehr zu den neueren gepasst. Außerdem musste ich noch an meinem Erzählstil arbeiten. Da waren noch viel zu viel langweilige Erklärungen und Erläuterungen drin, die ich nach und nach durch Handlung ersetzt habe.
Jetzt hoffe ich, dass es mir gelungen ist und dass es euch gefällt. Auf jeden Fall freue ich mich über jede Art von Feedback, auch Kritik, die ich in meine zukünftigen Werke einfließen lassen kann.
Ihr könnt mir gerne Nachrichten auf meinem Blog hinterlasse. Am meisten freue ich mich über eine Rezension bei Amazon ^^

Nun zum Inhalt:
Das Buch enthält drei Geschichten, die eines verbindet: sie handeln von der Zukunft. Einer möglichen Zukunft, die aus zwei Gründen etwas dystopisch geraten ist. Zum einen finde ich Utopien langweilig und zum anderen gehe ich - wie alle Optimisten - vorsichtshalber vom Schlimmsten aus. Dann kann es nur noch besser werden :-)


Die Kurzgeschichte „Nur der Tod macht frei“ ist wahrscheinlich dem Heute am nächsten. Die preisgekrönte Erzählung handelt von einer konsequent weitergedachten Erweiterung der Realität mittels Augmented Reality. Doch was auf den Ersten Blick wie ein Segen für die Menschheit aussieht, hat auch seine dunkle Seiten. In Zeiten der Totalüberwachung ist es praktisch unmöglich zu verschwinden. Wer ins Visier der Behörden gerät hat keine Chance zu entrinnen. Auch, wenn sie sich irren.
Für alle, die den Ersten Teil der Geschichte auf meinem Blog schon gelesen haben - hier kommt die lang ersehnte Fortsetzung!

Die zweite Geschichte ist ein Auszug aus meinem Buch (Arbeitstitel „Nanobots“) an dem ich seit zwei Jahren schreibe.
Hier regieren die Computer. Doch es regt sich Widerstand. In der Geschichte „Krieg ums Internet“ geht es richtig zur Sache. Die Personen der Story sind durch Interfaces direkt mit der Virtuellen Realität verbunden und führen dort und in echt, ihren mörderischen Krieg gegen Computer, Totalüberwachung, und Computerüberwachten gesunden, normgerechten Lebenswandel.

Und in „Terbols Mission“ schließlich wird überhaupt kein Körper mehr benötigt. Die Menschen können beliebig lange in Computern und virtuellen Welten leben. Zumindest, wenn sie das möchten. Was sie mit der Technologie anfangen? Nun ja, sie benutzen sie, um zu anderen Planeten zu reisen. Wenn sie dort ankommen – ähhh, mehr wird nicht verraten :-)
Wer die Geschichte auf meinem Blog schon gelesen hat darf sich auf ein paar Seiten Erweiterung freuen.

Und wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, könnt ihr das Buch hier für Eure eBook Lesegeräte kaufen. Es kostet so viel wie ein Espresso, bereitet aber sehr viel länger Vergnügen!




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Freitag, 14. März 2014

Wem gehört eigentlich das Internet?

© | Dreamstime.com



Niemanden? Uns allen? Den Geheimdiensten? Den Netzbetreibern? Oder vielleicht den Social Media Anbietern wie Facebook und Google?
Um die Frage zu beantworten gehen wir uns am besten zurück zu den Anfängen des Internets. 1989 hat Tim Berners Lee vom CERN einen Vorschlag für ein Verteiltes Informationssystem eingereicht. Er wollte sich und seinen Kollegen dort helfen leichter wissenschaftliche Dokumente zu verwalten und allen Forschern über das Netzwerk zugänglich zu machen. Dafür entwickelte er die Seitenbeschreibungssprache HTML, das Transferprotokoll HTTP, den Universal Resource Locator URL, den ersten Browser WorldWideWeb und den ersten Webserver (CERN httpd) unter dem Betriebssystem NeXTStep. 1993 wurde der Source Code für das World Wide Web Public Domain, also für jeden frei zuganglich.
Übrigens, hier ist der URL für die erste Webseite: http://info.cern.ch. Die gibt es heute noch und wer möchte kann sie sich mit einem Klick auf den Link anschauen.
Die Technologie, die die Forscher des CERN für sich entwickelt hatten war so gut, dass sie sich schnell verbreitete und von immer mehr Menschen genutzt wurde. In den Anfangszeiten waren das Hauptsächlich Computer Nerds.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern. Die Meisten von ihnen waren Idealisten, die ihre Zeit und teilweise auch Ressourcen (Server, Router, Switches, etc.) kostenlos dem Internet zur Verfügung stellten. Eine Neue Welt tat sich auf und schnell entstand eine Community, die das Internet als ihren Spielplatz betrachtete wo sie fern von Konsum, Kommerz und Gewinnstreben unter Ihresgleichen sein konnten.  
Doch die Freude währte nur kurz. Mit zunehmender Zahl von Nutzern wurde langsam auch die Werbeindustrie darauf aufmerksam und es gab die ersten Plattform Betreiber, die damit Geld verdienen wollten und konnten. Nun gut, sie machten vielleicht nicht immer Gewinn aber zumindest kam Geld in die Kassen.
Die Aufregung war groß als die ersten Firmen anfingen das Internet konsequent für kommerzielle Zwecke zu nutzen und damit auch richtig Gewinn machten. Das war ganz und gar nicht im Sinne der ursprünglichen Nutzer. Alle Informationen und Inhalte sollten allen kostenlos zur Verfügung stehen. Das Gleiche galt natürlich auch für die Infrastruktur.
Mittlerweile sollte es wohl jedem klar sein, dass es auch im Internet nichts umsonst gibt. Für all die schönen Apps, Spiele, Social Media Plattformen und dergleichen ohne die ein Leben für viele schon gar nicht mehr denkbar ist, bezahlen wir mit unseren persönlichen Daten. Und oft geben wir die unserer Freunde und Bekannten auch gleich mit drein. Oder ist hier einer unter den Lesern, der seine Freunde vorher gefragt hat, bevor er WhatsApp zum ersten Mal aktivierte?
Nun gut. Die Dinge sind wie sie sind. Zurück zum Thema.
Die Kommerzialisierung des Internets begann so Anfang der 2000 Jahre und hat mit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das muss man sich einmal vorstellen. Facebook hat $19Mrd bezahlt für eine Firma mit ca. 55 Mitarbeitern (meines Wissens nach). Kein schlechter Deal für WhatsApp.
Nicht so gut für die Nutzer. Schließlich hat Facebook ca. $40 pro WhatsApp User bezahlt hat. Wenn man bedenkt, dass WhatsApp ohne seine Anwender praktisch wertlos ist, verwundert es schon etwas, dass die überhaupt nichts bekommen. Aber so ist nun mal das Internet. Ganz offensichtlich gibt es hunderte Millionen Nutzer, die gerne und ohne zu murren Inhalte generieren und ihre privaten Daten kostenlos abgeben, damit einige wenige unermesslich reich werden.
Bin ich der einzige der sich darüber wundert?
Vermutlich nicht. Trotzdem spielen wir alle das Spiel weiter.
Während einige noch darüber rätseln, was die Kommerzialisierung des Internets für Folgen für uns alle haben wird, hat heimlich und im Hintergrund bereits eine andere Krake ihre dunklen, schmierigen Finger nach dem Internet ausstreckt. Die Geheimdienste haben es für sich entdeckt und systematisch zur Welttotalüberwachungsmaschine ausgearbeitet.
Eigentlich kann man es ihnen nicht mal verübeln. Die Geheimdienste heißen nicht umsonst so. Das was sie tun ist geheim und soll es auch bleiben. Ganz offensichtlich haben weder die Politik noch die breite Mehrheit ein starkes Interesse das zu ändern. Für viele Politiker ist das Internet sowieso Neuland. Quasi unverständliche Terra Incognita. Wer da hinreist setzt sich mutwillig einem Risiko aus. Er muss schon selbst wissen, was er da tut. Vor hundert Jahren ist man ja auch nicht ohne Vorbereitung an den Südpol gereist.
Dass es inzwischen Digital Natives gibt, die mit und im Internet aufgewachsen sind haben gerade die älteren Politiker anscheinend noch gar nicht mitgekriegt. Geht wohl alles ein bisschen zu schnell für die, scheint mir.
Okay, ist halt so. Trotzdem finde ich es erstaunlich, dass ein weiterer Besitzwechsel des Internets so weitgehend klaglos hingenommen wurde. Doch ich ahne Schlimmes. Ich fürchte das hat einen tieferen Grund und ich habe darüber auch schon in einem anderen Post darüber geschrieben. Die Mehrheit will es so. Es muss ja alles seine Ordnung haben, gell? Und ehrliche Menschen haben ja nichts zu verbergen.
Also, um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen. Meiner Meinung nach hat das Internet ursprünglich den Nutzern gehört, bis vor kurzen kommerziellen Unternehmen und ist jetzt von den Geheimdiensten übernommen worden.
Einfach so fragen Sie vielleicht? Nun ja, es ist tatsächlich recht einfach das Internet zu kapern. Es hatte von Anfang an einen Geburtsfehler. Es ist ein vollkommen offenes System, das jeder nutzen kann wie er möchte.
Wer das nötige Geld und den Willen dazu hat, kann sich also das ganze Internet unter den Nagel reißen. Es gibt kaum Schutzmechanismen, die das verhindern können.
Die Frage ist jetzt natürlich, werden die Nutzer es wiederbekommen?
Ich denke schon. Aber einfach wird es nicht. Denn dazu müssten wir alle konsequent unsere Daten stark verschlüsseln. Und zwar durchgehend Ende zu Ende. Und wir müssen verhindern, dass unsere Metadaten, also die Information wann wir mit wem und wie lange kommunizieren geheim bleiben. Dazu brauchen wir eine Privatsphäre im Internet. Dafür müssen wir kämpfen. So wie seinerzeit die Unverletzlichkeit der Wohnung auch erkämpft werden musste. Oder, dass Geständnisse nicht mehr durch Folter erzwungen werden dürfen.
Und umsonst wird’s das nicht gegeben.
Lohnt sich das denn?
Ganz sicher! Denn ich nehme mal an, dass die Meisten Menschen so wie ich, bereits begonnen  haben, Teile ihres Gedächtnisses auf einen Computer zu verlagern. Viele unserer persönlichen Daten und Erinnerungen sind inzwischen irgendwo abgespeichert und über das Internet zu erreichen. Das wird in Zukunft noch mehr werden. Es lässt sich nicht mehr verhindern und ich finde es auch gut, bequem und nützlich.
Nur will ich nicht, dass Geheimdiensten, irgendwelche Firmen oder dubiose Datengeschäftemacher darin herumschnüffeln.
Schließlich habe ich ein Recht darauf zu vertrauen, dass das, was in meinem Kopf vorgeht und was ich denke, dort auch drin bleibt. Außer den Menschen, denen ich etwas anvertrauen möchte, soll auch in Zukunft niemand unbefugt meine Gedanken lesen können. Weder aus meinem Kopf noch aus meinen Daten.
Sie können sich so etwas nicht vorstellen?
Ich schon. In meinem Buch „Krieg ums Internet“, das in ein paar Tagen erscheinen wird, beschreibe ich mehrere Szenarien.
Die Kurzgeschichte „Nur der Tod macht frei“ ist wahrscheinlich dem Heute am nächsten. Die preisgekrönte Erzählung handelt von einer konsequent weitergesponnen Erweiterung der Realität mittels Augmented Reality. Doch was auf den Ersten Blick wie ein Segen für die Menschheit aussieht, hat auch seine dunkle Seiten. In Zeiten der Totalüberwachung ist es praktisch unmöglich zu verschwinden. Wer ins Visier der Behörden gerät hat keine Chance zu entrinnen. Auch, wenn sie sich irren.
In der zweiten Geschichte regieren die Computer. Doch es regt sich Widerstand. In der Geschichte „Krieg ums Internet“ geht es richtig zur Sache. Die Personen der Story sind durch Interfaces direkt mit der Virtuellen Realität verbunden und führen dort und in echt, ihren mörderischen Krieg gegen Computer, Totalüberwachung, und Computerüberwachten gesunden, normgerechten Lebenswandel.

Und in „Terbols Mission“ schließlich, wird überhaupt kein Körper mehr benötigt. Die Menschen können beliebig lange in Computern und virtuellen Welten leben. Zumindest, wenn sie das möchten.




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